Die Leichtathleten des TV Vreden kehren langsam in den Trainingsbetrieb zurück. Die aktuelle Coronaschutzverordnung erlaubt das Einzeltraining unter Auflagen. Zunächst steht Grundlagenarbeit an. © privat
Leichtathletik

TV-Leichtathleten starten ins Einzeltraining – der Trainer ist gespannt

Über vier Monate lag auch das Leichtathletiktraining beim TV Vreden auf Eis. Unter Auflagen kann nun das Einzeltraining wieder aufgenommen werden. Für den Verein ein erster Schritt.

Es ist zumindest ein wenig Licht am Ende des Tunnels zu sehen – auch bei den Leichtathleten des TV Vreden. Exakt am heutigen Samstag starten die ersten Sportler in das aktuell gestattete Einzeltraining. Dies unter den strengen Erfordernissen der aktuellen Coronaschutzverordnung mit entsprechenden zeitlichen Abständen. Viel Aufwand – aber für Lukas Reimann, Trainer U18 bis U23 im Leistungsbereich „Wurf & Technik“, lohnt sich dieser: „Die Vorfreude ist einfach riesig.“

Vier Monate ist auch bei den Leichtathleten des TV Vreden nichts gelaufen. „Das war für einige Athleten schon hart“, berichtet Reimann. Wöchentliche Trainingspläne seien verschickt worden, doch diese könnten letztlich das Training im Stadion nicht ersetzen. „Die Sportler brauchen die Gruppe – auch für die Motivation“, erklärt Reimann. Nachdem das Einzeltraining seit dem 22. Februar in Aussicht gestellt worden war, hat der TV Vreden mit der Kommune ein angepasstes Hygienekonzept abgestimmt.

Die Teilnahme am Einzeltraining wurde allen freigestellt. „Wir haben alle Sportler ab 15 Jahren abgefragt, auch im Nichtleistungsbereich“, so Reimann. Insgesamt zwölf Sportler haben sich Termine gesichert. Das könne man mit hoher Verantwortung auch organisieren, so Reimann. „Es ist ein erster Schritt“, wie Abteilungsleiterin Anna Volks betont. Jeder der Sportler könne vorerst eine Stunde pro Woche buchen.

Trainer erwartet einen „spannenden Auftakt“

Wie groß der Nachholbedarf ist, darauf ist der Trainer selbst gespannt. Was das Sporttreiben an sich angeht, da lieferte die beachtliche Resonanz auf den virtuellen Volkslauf des TV Vreden einen Beleg dafür, „dass das Bedürfnis groß ist“, so Reimann. Lukas Reimann hat als Trainer natürlich auch den sportlichen Aspekt im Blick. Wie sehen die Grundlagen in Sachen Kraft aus? Und wie steht es um die Technik nach so langer Pause? „Das wird schon spannend – auch für mich als Trainer“, so Reimann.

Und der Trainer spannt den großen Bogen: „Wir dürfen nicht vergessen: In der Leichtathletik werden die Grundlagen für die Saison im Winter gelegt“, sieht Lukas Reimann auch deshalb der kommenden Saison eher entspannt entgegen – sofern wieder Wettkämpfe stattfinden werden: „Wir schauen erst einmal: Wer möchte welche Ziele in diesem Jahr erreichen? Und dann arbeiten wir ganz fokussiert darauf hin.“ Da müssten die Trainer schon das gewisse Fingerspitzengefühl an den Tag legen, weiß Anna Volks.

Für Trainer Lukas Reimann (r.) geht es zunächst vor allem darum, sich ein Bild vom aktuellen Leistungsstand zu machen. Sportliche Ambitionen würden nach so langer Pause erst einmal hinten angestellt.
Für Trainer Lukas Reimann (r.) geht es zunächst vor allem darum, sich ein Bild vom aktuellen Leistungsstand zu machen. Sportliche Ambitionen würden nach so langer Pause erst einmal hinten angestellt. © privat © privat

Zu den Rahmenbedingungen, mit denen die Aktiven planen müssen, zählen auch die Wettkämpfe, von denen es 2020 zumindest ein paar noch gegeben hatte. So wie die Westfalenmeisterschaften, die für den TV Vreden erfolgreich verlaufen waren. Was 2021 bringen wird, das gleicht immer noch einem Blick in die Glaskugel. Lukas Reimann beschäftigen neben Wettkämpfen und Meisterschaften auch Dinge wie Qualifikations- oder Kadernormen.

Weiterhin wenig Planungssicherheit gegeben

„Irgendwann wird der Zeitrahmen eng“, weiß er. Zum anderen sorge der Umstand, dass Bundes- und Landeskaderathleten an Bundes- oder Landesleistungsstützpunkten zum Beispiel weitertrainieren durften, dafür, dass „die Schere sicher größer geworden“ ist, ergänzt Anna Volks.

Dass ab der kommenden Woche vor allem die jüngsten Sportler bis 14 Jahre in Gruppen unter Auflagen und Aufsicht gemäß neuer Coronaschutzverordnung NRW aktiv werden dürften, das findet auch Lukas Reimann sinnvoll und gut: „Wir müssen sicher im Leistungsbereich aufholen nach so langer Pause, aber wir brauchen dringend auch den Unterbau in allen Bereichen für die kommenden Jahre.“

Umso wichtiger wären Perspektiven – immer unter dem Vorbehalt, die Schritte verantworten zu können. „Letztlich wollen doch auch wir alle erst einmal gesund bleiben.“

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