Dirk Haveloh (l.) und Niklas Hilgemann wollen den VfB Alstätte zum Klassenerhalt führen. © Stefan Hoof
Fußball-Bezirksliga 11

VfB Alstätte peilt Klassenerhalt an: Neue Trainer setzen auf bewährte Kräfte

Auf ein Neues. Der VfB Alstätte nimmt einen dritten Anlauf, nach seinem Aufstieg in die Bezirksliga vor zwei Jahren mal eine komplette Saison durchzuspielen. Das war den Rot-Weißen bislang nicht vergönnt.

Im Jahr eins nach der gefeierten Rückkehr auf die überkreisliche Ebene wurde die Spielzeit abgebrochen, im vergangenen Jahr wurde die Serie annulliert. Klar ist: In drei Jahren feiert der Verein sein 100-Jähriges. Am liebsten als gestandener Bezirksligist.

Rückblick

Da gibt es keine zwei Meinungen. Direkt nach dem Aufstieg hätten es die Rot-Weißen schwer gehabt, die Klasse zu halten. Der Abbruch spielte ihnen in die Karten. Das sah in der vergangenen Saison schon viel besser aus. Da rangierte der VfB nach drei Siegen, drei Unentschieden und nur zwei Niederlagen auf Platz acht und hatte ein gutes Polster zwischen sich und die Abstiegszone gelegt.

„Kleine Änderungen im Spielsystem und eine sehr gute konditionelle Grundlage ab dem dritten Spiel haben uns geholfen, auch spielerisch zu überzeugen. Ich kann mich an kein anderes so gutes Spiel erinnern wie abends unter Flutlicht gegen den SC Reken – und das sogar ohne unseren Spielertrainer Markus Krüchting“, erinnert sich Dirk Haveloh. „Wir wären auch ohne Annullierung der Saison drin geblieben“, ist Haveloh überzeugt.

Mannschaft

In seinem dritten Jahr setzt der VfB auch deshalb auf den bewährten Kader. „Alle haben ihre Zusagen gegeben“, freuen sich die beiden VfB-Trainer Niklas Hilgemann und Dirk Haveloh. „Weiteren Spielern, die sich aus den anderen Seniorenmannschaften empfehlen wollen, steht die Tür offen, sich zu zeigen“, erklären die Trainer, „das wurde auch so in den Mannschaften kommuniziert.“ Dabei soll die Spielweise des Teams, je nach personeller Lage, insgesamt noch variabler werden.

Personal

Die Veränderungen halten sich deshalb in Grenzen. Ob jemand aus der zweiten Mannschaft sich in den Vordergrund spielt, wird die Vorbereitung zeigen. Wobei es in der Trainingsleitung einen lange angekündigten Wechsel gab. Für „Meistermacher“ Markus Krüchting, der sich nach vier Jahren beim VfB zunächst in den fußballerischen Ruhestand verabschiedet hat, rückt Niklas Hilgemann in die Position des Spielertrainers. Dirk Haveloh rückt vom Co- zum gleichberechtigten Coach auf, der von der Seitenlinie aus Einfluss nimmt.

Trainer

Dirk Haveloh (45; Inhaber der DFB-Jugend-Elite Lizenz) hat sich im Fußballkreis in der Trainerausbildung und auch im DFB-Stützpunkt einen Namen gemacht. Seit der Saison 19/20 agierte er als Co-Trainer in Alstätte. Niklas Hilgemann (29) hat bis zuletzt für die SpVgg Vreden in der Oberliga seine Fähigkeiten eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Als offensiv orientierter Mittelfeldspieler wird er das Spiel seiner neuen Mannschaft antreiben. Für den Ahauser ist es die erste Station als Spielertrainer.

Erwartungen

„Der Klassenerhalt ist das Ziel“, formulieren Niklas Hilgemann und Dirk Haveloh das Saisonziel. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Vorbereitung

Bisher gab es zwei Niederlagen gegen den FC Oeding und beim Oberligisten SpVgg Vreden sowie einen Sieg gegen den SC Südlohn. Aber die eigentliche Vorbereitung beginnt erst am 4. Juli (10 Uhr). „Immerhin haben diese Spiele uns aufgezeigt, dass es einiges zu verbessern gibt, was nach der corona-bedingten langen Pause aber auch klar war“, messen Haveloh und Hilgemann diesen Spielen noch keine große Bedeutung bei.

Bis zur ersten Pokalrunde sind neben zahlreichen Trainingseinheiten auch diverse Testspiele, die Teilnahme am Turnier des ASV Ellewick und die Ahauser Stadtmeisterschaften vorgesehen.

Favoriten

Die beiden VfB-Trainer sehen den verhinderten Meister SuS Stadtlohn auch für die kommende Saison in der Rolle des Favoriten. Und auch dem FC Epe trauen sie nach seinen Verstärkungen einen Spitzenplatz zu. Das gilt ebenso für den SC Reken.


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