Trainer Andreas Reinders bat seine F-Junioren als erste Mannschaft nach über vier Monaten wieder auf den Trainingsplatz. © Sascha Keirat
Juniorenfußball

Nachwuchskicker stürmen das Nienborger Eichenstadion

Die Juniorenkicker des SC RW Nienborg ließen sich nicht lange bitten. Gleich am ersten Tag der neuen Lockerungen haben sie die Plätze im Eichenstadion gestürmt. Wir durften dabei sein.

Montagnachmittag, 16.30 Uhr. Im Nienborger Eichenstadion findet zum ersten Mal seit Oktober 2020 ein reguläres Fußballtraining statt. Coach Andreas Reinders versammelt seine F-Juniorenmannschaft auf einem der Nebenplätze. Und die Kinder wollen keine Zeit verstreichen lassen.

Für die Sieben- bis Achtjährigen ist es das erste Training seit einer gefühlten Ewigkeit. Nach dem kurzen Aufwärmspiel „Hundehütte“ geht es gleich in die Vollen. Der Ball kommt ins Spiel und die Kids bestreiten eine Partie auf die kleinen Tore. „Glückliche Kinder, glückliche Eltern, glückliche Trainer – das haben wir lange vermisst“, sagt der Vereinsvorsitzende Martin Mensing, der sich die Einheit aus sicherer Entfernung anschaut.

Während andere Vereine sich aktuell in der Planung für die Wiederaufnahme des Kinder-Trainings befinden, haben die Nienborger schnell Nägel mit Köpfen gemacht. Nachdem die Landesregierung Nordrhein-Westfalens Ende der vergangenen Woche die Lockerungen ab dem 8. März verkündet hatte, nach denen wieder bis zu 20 Kinder bis 14 Jahren zusammen trainieren dürfen, habe auch das Ordnungsamt der Gemeinde Heek dem Verein schnell grünes Licht gegeben.

„Darüber sind wir sehr froh, denn bei uns haben alle mit den Hufen gescharrt und wir als Verein wollen unseren Mitgliedern auch alles ermöglichen, was erlaubt ist“, sagt Martin Mensing. Im Grunde hätten alle Trainer der Jugendteams von G- bis C-Junioren angekündigt, in dieser Woche mit ihren Teams direkt wieder ins Training einzusteigen.

Rasenflächen aufgeteilt

Während sich bei den F-Junioren noch ein Junge darüber beschwert, dass eine Trinkpause eingelegt wird, statt einfach weiterzuspielen, trudeln einen Platz weiter schon die nächsten jungen Fußballer ein. Ihre Rasenflächen haben die Nienborger so aufgeteilt, dass bis zu sechs Trainingsgruppen parallel ihre Einheiten abhalten könnten. Nur der Hauptplatz wird vorerst nicht fürs Training genutzt.

Das Hygienekonzept soll sicherstellen, dass alle nötigen Regeln zum Coronaschutz eingehalten werden können: Verschiedene Eingänge, Maskenpflicht überall außer beim tatsächlichen Trainieren, Rückverfolgbarkeit durch die „Chek-In-App“ vom westfälischen Fußballverband.

Dabei wird das Training jeder Mannschaft quasi als eigene Veranstaltung angelegt, die Spieler beziehungsweise deren Eltern bestätigen ihre Anwesenheit übers Smartphone. „Das ist eine praktischere Variante als die ganzen Zettel, die wir letztes Jahr von Hand ausfüllen mussten“, so Martin Mensing, der am Rande des Trainingsspiels bereits das erste Tor des Jahres 2021 bejubelt hat.

Die Kinder sind froh, wieder ihrem Hobby nachgehen zu können, so können sie auch verkraften, dass die Umkleidekabinen erst einmal geschlossen bleiben. Und auch, dass die Toiletten wegen eines Wasserschadens noch nicht funktionstüchtig sind, stört an diesem Montag niemanden. Solange der Ball rollt.

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Sportredaktion Ahaus

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