Unter anderem hat Stefan Engbers vom RV Südlohn-Oeding für das Late-Entry in Stadtlohn genannt. © Raphael Kampshoff
Reitsport

Trotz Lockdowns: In Stadtlohn springen am Freitag die Pferde

Während die meisten Vereine schon seit Monaten keine Turniere mehr ausgerichtet haben, finden Springereiter trotz des Lockdowns Möglichkeiten. So zum Beispiel am Freitag in Stadtlohn.

Die Homepage der Turnierorganisation Bernhard Hessling aus Rhede bietet Reitsport-Interessierten einen Überblick über das ganze Jahr, wann welches Reitturnier in der Region stattfindet. Im Januar 2021 herrscht hier aber gähnende Leere. Mit einer Ausnahme: Ein Late-Entry-Springen ist für Freitag, 22. Januar, auf dem Hof Schulze-Erning am Losberg in Stadtlohn angekündigt.

Grundsätzlich verbietet die Coronaschutzverordnung NRW derzeit die meisten Sportveranstaltungen. „Der Freizeit- und Amateursportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen […] ist unzulässig“, heißt es in Paragraf 9 der Verordnung.

Nur Berufsreiter zugelassen

Eine Ausnahme stellt aber der Profisport dar. Wettbewerbe in Profiligen, im Berufsreitsport und Pferderennen sowie andere berufsmäßige Sportausübung sind zulässig, so die Verordnung. Und darunter fällt das Turnier in Stadtlohn, für das nur Berufsreiter mit der „Option B“ zugelassen sind. Stand Dienstag haben sich 38 Reiter für das Turnier angekündigt, darunter auch Starter aus Ahaus, Stadtlohn, Legden und Südlohn.

Für die Ausrichtung muss der Veranstalter den zuständigen Behörden (Ordnungsamt/Gesundheitsamt) vorher ein Hygienekonzept vorlegen und während der Veranstaltung strikte Bestimmungen zur Minimierung eines Infektionsrisikos einhalten.

Zu diesen Bestimmungen zählt, dass keine Zuschauer zu der Veranstaltung zugelassen sind – jeder Teilnehmer darf allerdings eine Begleitperson mitbringen. Das teilt der Veranstalter den Teilnehmern auch in der Turnier-Ausschreibung mit und verweist dort auf die gängigen Regeln wie Abstand und Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung (außer auf dem Pferd). Die Anwesenheit aller Menschen auf dem Veranstaltungsgelände soll protokolliert werden.

An den Kosten, die für die Organisation und Durchführung des Turniers anfallen, sollen sich auch die Teilnehmer beteiligen. So muss jeder eine „Corona-Hygieneabgabe“ von zehn Euro entrichten. Die Preisgelder in den insgesamt fünf Prüfungen der Klassen A* bis M* werden laut Ausschreibung zu 75 Prozent ausgezahlt. Siegerehrungen entfallen und es wird keine Preisschleifen geben.

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Sportredaktion Ahaus

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