Vorwärts Epe trainiert schon seit Monatsbeginn. © Stefan Hoof
Fußball-Bezirksliga 11

Vorwärts Epe will oben mitspielen: Marco Aydin hat ein gutes Gefühl

Ende August startet die Serie 21/22. Seit acht Monaten haben die Teams kein Pflichtspiel mehr bestritten. Wie sehen die Kader aus, wie lauten die Ziele? Wir stellen die hiesigen Mannschaften vor.

Wer viele junge Spieler ausbildet, freut sich, wenn die Talente mit Macht in die Seniorenabteilung drängen. Doch nicht immer ist die Freude darüber von langer Dauer. Studium und Beruf lassen sich bisweilen nicht mit den sportlichen Plänen auf eine Linie bringen.

Das erlebt gerade auch Vorwärts Epe. Gerne hätten die Grün-Weißen unter anderem weiter mit Vincent Wenker, Noah Hollenborg oder Nick van Wezel geplant. Aber daraus wird aus genannten Gründen nichts. Auch Jo Wilkes wäre ein Thema für den Bezirksligisten. Bei ihm ist es eine schwere Knieverletzung, die seit langer Zeit seinen Elan bremst. „Über seinen Einsatz entscheiden die Ärzte und nicht ich“, sagt Trainer Marco Aydin.

Rückblick

Das Saisonende, zunächst als Unterbrechung deklariert, kam für Vorwärts Epe im ungünstigen Moment. Nach holprigem Saisonstart hatte der Bezirksligist im Oktober gerade Fahrt aufgenommen und sich in der Tabelle aufwärts orientiert, da stoppte der Lockdown die Eperaner.

Umut Berke (l.) im Gespräch mit Spielertrainer Marco Aydin.
Umut Berke (l.) im Gespräch mit Spielertrainer Marco Aydin. © Stefan Hoof © Stefan Hoof

Personal

Noch hat Marco Aydin die große Auswahl. 24 Spieler umfasst das Aufgebot, das jedoch noch reduziert wird. Auch drei Spieler aus der A-Jugend oder zum Beispiel Torjäger Mamadou Barry aus der zweiten Mannschaft sind dabei, dazu fünf Neuzugänge: Flügelspieler Faisal Toryalai, Angreifer Stanly Finke, Offensivspieler Leon Kernebeck, Torwart Dante Warner und Skai Sundag, der auch noch bei den A-Junioren spielberechtigt ist. „Alle können sich zeigen“, betont Aydin, sich noch nicht festgelegt zu haben.

Mannschaft

„Wenn wir alle fit bleiben“. Diesen Halbsatz wiederholt Marco Aydin bei der Vorstellung seiner Mannschaft. Genau das war nämlich in der vergangenen Saison nicht der Fall, als bis zu zehn Stammkräfte gleichzeitig passen mussten. „Wenn wir fit bleiben, spielen wir oben mit“, meint der Coach, der jetzt auch mehr personelle Varianten sieht. „Ich habe ein gutes Gefühl“, betont Aydin, „besonders im Spiel nach vorne sind wir jetzt besser aufgestellt.“

Faisal Toryalai
Faisal Toryalai © Stefan Hoof © Stefan Hoof

Trainer

Der niederländische Spielertrainer geht in sein zweites Jahr am Wolbertshof. „Marco zeigt sich auf dem Spielfeld, er ist mit Spaß dabei. Ich meine, er hat das gut im Griff, er kommt mit den Jungs gut klar“, erklärte der 2. Vorsitzende Klaus Eißing nach der frühzeitigen Vertragsverlängerung noch vor dem Jahreswechsel. Als neuen Co-Trainer hat er den erfahrenen Rolf Jörden an seiner Seite, der quasi jeden Spieler im Verein kennt.

„Ich kenne jetzt unsere Liga, obwohl wir leider nur sieben Spiele machen durften“, nennt der 32-Jährige einen wichtigen Aspekt. Der gebürtige Enscheder lief unter anderem für SC Enschede, Quick 20 Oldenzaal und Excelsior 31 Rijssen auf, zudem spielte er von 2014 bis 2016 zwei Jahre für den damaligen Westfalenligisten SpVgg Vreden. Übrigens geht es auch beruflich bei Aydin sportlich zu. Der Lehrer unterrichtet Sport für 12- bis 17-Jährige am Bonhoeffer College.

Erwartungen

„Ich denke, dass wir unter den ersten fünf Teams mitspielen“, sagt Aydin. Nach sieben, acht Spieltagen ließe sich das sicherlich präzisieren. „Dann sieht man, wie die Mannschaften die lange Pause weggesteckt haben.“ SuS Stadtlohn und Eintracht Coesfeld erwartet Epes Coach oben, dazu vielleicht den SC Reken: „Das könnte die Überraschungsmannschaft sein.“ Auch der FC Epe habe sich gut verstärkt und sei zu beachten.

Dante Warner
Dante Warner © Stefan Hoof © Stefan Hoof

Vorbereitung

Schon Anfang Juni hat Vorwärts Epe das Training wieder aufgenommen. „Um wieder das Gefühl für den Ball zu bekommen“, so Aydin. Ab kommender Woche wird das Training verschärft auf drei Trainingseinheiten pro Woche, dazu kommt der Sonntag. Ab Juli folgen die ersten Testspiele, zunächst gegen niedersächsische Teams wie SV Bad Bentheim, Eintracht Nordhorn und FC Schüttorf, die früher in die Saison starten als die westfälischen Mannschaften.

Weitere Testspiele, die Stadtmeisterschaften Anfang August und der Pokalwettbewerb folgen, ehe die Saison 21/22 am 29. August beginnt. „Ich habe großen Bock darauf. Hoffentlich wird es diesmal eine komplette Spielzeit“, sagt Marco Aydin.

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