Mit diesen Spielerinnen und denen, die bei Test gegen Rhade noch gefehlt haben, startet Union Wessum den nächsten Angriff auf die Westfalenliga. © Johannes Kratz
Fußball: Frauen-Landesliga

Union Wessum: In dieser Saison soll der große Wurf gelingen

Zu den Topteams der Landesliga zählt Union schon länger. In der Abbruch-Saison 20/21 gewann das Team all seine Spiele. Daran will das Team, das sich weiter verstärkt hat, nun anknüpfen.

Frauen und Mädchen spielen beim Sportverein Union Wessum schon seit vielen Jahren Fußball. Heute zählt die Frauen- und Mädchenfußballabteilung der Union zu den größten im Fußballkreis Ahaus-Coesfeld.

Zur neuen Spielzeit 2021/22 haben die Wessumer drei Frauen- und sechs Mädchenmannschaften zum Spielbetrieb angemeldet. Das dritte Frauenteam kickt in der Kreisliga B, die Reserve spielt in der Bezirksliga um Punkte und die erste Frauenmannschaft zählt schon seit ein paar Jahren zu den Spitzenkräften in der Landesliga.

Rückblick

„Die Wessumer Frauen haben in der vergangenen Serie einen richtigen Entwicklungssprung nach vorn gemacht“, sagt Trainer Marco Leimbach. „Bis zur Annullierung haben wir eine perfekte Saison gespielt.“ Fünf Partien haben die Union-Frauen hinter sich bringen können und alle fünf auch gewonnen. Dabei hat die Wessumer Elf 26 Tore erzielt und musste nur ganze zwei Gegentreffer hinnehmen. „Das ist aus Union-Sicht schon bitter, dass die Saison 20/21 wegen Corona nicht weitergespielt werden konnte. Wir wären am Ende ganz weit vorn gelandet und hätten mit GW Nottuln um den Meistertitel gespielt“, ist sich der Union-Coach sicher.

Personal

Die Union-Frauen gehen mit einem Kader von 22 Feldspielerinnen und drei Torfrauen das neue Spieljahr an. „Wir werden aber noch ein paar Spielerinnen an die anderen beiden Union-Mannschaften abstellen. Eine der drei Torfrauen wird mit Sicherheit in der Bezirksliga spielen“, erklärt Leimbach. „Wir wollen auch in der neuen Serie dafür Sorge tragen, dass alle Fußballerinnen auch um Punkte spielen können.“

Nicht mehr dabei aus dem Kader der Vorsaison ist Eva Vörding, sie hat sich beruflich verändert und ist umgezogen. Drei Spielerinnen sind zur Union gewechselt. Mittelfeldspielerin Christin Schulze Beikel hat bislang beim SuS Legden gespielt, Jule Strohmeyer ist von Fortuna Gronau zu ihrem Ex-Verein zurückgekehrt und die Wessumerin Kristin Herbers war zuletzt bei den B-Juniorinnen des SSV Rhade.

Mannschaft

„Meine Mannschaft ist mindestens genauso stark wie in der Vorsaison. Ich glaube aber, wir haben noch einen weiteren Schritt nach vorn gemacht“, ist der Union-Trainer vom Leistungsvermögen seiner Spielerinnen überzeugt. „Durch unsere Neuzugänge sind wir in der Breite besser besetzt und dadurch in der Lage, eventuelle Ausfälle gleichwertig auf allen Positionen ersetzen zu können. Das ist ein großes Plus.“

Als Teamstärken sieht Leimbach die mannschaftliche Geschlossenheit, eine gute Kondition und Ballsicherheit. „Manchmal können wir die Konzentration nicht über 90 Minuten aufrecht halten. Da müssen wir uns noch verbessern“, meint der Union-Coach.

Trainer Marco Leimbach mit den Neuzugängen Jule Strohmeyer, Kristin Herbers und Co-Trainer Heiko Robra (v.l.). © Johannes Kratz © Johannes Kratz

Trainer

Marco Leimbach hat selbst auf der Torhüterposition im Landesverband Thüringen bei Erfurter Vereinen Fußball gespielt. Einzige Spielerstation in Westfalen war der SuS Stadtlohn. Seinen ersten Trainerposten hatte Leimbach bei den SF Graes in der Kreisliga B inne. Er hat die Sportfreunde von 2016 bis 2018 trainiert und im Anschluss für fünf Spiele die B-Juniorinnen von Union Wessum betreut. Nach einem Jahr Pause hat er dann in Wessum die erste Frauenmannschaft von Coach Uwe Stampfer übernommen.

Erwartungen

„Wir wollen in der neuen Saison ganz vorn mit um Meistertitel und den Aufstieg in die Westfalenliga spielen“, sieht Leimbach seine Elf als einen der Titelfavoriten in der Landesliga. Als stärkste Konkurrenten nennt er GW Nottuln, Arminia Ibbenbüren II und Wacker Mecklenbeck II. Allerdings spielen in der Liga nur noch elf Mannschaften um Punkte, weil einige Vereine ihre Frauenteams kurzfristig zurückgezogen haben.

„Das finde ich wirklich sehr schade“, sagt Leimbach. „Manche Verbands-Entscheidungen verstehe ich aber auch nicht. Der SuS Legden hätte in der Landesliga kicken können. Dann fusioniert die Frauenfußballabteilung mit Holtwick, um den Kader zu vergrößern, und dadurch ist der Landesliga-Platz weg. Das begreife ich nicht.“

Vorbereitung

Die Wessumer Frauen sind gerade in die ernsthafte Saisonvorbereitung gestartet und haben die ersten beiden Testspiele hinter sich: 5:1 gegen die SG Heek/Oldenburg und 2:1 gegen den SSV Rhade. Trainiert wird zurzeit dreimal pro Woche und an den Wochenenden wird getestet. Die Landesliga-Saison startet am 12. September.

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