Leichtathletik-Training mit einem Hygienekonzept hat der TV Vreden bereits im vergangenen Jahr angeboten. Aktuell gelten aber verschärfte Regeln. © Raphael Kampshoff (A)
Sport und Corona

Nach Lockerung: Vredener Vereine dürfen Anlagen nicht ohne Weiteres öffnen

Während Vereine andernorts im Zuge der neuen Lockerungen schon seit Montag wieder auf die Anlagen dürfen, müssen die Vredener Klubs sich noch etwas gedulden. Aus verschiedenen Gründen.

Seit Montag dürfen Sportanlagen unter freiem Himmel unter bestimmten Voraussetzungen wieder genutzt werden. Allein, zu zweit oder mit mehreren Personen aus einem Hausstand ist wieder einiges möglich. Im Mindestabstand von fünf Metern dürfen auch mehrere Kleingruppen auf einer Anlage aktiv sein. Wir haben uns in Vreden umgehört, wie Stadt und Vereine mit den neuen Möglichkeiten umgehen.

Während andere Städte und Kommunen in der Region ihren Vereinen mit Eintreten der neuen Lockerungen am 22. Februar sofort die Erlaubnis zur Öffnung von Sportanlagen erteilt haben, verfährt die Stadt Vreden anders, wie sie auf Nachfrage mitteilt.

„Die Vereine sind die Verantwortlichen für die Einrichtung Sportanlage. Damit die Vredener Sportvereine wieder mit dem Trainingsbetrieb beginnen können, werden wir über den Stadtsportverband die Vredener Sportvereine bitten, uns ein auf die aktuelle CoronaSchVO überarbeitetes Hygienekonzept vorzulegen. Dazu müssen die Vereine ihre Hygienekonzepte aus dem Frühjahr entsprechend aktualisieren. Insbesondere haben die Vereine zu gewährleisten, dass es beim Betreten und Verlassen der Sportanlage, vor und nach dem Sport, nicht zu Grüppchenbildung kommt“, heißt es aus dem Rathaus.

Schreiben ist den Vereinen zugegangen

Den Vereinen ist ein entsprechendes Schreiben bereits zugegangen. Die Vorsitzenden der fünf Vredener Fußballklubs SpVgg, FC, GW Lünten, SF Ammeloe und ASV Ellewick haben sich auf eine gemeinsame Vorgehensweise verständigt. „Wir sehen es so, dass wir mit mehreren Kleingruppen in Abstand zueinander trainieren können“, erklärt Norbert Hisker, Vorsitzender von GW Lünten. „Bei uns in Lünten könnten zum Beispiel vier Zweiergruppen gleichzeitig trainieren, dann könnte jede Gruppe ein halbes Spielfeld nutzen.“ Das sei vorerst aber nur für Senioren, nicht für Jugendspieler gedacht.

Eine wichtige Aufgabe sei es, die Begegnung der jeweiligen Gruppen zu verhindern. Die Hygienekonzepte, die alle Vereine noch aus dem Vorjahr vorliegen haben, müssten nun um die neuen Maßgaben ergänzt werden, dann könne das Training in Zweiergruppen starten. „Vor nächster Woche wird aber auf keinem Fußballplatz etwas passieren“, stellt Norbert Hisker klar.

Leichtathleten in den Startlöchern

In den Startlöchern stehen auch die Leichtathleten des TV Vreden. „Unsere Leichtathletikabteilung hat einen Antrag gestellt, das Training unter den neuen Voraussetzungen im Widukindstadion aufnehmen zu dürfen“, erklärt Vorstandsmitglied Raphael Kampshoff. „Im Vorstand müssen wir jetzt noch über den Antrag abstimmen, grundsätzlich sind wir aber dafür, dass das Training wieder aufgenommen werden kann. Letztlich ist es aber auch eine Kostenfrage.“

Eine Platzfrage verhindert die schnelle Öffnung der Tennisplätze beim TV RW Vreden. „Wir haben ja nur vier Plätze – und die brauchen wir alle zum Saisonstart Anfang April“, erklärt der Klubvorsitzende Christian Terschluse. So sei es nicht machbar, zum Beispiel einen Platz sofort notdürftig herzurichten, wie es etwa der TC GW Ahaus getan hat. „Denn der Platz müsste ja dann vor der Saison noch einmal richtig präpariert werden.“

Konkrete Planung beim Reitverein

In den konkreten Vorbereitungen für die Rückkehr ins Training befindet sich der Reitverein Vreden bereits, wie die Vorsitzende Agnes Hubbeling erklärt: „Wir wollen unsere Außenanlage aufteilen für private Reiter und den Schulbetrieb. Im Vorfeld sollen sich alle online anmelden, damit nicht zu viele Reiter auf einmal auf der Anlage sind.“ Bereits in der kommenden Woche soll der Betrieb nach diesem Konzept starten.

Agnes Hubbeling spricht wohl für alle Vereinsvorsitzenden, wenn sie sagt: „Gerade bei dem Wetter warten alle nur drauf, dass es endlich wieder losgeht.“ Vorsicht sei dennoch weiterhin oberstes Gebot.

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Sportredaktion Ahaus

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