Jana Schlettert (r.) ist eine der Spielerinnen, die künftig weiter auf hohem Niveau im Volleyball aktiv sein werden, dann allerdings im Trikot des RC Borken-Hoxfeld. © Sascha Keirat
Volleyball

Offiziell: RC Borken-Hoxfeld übernimmt Oberliga-Startrecht vom VfL Ahaus

Das erste Volleyballteam des VfL Ahaus zieht sich offiziell aus der Oberliga zurück. Einige Aktive erhalten weiter die Chance, Oberliga zu spielen. Beim VfL plant man parallel die Zukunft.

Im April hatte die Volleyballabteilung des VfL Ahaus angekündigt, dass die Oberliga-Zeit mit Beginn der neuen Saison 2021/22 ein Ende nehmen könne. Jetzt hat der Verein erste Fakten geschaffen. „Das Startrecht in der Oberliga ist auf den Verein RC Borken-Hoxfeld übertragen worden“, bestätigt Abteilungsleiter Manfred Schlettert. Neben den Skurios Volleys in der Zweiten Liga sowie der Regionalligaauswahl des RC gibt es in der Kreisstadt künftig eine zusätzliche Auswahl in der Oberliga.

Angeschlossen hat sich den Borkenerinnen gleichzeitig eine Handvoll Aktive aus Ahaus, unter anderem langjährige Stützen wie Jana Schlettert, Annika Dresemann und Sophia Bartholme, wie Schlettert mitteilt und RC-Abteilungsleiter Bernd Rudde bestätigt. Das Quintett erhält dort entsprechend die Möglichkeit, weiter auf hohem Niveau Volleyball zu spielen. „Die eine oder andere wird womöglich gar in der Regionalliga angreifen können“, denkt Schlettert. Grundsätzlich plane der RC, um dieses Gerüst herum eine neue Mannschaft für die Oberliga aufzubauen, erklärt Bernd Rudde.

Über die Zukunft der Mannschaften im VfL Ahaus hat man dagegen noch nicht abschließend beschlossen. Fakt ist: Weitere, bisherige Oberligaspielerinnen stehen aus verschiedenen Gründen nicht mehr zur Verfügung, zum Beispiel wegen Hausbaus oder auch Studium. Das hatte Manfred Schlettert bereits im April angekündigt. Fix hätte der VfL über seine zweite und dritte Mannschaft Startplätze in der Bezirks- und Kreisliga.

Fokus wird auf Ausbildung und Nachwuchsarbeit gelegt

Mit dem anlaufenden Training nun – „bestenfalls im Freien“ – werde man sich einen Überblick verschaffen und „alles einordnen“, gerade nach dem langen Lockdown eine Herausforderung. Ziel sei es vor allem, den Spielerinnen der Seniorenteams und den eigenen Nachwuchskräften eine Perspektive zu bieten. Auf die Ausbildung werde weiter großer Wert gelegt, so sei sogar geplant, eine U15 zusätzlich zu melden. „Auch da müssen wir schauen, ob und wie das umsetzbar ist“, so Schlettert.

Ebenso werde ein Fokus auf die Ausbildung im Trainerbereich gelegt werden. Vor allem, um den aktuellen Coach der Reserve, Pavel Ivanov, zu unterstützen. Sebastian Förster, Trainer der Ersten, hatte dem Verein frühzeitig mitgeteilt, dass er zur kommenden Spielzeit nicht mehr zur Verfügung steht.

Die Spielerinnen, die den Weg nach Borken gesucht haben, seien seit einigen Wochen bereits wieder voll im Training. Dabei hatte der RC Borken-Hoxfeld zuletzt einen Rückschlag verdauen müssen: Trainerin Danuta Brinkmann hatte kurzfristig ein Angebot des österreichischen Erstligisten Bisamberg Volleys Hollabrun angenommen. Brinkmann war im August 2018 zum RC gestoßen, hatte im Sommer 2020 die zweite Damenmannschaft als Aufsteiger in die Regionalliga übernommen und diese bis zum Saisonabbruch auf Platz zwei geführt.

„Wichtig ist, dass alle wieder Sport ausüben dürfen“

Zusätzlich war sie auch für das Training der dritten Mannschaft und diverser Jugendteams zuständig. Brinkmanns Tochter Annika, wohnhaft in Oeding, suchte hingegen den Weg zurück ins Borkener Zweitligateam (wir berichteten).

Manfred Schlettert richtet den Blick derweil nach vorne: „Wichtig ist es jetzt erst einmal, dass alle wieder Sport ausüben dürfen. Und das mit viel Spaß.“ Das Potenzial für die Bezirksliga werde man aufbauen können, davon ist er überzeugt. Und man habe Geduld, das kann man auch noch: Der Saisonstart ist in den Oktober verschoben.

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