Mike Börsting (M.), hier noch im Trikot von Adler Weseke, hat eine besonders verrückte Saison erlebt. © Michael Schley
Fußball

Verrückte Saison für Mike Börsting: Entlassen, gewechselt und ausgebremst

In mehr als 15 Jahren als Senior hat Mike Börsting einiges erlebt. Aber eine Saison wie 2020/21 ist auch für ihn ein Novum. Er tanzte quasi auf drei Hochzeiten. Und irgendwie doch auf keiner.

Er hat für Eintracht Ahaus gespielt, später für die SpVgg Vreden und ab der neuen Saison übernimmt er als Spielertrainer das Kommando beim SuS Legden. Auf dem Weg dahin Mike Börsting eine ziemlich verrückte Saison erlebt, in der er gleich auf drei Hochzeiten getanzt hat.

Die erste davon war die unglückliche Verbindung mit dem VfL Ramsdorf. Bereits nach fünf Partien in der Bezirksliga 11 kam es zur Trennung von Verein und Coach, der dafür wenig Verständnis zeigte, wie er seinerzeit auch im Interview mit der Münsterland Zeitung äußerte.

Doch Börsting blieb in der Folge ein gefragter Mann. Der SuS Legden buhlte erfolgreich um den Stürmer, den er schließlich als Nachfolger von Trainer Izzet Günes (Union Wessum) an sich binden konnte. Und darüber hinaus gab Börsting für die Rückrunde der laufenden Saison auch noch dem Landesligisten Viktoria Heiden das Ja-Wort. Um in Form zu bleiben und um dem Team zu helfen.

Doch letztendlich wurde die Viktoria zur nächsten kuriosen Station in Börstings verrückter Saison. Denn mehr als ein paar Video-Trainingseinheiten mit den vermeintlich neuen Teamkollegen sollte sich nicht ergeben. „Ich weiß gar nicht, ob man das überhaupt Station nennen kann. Ich war zwar in der Whatsapp-Gruppe der Mannschaft, aber auf dem Platz ist ja leider nichts passiert.“

Tatenloses Engagement in Heiden

Börsting hätte Lust auf die Aufgabe gehabt und wäre auch für eine Hand voll Spiele bei der Viktoria geblieben, wie er sagt. Letztendlich endete das Engagement infolge der Saisonannullierung im April dann aber tatenlos.

Mehr in Bewegung war der 36-Jährige da schon beim SuS Legden. In die Findung eines Co-Trainers und die Kaderzusammenstellung, gemeinsam mit dem Sportlichen Leiter, Michael Bormann, war Börsting natürlich involviert.

Sollte eine Rückkehr auf den Fußballplatz schon vor dem offiziellen Saisonende am 30. Juni möglich sein, werde Börsting bereits als Coach in Legden einsteigen. Darauf habe er sich mit den Verantwortlichen beim SuS geeinigt. Und auch aus Sicht von Viktoria Heiden, eigentlich bis Saisonende Börstings Klub, gibt es dabei keine Probleme, wie Abteilungsleiter Uwe Heller sagt. „In der Praxis stellt sich diese Frage nicht, weil Mikes Status als Spieler bei uns ja nie aktiviert worden ist.“

Für Mike Börsting wird der SuS Legden der sechste Verein in seiner Laufbahn sein (Viktoria Heiden nicht mit eingerechnet). Neben Heimatklub FSV Gescher spielte er bislang für die SpVgg Vreden, Eintracht Ahaus und jeweils als Spielertrainer für Adler Weseke und den VfL Ramsdorf.

Herausforderung, wieder fit zu werden

Nach der kuriosen Spielzeit 2020/21 könne es schon eine Herausforderung werden, wieder fit für die Saison zu werden, wie Börsting sagt: „Ich war zwischendurch mal mit einem Kumpel auf der Trainingswiese in Gescher und habe gemerkt, dass das Ballgefühl nach der langen Pause erst langsam zurückkommen muss. Daher hoffe ich, dass wir in Legden zeitig starten können, um erst mal locker reinzukommen und an den Grundlagen zu arbeiten.“

In der Hoffnung, dass die Spielzeit 2021/22 dann mal wieder eine halbwegs normale wird.

Über den Autor
Sportredaktion Ahaus

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.