Ein vermeintliches Handspiel von Felix Mensing (l.) führte in der vergangenen Woche zum Elfmeter, der die SpVgg Vreden um ihren ersten Saisonsieg brachte. © Sascha Keirat
Fußball-Oberliga

„Offener Schlagabtausch“: Vredener wollen sich in Münster belohnen

Bei Preußen Münster II erwartet die SpVgg eine offensive Oberliga-Begegnung. Im Vorfeld stehen aber einige Fragezeichen.

Nach drei Spieltagen wartet die SpVgg Vreden noch auf ihren ersten Sieg in der neuen Oberliga-Saison. Nachdem das Team schon am vergangenen Sonntag ganz kurz davor stand, soll nun im Gastspiel beim SC Preußen Münster II am Sonntag der Bann gebrochen werden.

„Wir bekommen viel Lob für unsere Spielweise, bisher von allen gegnerischen Trainern“, sagt Engin Yavuzaslan. „Jetzt hoffe ich einfach, dass meine Jungs sich auch mal dafür belohnen können.“ Vergangene Woche im Heimspiel gegen den TuS Erndtebrück schienen die drei Punkte schon zum Greifen nah, dann aber brachte ein umstrittener Handelfmeter wenige Minuten vor Spielende die Blau-Gelben um den Lohn ihrer Bemühungen. „Normalerweise ist es ein Ritual von mir, mir abends nach dem Spiel direkt das Video anzuschauen. Danach war mir letzte Woche aber nicht zumute“, so der Trainer.

Jung und taktisch gut

Nach den ersten drei Spielen, in denen die Vredener auf grundsätzlich sehr defensiv eingestellte Gegner getroffen sind, erwartet Yavuzaslan am Sonntag in Münster eine andere Aufgabe: „Die Preußen haben eine junge, taktisch gut geschulte Mannschaft, die genau wie wir nach vorne spielen will. Es könnte also ein offener Schlagabtausch werden. Ich hätte nichts dagegen.“ Die Münsteraner stehen übrigens nach den ersten drei Begegnungen bei vier Punkten.

Bei den Blau-Gelben stellt sich die Frage, mit welchem Personal sie die Aufgabe auf dem Kunstrasen am Berg Fidel angehen werden. Zu den ohnehin schon Verletzten sind weitere gekommen: Timo Grabowsky wird mit einer Rippenprellung fehlen, Maximilian Hinkelmann konnte nach seiner Auswechslung vergangenen Sonntag wegen einer Platzwunde unter der Woche nur ohne Kontakt trainieren – Einsatz fraglich. Gleiches gilt für Niklas Niehuis mit Rückenproblemen.

Yavuzaslan sagt: „Uns fehlt mittlerweile eine gute Oberliga-Elf, aber wir beklagen uns nicht und fahren top-motiviert nach Münster.“

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Sportredaktion Ahaus

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