Erstmals gemeinsam für den SC Südlohn auf dem Platz standen die Krüchting-Brüder Alexander, Jörg und Markus (v.l.). © privat
Fußball

Südlohner Krüchting-Trio sorgt für stolze Eltern

Die drei Brüder Alexander, Jörg und Markus Krüchting haben erstmals zusammen auf dem Platz gestanden. Das hat für Freude gesorgt. So schnell wird das Trio allerdings nicht wieder gemeinsam auflaufen.

Wer sich für Fußball in Südlohn interessiert, der ist in den vergangenen Jahren am Namen Krüchting nicht vorbeigekommen. Das liegt nicht nur an Markus „Jogy“ Krüchting (32), der beim SuS Stadtlohn bis zur Oberliga gespielt hat, sondern auch an seinen ebenfalls talentierten Brüdern Jörg (34) und Alexander (29).

Während Jörg, mittlerweile Spielertrainer beim SC Südlohn, und Alexander bereits seit einiger Zeit gemeinsam für die erste Mannschaft in der Kreisliga A kicken, kamen sie am Sonntag im Testspiel gegen den TuS Velen erstmals in den Genuss, gemeinsam mit ihrem Bruder Markus das weiß-schwarze Trikot zu tragen und für ihren Heimatklub auf dem Platz zu stehen.

Sogar die Mutter kam mit ins Stadion

Diese Gelegenheit ließen sich auch die Eltern Brigitte und Josef nicht entgehen. „Sogar meine Frau ist mitgekommen, obwohl sie sonst fast nie zum Fußball geht“, erklärt Vater Josef Krüchting. Er versammelte seine drei Jungs vor dem Anpfiff auch direkt zum Erinnerungsfoto – wer weiß, wann sich dieses Motiv mal wieder anbietet.

Die Eltern Brigitte und Josef Krüchting
Die Eltern Brigitte und Josef Krüchting © privat © privat

Noch gut erinnern sich die Eltern an die Kindheit ihrer Söhne, die unweit des Südlohner Roncallistadions an der Doornte aufgewachsen sind. „Immer wenn man sie gesucht hat, musste man nur auf dem Sportplatz nachgucken, da waren sie dann zu finden“, erzählt Josef Krüchting. Dadurch hätten die Brüder viel gelernt für ihre Fußballlaufbahn.

Aber auch durch die Familie hätten sie einige Grundlagen mitbekommen, wie Josef Krüchting sagt: „Vor allem von meiner Frau, die immer sehr sportlich war und vor allem in der Leichtathletik erfolgreich.“ Außerdem habe er einen Onkel gehabt, der in den Nachkriegsjahren einer der besten Fußballer in Südlohn gewesen sei. „Ich selbst habe zwar auch lange gespielt, aber immer nur in der zweiten Mannschaft. Von mir haben sie es also nicht unbedingt“, sagt der Vater mit einem Lachen.

Jörk Krüchting ist mittlerweile auch als Trainer beim SC Südlohn aktiv.
Jörk Krüchting ist mittlerweile auch als Trainer beim SC Südlohn aktiv. © Raphael Kampshoff © Raphael Kampshoff

Die drei Söhne haben alle beim SC‘28 mit dem Vereinsfußball angefangen, früher oder später aber auch mal über den Tellerrand hinausgeschaut. So schnürte Alexander Krüchting in der Jugend einige Jahre lang die Schuhe für die SpVgg Vreden, Jörg als Senior für die SG Borken und Markus, wie erwähnt, lange für den SuS Stadtlohn und zuletzt als Spielertrainer beim VfB Alstätte.

Vorübergehend wieder vereint

Vorübergehend sind sie nun also wieder im Roncallistadion vereint. Im Spiel gegen Velen (3:3) war der gemeinsame Auftritt aber schon nach zehn Minuten beendet: Jörg Krüchting zog sich eine Bänderverletzung zu, musste ausgewechselt werden und wird wohl einige Wochen nicht spielen können.

Und sein Bruder Markus versteht das laufende Spieljahr eher als Auszeit, will sich mehr Zeit für die Familie nehmen und wird daher nicht bei jedem Training oder Spiel dabei sein. Wie oft die drei also noch gemeinsam auf dem Platz stehen werden, ist derzeit unklar. Doch wenn es soweit ist, kommen vielleicht auch die Eltern wieder zum Familientreffen ins Stadion.

Markus Krüchting (l.), hier im Juni 2019 im Trikot des VfB Alstätte als Gegenspieler seines Bruders Alexander
Markus Krüchting (l.), hier im Juni 2019 im Trikot des VfB Alstätte als Gegenspieler seines Bruders Alexander © Johannes Kratz © Johannes Kratz
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Sportredaktion Ahaus

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