Bereits von seinem neuen Klub eingekleidet: Timo Scherping © Vorwärts Epe
Fußball-Bezirksliga

Timo Scherping hat klare Vorstellungen für Vorwärts Epe

Unterstützung bekommt der neue Vorwärts-Trainer Timo Scherping auch von seinem Vater Josef, obwohl der ein Ur-FCer, ein Blauer, ist. Selbst ein Besuch am Wolbertshof ist nicht ausgeschlossen.

Wenn Timo Scherping im kommenden Jahr seine erste Stelle als Spielertrainer antritt, ist er 34 Jahre alt. „Da kann ich noch ein paar Jahre spielen. Ich fühle mich körperlich fit und kann meiner Mannschaft auf dem Platz noch einiges geben“, erklärt der zukünftige Trainer von Vorwärts Epe.

Seit zwei Monaten ist Scherping, der in Rheine bei der Firma KTR (Kupplungs-Technik) im Vertrieb tätig ist, auch im Besitz der Trainer-B-Lizenz. „Da wurde bevorzugt Regional- und Oberligaspielern ein sechstägiger Crashkurs in Münster angeboten“, nutzte er kürzlich diese günstige Gelegenheit.

Klare Vorstellungen hat Scherping, der viele Trainer in seiner langen Laufbahn erlebt hat, von seiner zukünftigen Aufgabe. „Vor allem will ich meinen eigenen Weg gehen“, betont er. „Wichtig ist mir, dass wir eine gute Gemeinschaft auf und neben dem Platz haben, Teamgeist entwickeln, mit Freude zum Fußball gehen und eine gute Atmosphäre schaffen.“

Obwohl er die Mannschaft in den letzten zwei Jahren nicht auf dem Platz gesehen hat, ist Scherping von der fußballerischen Qualität seines zukünftigen Teams überzeugt. „Auch wenn da jetzt noch nicht alles geklärt ist, sind mir viele doch vom Namen her ein Begriff.“ Und Scherping verdeutlicht gleich, mit welchen Ambitionen er am Wolbertshof antritt: „Ich will nicht um die goldene Ananas mitspielen. Wir wollen möglichst lange oben dran bleiben und attackieren, wenn das möglich ist.“ Timo Scherping ist eben ein Stürmer.

Kein Problem für Vater Josef

Unterstützung bekommt er auch von seinem Vater Josef, obwohl der ein Ur-FCer, ein Blauer, ist. „Der hat kein Problem, dass ich die Grünen trainiere“, lacht Timo Scherping. „Er freut sich für mich, sagt, das sei doch eine coole Aufgabe.“ Der Familienfrieden bleibt also gewahrt. „Das gibt keinen Stress, obwohl wir uns natürlich gegenseitig foppen.“ Sogar am Wolbertshof erwartet der zukünftige Vorwärts-Coach seinen Vater. „Aber einen grünen Schal wird er wohl nicht tragen.“ Wäre das nicht ein prima Geschenk zu Weihnachten?

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