Auch nächste Saison an der Seite von Engin Yavuzaslan: Co-Trainer Yuzuru Okuyama (r.) © Sascha Keirat
Fußball-Oberliga

Oberliga: Zweigleisigkeit ist vom Tisch – Etappensieg für die SpVgg Vreden

Die SpVgg Vreden hatte sich klar gegen eine Zweiteilung der Oberliga positioniert. Und zwei Drittel der Teams folgten diesem Votum. Nun können die Vereine noch über zwei Varianten abstimmen.

Die Richtung stimmt für die SpVgg Vreden schon einmal, jetzt geht es noch um Nuancen. Im Rahmen einer Videokonferenz mit allen 21 Oberligisten der kommenden Spielzeit stimmten 14 Vereine gegen die Zweiteilung der Liga, sieben bevorzugten die Variante mit weniger Spielen. Eine Teilung der Liga nach regionalen Aspekten hielten viele nicht zuletzt für ungerecht.

Nun stehen noch zwei Varianten zur Auswahl: Folgte die Mehrheit der ersten Variante, so spielen die 21 Teams eine normale Serie mit Hin- und Rückrunde, sprich den Mannschaften stünde ein Mammutprogramm mit 40 Spielen bevor. Szenario zwei besagt, dass zunächst eine Hinserie mit 20 Spielen gespielt wird.

In der Folge spielen die Teams aus der oberen Hälfte um den Aufstieg, die aus der unteren um den Abstieg. Das Szenario hätte den Vorteil, dass die Teams auf maximal 30 Saisonspiele kommen. So würde in jedem Fall auch einmal jeder gegen jeden spielen, dies bei geringerem Aufwand. Letztgenannter Vorschlag wurde vom ASC Dortmund eingebracht.

Staffelleiter pro Eingleisigkeit

Vredens Vorsitzender Christoph Kondring votiert weiter für die „große Variante“ mit Hin- und Rückrunde. „Wir fangen zwar später an, aber letztlich können wir uns doch auch bis Ende Juni Zeit geben. Letztlich sprechen wir von drei Mannschaften mehr“, erklärt er nach der zweistündigen Konferenz. Staffelleiter Reinhold Spohn habe sich ebenso klar für die eingleisige Oberliga positioniert.

Sollte das Thema Corona noch einmal für eine Unterbrechung oder gar einen Abbruch sorgen, so sei es letztlich egal, welche Variante man spiele. „Sollte es gelingen, eine komplette Hinrunde zu spielen, so könnte man diese doch werten“, so Kondring. Für andere Fälle könnte man vorab Maßnahmen in den Durchführungsbestimmungen festlegen. Ein Vorteil zur Lage in der Vorsaison.

Drei Absteiger sind sicher

Zu den Durchführungsbestimmungen gab es erste Informationen von Reinhold Spohn. So soll es drei statt zwei fixe Absteiger geben. Die Zahl könnte sich durch die Entwicklung in der Regionalliga West traditionell erhöhen. Mit einem Mehr an Absteigern war zu rechnen, da die übliche Klassenstärke von 18 Vereinen mittelfristig wieder hergestellt werden soll.

Ebenso stimmten sich die Vereine dahingehend ab, dass dem Gast zunächst im Zuge der Einschränkungen der Corona-Schutzverordnung 50 Plätze zugestanden werden sollen, um eine Rückverfolgbarkeit sicherzustellen. „Dazu zählen auch Mannschaft und Funktionsteam“, berichtet Kondring.

Entscheidung bis zum 31. Juli

Der endgültige Beschluss über den Modus der Saison 2020/21 wird nun am 31. Juli verkündet. „Bis Montag darf jeder Verein offiziell seine Stimme für das von ihm bevorzugte Modell beim Verband abgeben“, erklärt Kondring. Dann entscheidet die Mehrheit. Sonderwünsche hinsichtlich von Ansetzungen könnten die Vereine ebenso bis Ende des Monats anmelden.

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