Nach dem Rückzug des SuS Legden haben die SpVgg Vreden, hier Pauline Wissing (l.) und Union Wessum mit Lea Stampfer, noch einen Gegner weniger als in der Vorsaison. © Sascha Keirat
Fußball: Frauen-Landesliga

Nächste Rückzüge in der Landesliga: Weniger Derbys für Wessum, Oeding und Co.

Was ist da los in der Frauen-Landesliga 3? Nach und nach ziehen sich Mannschaften für die kommende Saison vom Spielbetrieb zurück. Nach aktuellem Stand verbleiben nur noch zwölf Teams.

Den Anfang hatte der SuS Legden gemacht. Bereits Anfang des Jahres wurde bekannt, dass sich die Frauen-Mannschaft vom SuS löst, sich mit Nachbarklub SW Holtwick zusammentut und einen Neustart in der Bezirksliga wagt. Doch der SuS ist nicht der einzige Landesligist, der sich zurückzieht. Kürzlich sind zwei weitere gefolgt.

Weniger Derbys werden die Frauen von Union Wessum, vom FC Oeding und von der SpVgg Vreden in der neuen Saison erleben. Denn nach den Legdenerinnen hat sich nun mit der SG Coesfeld eine weitere Mannschaft aus dem Fußballkreis Ahaus/Coesfeld zurückgezogen. Dem Vernehmen nach soll auch Fortuna Gronau mit dem Gedanken spielen. Hier ist aber noch keine Entscheidung offiziell. Außerdem wird der BSV Brochterbeck aus dem Kreis Tecklenburg künftig nicht mehr der Klasse angehören, sondern sich in die Bezirksliga zurückziehen.

Gleich noch eine Klasse weiter runter soll es für die SG Coesfeld gehen. Obwohl das Team zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs als Tabellenvierter ganz gut dastand, würde es künftig gern in der Kreisliga A antreten. Dafür bedarf es allerdings noch der Zustimmung des Fußballkreises, denn eigentlich sehen die Statuten keinen freiwilligen Abstieg um zwei Klassen vor.

Nach und nach habe sich in den vergangenen Wochen und Monaten abgezeichnet, dass es eng im Coesfelder Kader werden könnte. Die berufliche Situation, in einigen Fällen aber auch die Familienplanung – es wurden immer weniger Spielerinnen auf dem Zettel der SG-Trainerin Claudia Wiesmann, die durchaus versucht habe, den Aderlass aufzufangen.

In Coesfeld wird es personell eng, in Brochterbeck sportlich

„Ich habe viel telefoniert“, berichtet sie. Allerdings sei die Suche nach Verstärkungen nicht von Erfolg gekrönt gewesen. „Auch durch die Corona-Situation besteht offenbar zurzeit nicht die große Bereitschaft, den Verein zu wechseln“, muss sie feststellen. Folglich bleibt nur die Notbremse.

Nachwuchs aus eigenen Reihen gibt es schon seit mehreren Jahren nicht mehr. „Das Landesliga-Team mit Spielerinnen aus unserer eigenen zweiten Mannschaft aufzufüllen, macht auch keinen Sinn“, verweist Fußball-Abteilungsleiter Heiner Eismann auf den Drei-Klassen-Unterschied zur Kreisliga B.

In Brochterbeck habe vor allem die Erkenntnis zum Rückzug geführt, dass es sportlich eng werden könnte, wie Abteilungsleiter Julian Dowidat erklärt. Der BSV hatte all seine sechs Partien in der Saison 2020/21 verloren und mit 1:26 Toren am Tabellenende gestanden.

Ahaus, Heek und Legden am Abend

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