Auch wenn es aktuell an echten Perspektiven gerade für den Hallensport mangelt – die Hoffnung der Turnerinnen des TuS Wüllen mit Pia Orthaus, im Jahr nach dem Vereinsjubiläum einen Heimwettkampf ausrichten zu dürfen, lebt. © Johannes Kratz
Turnen

Verkürzte Saison: TuS Wüllen darf weiter auf Jubiläums-Heimwettkampf hoffen

Nach ausgefallener Saison 2020 können die Turnerinnen des TuS Wüllen nunmehr schon wieder fast ein halbes Jahr nicht an die Geräte. Das zehrt an den Nerven. Doch die Zuversicht lebt.

Für die Turnerinnen des TuS Wüllen dauert die Hängepartie weiter an. Das Coronavirus hat auch die Deutsche Turnliga fest im Griff. Das wurde auf der Abteilungsversammlung der Frauen jüngst deutlich. Der Auftakt in der 3. Bundesliga Nord wurde ausgesetzt, ebenso der geplante zweite Wettkampftag. Das Positive: In den beiden Nordschienen bleiben die Termine am 3. Oktober in Mannheim, am 6. November in Heidelberg und am 20. November in Wüllen bestehen. Zumindest vorerst.

Und gerade letztgenannte Nachricht sorgt im Lager der Wüllener Turngemeinschaft für ein wenig Zuversicht in schweren Zeiten. Denn nach rund einem halben Jahr ohne echtes Training schwenke Vorfreude allmählich in Resignation um, weiß Trainer Jürgen Schalk zu berichten – und dies nicht nur bei den Drittligaturnerinnen im Verein.

Trainer sieht Mannschaften sehr gut aufgestellt

Das vergangene „Frustjahr“ habe man versucht, abzuhaken: „Wir hatten uns mit allen Leistungsturnerinnen total auf das Jahr gefreut, in allen Ligen waren wir sehr gut aufgestellt.“ Doch Corona durchkreuzte bekanntlich die Pläne aller Turnerinnen und damit auch die des TuS Wüllen, den zugesprochenen Heimwettkampf im Jubiläumsjahr austragen zu können. Doch der Wunsch, dieses Erlebnis „nachzuholen“, wurde erhört. Sollte es die Lage zulassen, dann ist der TuS nun Mitte November Gastgeber.

Jürgen Schalk behält die Hoffnung: „Das wäre ein tolles Finale. Wäre doch klasse, wenn wir am letzten Wettkampftag noch um Plätze auf dem Podium mitturnen könnten.“ Das Potenzial der Turnerinnen könnte dafür sprechen. Natürlich müsse man abwarten, wie die Sportlerinnen aus der langen Pause herauskommen werden. Da es auch unterschiedliche Trainingsbedingungen gibt – zum Beispiel auch zum Vorteil von Kaderathleten an Stützpunkten –, sei vieles noch ungewiss. „Natürlich würde es uns ganz besonders freuen, wenn Zuschauer zugelassen würden“, betont Schalk.

Im Training ist Improvisation gefragt

Wann auch immer die Vorbereitung auf die kurze Saison konkret werden kann, der TuS wird improvisieren müssen. Nach 23 Jahren Training in der Halle an der Andreasschule endet eine Ära. Alle hätten sich natürlich einen anderen „Abschied“ gewünscht, erinnert sich Jürgen Schalk an viele tolle Momente. Er freue sich aber gleichsam auf die neue Halle mit neuen Möglichkeiten für Wüllen – nicht nur für die Turner.

Bis dahin nutzt die Abteilung Ausweichzeiten in anderen Hallen. Und: Nicht zuletzt biete die nachhaltige Kooperation mit der Canisiusschule gerade beim Projekt „Jugend trainiert für Olympia“ für weitere Alternativen. Zunächst bedarf es allerdings der notwendigen politischen Signale.

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