Das Kopfballspiel zählt zu den Stärken von Bernd Verwohlt. © Sascha Keirat
Fußball-Oberliga

„Nicht fürs Schönspielen bekannt“: Bernd Verwohlt ist bei der SpVgg aufgeblüht

Nicht für ein, nicht für zwei, gleich für drei weitere Spielzeiten hat Bernd Verwohlt bei der SpVgg Vreden verlängert. Der Verteidiger erzählt im Interview, warum es für ihn zuletzt so rund lief.

Schon seit zwölf Jahren trägt Bernd Verwohlt (22) das Trikot der SpVgg Vreden. In dieser Saison sogar in jedem Oberliga-Spiel der Blau-Gelben. Im Interview mit der Münsterland Zeitung spricht er über seine aktuelle Lage.

Sie haben Ihren Vertrag bei der SpVgg gleich um drei Jahre verlängert. Warum?
Weil ich Vredener bin und im Verein momentan wirklich alles passt. Ich habe viele gute Freunde in der Mannschaft, die Stimmung im Team ist super. Also hat für mich nichts dagegen gesprochen, mich langfristig an den Verein zu binden.

Ihre Mannschaft ist als Aufsteiger stark in die Oberliga gestartet. Wie erklären Sie sich das?
So richtig erklären kann ich das auch nicht. Nach der Vorbereitung und dem Saisonstart mit zwei Niederlagen haben wir Spieler uns schon gefragt, ob wir wirklich in der Klasse mithalten können. Aber der Trainer hat an uns geglaubt und uns gesagt, dass wir das mit harter Arbeit auf jeden Fall können. Mit den ersten Siegen kam dann Euphorie auf, die wir dann bis zur Pause für uns nutzen konnten. So haben wir auch Punkte geholt, die wir sonst wahrscheinlich liegen gelassen hätten.

Für Sie persönlich läuft es auch rund. In allen neun Partien hat der Trainer Sie eingesetzt. Inwiefern hätten Sie damit vor der Saison gerechnet?
Also ehrlich gesagt hatte damit nicht wirklich gerechnet, zumal ich ja in den letzten Jahren auch kein Stammspieler war. Jetzt habe ich den Durchbruch geschafft, was mich natürlich freut. Aber ich habe auch ein bisschen Glück gehabt, dass es einige Verletze in unserer Abwehr gab. Jetzt hoffe ich einfach, dass ich im nächsten Jahr weiter auf diesem Niveau spielen kann.

Seine zuletzt starke Form will Bernd Verwohlt über den Winter konservieren.
Seine zuletzt starke Form will Bernd Verwohlt über den Winter konservieren. © Sascha Keirat © Sascha Keirat

Dann wird die Konkurrenz aber sicher noch einmal größer…
Nach der langen Pause werden wahrscheinlich alle wieder fit sein. Aber klar ist so oder so, dass ich weiter an mir arbeiten muss. Den Anspruch, mich weiter zu verbessern, habe ich an mich selbst. Und vielleicht ist der Konkurrenzkampf auch positiv, wenn wir uns gegenseitig mit guten Leistungen hochziehen.

Welche Stärken sprechen dabei für Sie?
Ich denke, dass ich kein Spieler bin, der fürs Schönspielen bekannt ist. Ich erledige meine Aufgaben, probiere hinten drin solide zu spielen. Als meine Stärken würden ich Zweikämpfe und Kopfballspiel bezeichnen.

13 Gegentore hat Ihr Team in acht Spielen kassiert. Ist der Wert für Sie als Verteidiger in Ordnung?
Nein, da haben wir sicher noch Verbesserungspotenzial. Gerade die schnellen Gegentore, die wir oft zu Beginn der zweiten Halbzeit kassiert haben, wollen wir abstellen. Zwar treffen wir vorne bislang auch ganz gut, aber darauf sollten wir uns nicht verlassen.

Was war Ihr bisheriges Highlight in der Saison?
Sicher gehört das Spiel in Siegen dazu. Auch wenn coronabedingt nicht so viele Zuschauer da sein durften, war das Stadion schon klasse. Auch das Heimspiel gegen Haltern, das wir 3:0 gewonnen haben, war ein richtig schönes Erlebnis. Ich hoffe, nächstes Jahr kommen noch einige dazu.

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