Ob es für den verlustpunktfrei in die Saison gestarteten TV Vreden in dieser Saison noch einmal ernst werden könnte, steht mehr denn je in den Sternen. Jonas Abbing (3.v.l.) und Mitspieler müssten für eine freiwillige Aufstiegsrunde erst einmal in den Trainingsbetrieb zurückkehren dürfen. © Johannes Kratz
Handball-Landesliga

TV Vreden liegt noch keine Anfrage für Aufstiegsrunde vor: „Aktuell Utopie!“

Jüngst noch hatte der Handballverband Westfalen die Idee einer freiwilligen Aufstiegsrunde im überkreislichen Bereich betont. Einen offiziellen Vorstoß gibt es noch, wohl nicht ohne Grund.

Auch wenn es die jüngste Entwicklung kaum denkbar erscheinen lässt – der Handballverband Westfalen (HVW) hat die Tür für eine mögliche Aufstiegsrunde auf freiwilliger Basis im überkreislichen Bereich noch nicht ganz zugeschlagen. Dies im Gegensatz zu den Kreisen und Bezirken, die neben dem Abbruch der offiziellen Runde auch hinter ein mögliches Alternativprogramm einen Haken gemacht haben. Sprich: Es gibt keine Auf- und Absteiger, die Spielzeit 2021/22 beginnt bei null.

Auch in den Spielklassen, in denen unter der Regie des Handballverbands Westfalen (HVW) gespielt wird (Oberliga, Verbandsliga, Landesliga), ist bekanntlich eine Saisonfortsetzung im ursprünglichen Sinne vom Tisch – auch hier gibt es laut dem Beschluss des HVW-Präsidiums keine Absteiger. Aufstiegswilligen Mannschaften wolle man aber durchaus eine Möglichkeit schaffen, diese Ambition unter Beweis zu stellen, hatte Wilhelm Barnhusen, Vorsitzender des HVW, kürzlich mitgeteilt (wir berichteten) – allerdings vor den Entwicklungen der laufenden Woche. Zum Modus solcher Aufstiegsrunden und zum Zeitraum, wann sie ausgespielt werden sollen, könne man aber immer noch nichts sagen, das hänge auch von der Anzahl der Mannschaften ab, die sich anmeldeten.

Steinkamp richtet den Blick auf kommende Saison

Im Verbreitungsgebiet der Münsterland Zeitung ist allein der Landesligist TV Vreden bei den Herren betroffen. Für Trainer Frank Steinkamp ist die Idee einer freiwilligen Runde zur Ermittlung von Aufsteigern weit weg. Eine offizielle Anfrage seitens des Verbandes habe der Verein auch noch gar nicht vorliegen. „Sollte sie noch kommen, werden wir uns damit beschäftigen. Jeder will gerne wieder spielen, aber aktuell spricht wenig dafür“, so der Coach. Gerade die Zahlen im Kreis Borken bereiteten ihm Sorgen, er rechnet vielmehr mit einer steigenden Tendenz.

Frank Steinkamp erkennt zudem eine weitere Problematik: die Sporthallen. Und er spielt dabei nicht auf die grundsätzliche Öffnung für den Vereinssport als primäres Erfordernis an. Erste Kommunen belegten diese gerade alternativ, um den Schulbetrieb zu entzerren. „Vielfach sind dort auch Impfzentren eingerichtet worden“, erklärt Steinkamp.

Und so könnte die Organisation einer freiwilligen Aufstiegsrunde eine weitere unüberwindbare Hürde darstellen. Frank Steinkamp bleibt bei seiner Ansicht: „Wir können froh sein, wenn wir im August vielleicht wieder an Handball in der Halle denken dürfen.“ Alles andere bleibe wohl „Utopie“…

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