Eintracht-Trainer Frank Wegener lobte sein Team, das gegen Vorwärts Wettringen 60 Minuten in Unterzahl spielte und beinahe dennoch gewonnen hätte. © Angelika Hoof
Fußball-Landesliga

Später Jubel, noch späterer Ausgleich – bravouröse Eintracht spielt 1:1

Der Jubel war groß, als David Farwick in letzter Minute noch den vermeintlichen Siegtreffer für Eintracht Ahaus erzielte. Die Gastgeber sahen sich schon mit drei Punkten für eine bravouröse Leistung belohnt.

Doch Vorwärts Wettringen bekam in den letzten zwei Minuten noch diese eine Chance, die zum 1:1 führte. Thomas Hils wurde als Wettringer Torschütze angegeben.

„Eigentlich sind wir mit diesem Unentschieden sehr zufrieden“, erklärte Eintracht-Coach Frank Wegener nach dem Flutlichtspiel am Freitagabend. Aber wieso der Zusatz „eigentlich“?

Den Sieg vor Augen

Wegener erläuterte: „Weil wir über 60 Minuten in Unterzahl gekämpft haben, meine Mannschaft alles gegeben hat. Dann ist das Ergebnis erst mal gut und dieser Punkt mehr als verdient. Aber wenn man dann so spät trifft und den Sieg schon vor Augen hat, ist es um so ärgerlicher, wenn der Gegner noch zum Ausgleich kommt.“

Fakt ist, dass die Ahauser Eintracht auch nach dem vierten Spieltag in der Landesliga ungeschlagen geblieben ist und vor etwa 200 Zuschauern eine engagierte, leidenschaftliche abgeliefert hat.

„Das ist unfassbar gut“

„Unglaublich, was die Jungs da abgerissen haben. Davor ziehe ich meinen Hut“, betonte Wegener. „Das ist unfassbar gut, was wir, aber auch jeder einzelne da in die Waagschale wirft.“

Ausgeglichen verlief der erste Durchgang. Wettringens beste Chance vereitelte Eintracht-Keeper Nico Schemmick, als er einen Ball aus fünf Meter parierte. „Den hält er überragend“, bestätigte Wegener. Auf der Gegenseite hatte Jan Kröger den Ball schon am Vorwärts-Torhüter vorbei gespitzelt, aber die Lederkugel wurde noch weggegrätscht.

Unglückliche Entscheidung

Ein emotionaler Aufreger war die Ampelkarte gegen Till Dresemann. „Eine sehr unglückliche Entscheidung“, kommentierte Wegener den Platzverweis gegen seinen Sechser. „Die erste Gelbe Karte war okay, die zweite überhaupt nicht. Ein Allerweltsfoul, nichts, wofür es eine Karte geben muss.“ Damit hatten die Gastgeber noch 62 Minuten plus Nachspielzeit in Unterzahl vor sich.

Um so überraschender entwickelte sich der Spielverlauf. Durchgang zwei gehörte der Eintracht, es entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor – auf das der Gäste.

„Wir waren die spielbestimmende Mannschaft, auch in Unterzahl“, berichtete Wegener und listete Chancen für Jonathan Noack, dessen Fernschuss nur knapp das Tor verfehlte, und zweimal Lennart Varwick auf. Einmal parierte Wettringens Keeper großartig, dann strich ein Kopfball des Ahausers knapp über die Latte.

Farwick am zweiten Pfosten

Schließlich war David Farwick in der 90. Minute zur Stelle. Nach einem Eckball von Jens Büsker, der verlängert wurde, stand Farwick am zweiten Pfosten goldrichtig und traf zum 1:0. Unglücklich der Ausgleich zwei Minuten später: „Ein echtes Slapstick-Tor. Schade“, sagte Wegener, machte aber niemandem einen Vorwurf. „Das war einfach Pech.“

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