TuS Wüllen geht zu Hause baden

Die Roten aus Ellewick nahmen die Punkte von der gronauer Laubstiege mit. © Angelika Hoof
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Kreis. Mit vier Punkten nach dem zweiten Spieltag sieht es für Bezirksliga-Absteiger ASV Ellewick ordentlich aus. Der SC Südlohn hat seiner Austakt-Pleite in Südlohn den ersten Sieg ergattert. Einen Rückschlag hat dagegen der TuS Wüllen erlitten.

Fortuna Gronau – ASV Ellewick 2:3
„Durch zwei Fehler haben wir uns selbst um den Erfolg gebracht“, sagte Fortunas Gronaus Trainer Carsten Minich nach der 2:3-Heimniederlage gegen den ASV Ellewick. „In der ersten Halbzeit hatten wir alles im Griff“, betonte er. Torjäger Marcel Bösel hatte einen Strafstoß sicher zur Führung genutzt (15.). Kurz vor dem Seitenwechsel führte nach einem Eckball ein „super Kopfball“ durch Marius Abbing zum Ellewicker Ausgleich.

In den zweiten 45 Minuten profitierten die Gäste von zwei Patzern der Gastgeber. Simon Krandick (54.) und erneut Abbing ließen den ASV über eine 3:1-Führung jubeln. „Dann haben wir gepennt“, ärgerte sich Minich. Mit einem perfekten Schuss in den Winkel verkürzte Rick Vügteveen zehn Minuten vor dem Abpfiff auf 2:3. .

Vorwärts Epe II – SC Südlohn 0:3
Den sprichwörtlichen Dosenöffner betätigten die Südlohner erst in der 66. Minute. Da kam ihre größte Stärke an diesem Tag zum Tragen: die Standards. Nach einer Ecke war Jens Osterholt mit dem 0:1 zur Stelle. Nach schöner Kombination fand Marco Doods seinen Mitspieler Andre Schley, der auf 0:2 stellte (73.) und für den Endstand sorgte Alexaner Krüchting mit einem Schuss in den Winkel (84.). „Nach ausgeglichener erster Halbzeit hatten wir am Ende mehr Kräfte“, kommentierte Südlohns Trainer Jörg Krüchting. Epes Dominik Buß meinte: „Wir haben es versäumt, in der ersten Hälfte in Führung zu gehen.“ Außerdem kritisierte er, dass Südlohns Nils Sterken nach vermeintlichem Kopfstoß gegen Jan Engemann nicht schon vor der Pause die Rote Karte gesehen hatte.

TuS Wüllen – FC Epe II 0:4
Sechs Chancen, vier Tore – die Eperaner um ihr Sturmduo Amandip Singh/Robert Hinkelmann zeigten den Wüllenern, was Effektivität bedeutet. „Sicher war Wüllen fußballerisch einen Tacken besser, aber wir haben das im Kollektiv und mit unserer Effektivität wettgemacht. Der Sieg ist aber sicher ein wenig zu hoch ausgefallen“, räumte Epes Co-Trainer Jan-Bernd Hilbring ein. Seine Mannschaft lag schon Pause mit 3:0 vorn. Singh verwandelte einen Elfmeter nach Foul an ihm selbst (8.), Hinkelmann stocherte den Ball nach Angriff über die rechte Seite zum 0:2 über die Linie (28.) und erneut Singh traf zum 0:3 ins Eck (33.). Das Wüllener Anrennen blieb auch nach der Pause ohne Lohn, Dominik Hüls ließ die dickste Chance aus. Statt des 1:3 machte Hinkelmann nach einem Konter den Deckel endgültig drauf (75.).