Jule Strohmeyer wird mit ihrem bisherigen Team nicht mehr in der Landesliga antreten. Sie wechselt zur neuen Saison den Verein. © Angelika Hoof
Fußball

Nächstes Team streicht die Segel in der Landesliga

Und der nächste Verein. Nach SuS Legden, SG Coesfeld und BSV Brochterbeck zieht sich eine weitere Mannschaft aus der Frauenfußball-Landesliga zurück. Ganz unerwartet kommt dieser Schritt nicht.

Als die Verantwortlichen diese Entscheidung offiziell machten, verdunkelte sich der Himmel und zog ein kurzes, heftiges Gewitter über die Sportanlage hinweg. So wurde die Bekanntmachung von einem heftigen Donnerschlag begleitet. Aber das war nur Zufall.

Wohin es gehen soll, hat sich Fortuna Gronau natürlich gut überlegt: Die Blau-Schwarzen möchten in der kommenden Saison in der Bezirksliga antreten.

„Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht“, versicherten Frauenfußball-Obmann Harry de Wagt und die beiden Trainer Jacqueline Eckelmann und Dirk van Koetsveld. „Wir haben lange gehadert, haben uns die Kader der ersten und zweiten Mannschaft genau angeschaut. Wir sind der Meinung, es ergibt sportlich keinen Sinn, weiter in der Landesliga anzutreten und haben uns deshalb zum Rückzug entschlossen“, erklärten die Fortunen.

Auch sei der Sprung für die jungen Spielerinnen aus der U17 sowie auch die Kluft zwischen Kreisliga A, wo die zweite Mannschaft antritt, und Landesliga zu groß. Der Beschluss wurde den Spielerinnen am Freitagabend mitgeteilt und wird so auch vom Vorstand getragen.

Seit dem Wiederaufstieg in die Landesliga 2018 kämpfte Fortuna Gronau nur um den Klassenerhalt. Nach Platz zehn in der Saison 18/19 bewahrte der Saisonabbruch im vergangenen Jahr das Team vermutlich vor dem Abstieg.

Eine Liga tiefer möchte Fortuna sich zunächst etablieren. „Aber es soll sportlich bleiben“, versichert van Koetsveld. „Nur aus Jux spielen wir da nicht.“ Entsprechend bietet Fortuna auch fünf Einheiten pro Woche an – inklusive Spiel und einem Tabata-Training beim TV Gronau. „Wir haben ja auch Studentinnen und Spielerinnen, die außerhalb Gronaus arbeiten, im Team. So ist für jeden etwas dabei“, erklärt Jacqueline Eckelmann.

Nicht nur aus Jux spielen

Für die Spielzeit 21/22 stehen Fortuna Gronau etwa 35 Spielerinnen zur Verfügung. „Wir zusammen bilden ein Team“, versichert Eckelmann. Angedacht ist aber, eine weitere Mannschaft für die Kreisliga anzumelden.

Den Verein verlassen wollen Nina Post, Jana Zurkuhl und Ann-Christine Klose. Diese drei Spielerinnen zieht es zum Verbandsligisten Borussia Emsdetten, der als neuen Trainer den früheren Fortuna-Coach Bernd Post verpflichtet hat. „Die drei wären auch ohne unseren Rückzug gewechselt, um es eine Liga höher zu versuchen“, meint Dirk van Koetsveld.

Unter Regie von Post war Fortuna 2018 in die Landesliga aufgestiegen. Abgemeldet mit unbekanntem Ziel hat sich zudem Jule Strohmeyer. „Sie möchte wohl weiterhin mindestens Landesliga spielen“, erklärt Eckelmann, „was in Gronau nun nicht möglich ist.“

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