Den Eingang des Oedinger Grenzstadions durfte der Vereinsvorsitzende des SC Südlohn am Sonntag nicht passieren. © Markus Gehring
Fußball

Vorwurf gefälschter Test: Südlohner Klubchef darf nicht ins Oedinger Stadion

Das Südlohner Derby hatte sportlich fast alles zu bieten. Neben dem Platz gab es einen Aufreger: Die Oedinger verwehrten dem SC-Vorsitzenden den Eintritt – mit einem schweren Vorwurf.

Mehrere Wendungen, fünf Tore, eine Rote Karte – und am Ende ein 3:2-Erfolg für den FC Oeding gegen den Nachbarn vom SC Südlohn. Das Derby in der Kreisliga A1 bot den Zuschauern sportlich viel. Nicht live mitverfolgen durfte der Vorsitzende des SC Südlohn die Begegnung.

Am Eingang zum Grenzstadion kontrollierten die Oedinger, unter anderem Abteilungsleiter Burkhard Kiss, die Zuschauer auf eines der drei „Gs“. Nur wer getestet, geimpft oder genesen war, und das auch nachweisen konnte, durfte den Einlass passieren. Dieses Konzept sei vorher klar kommuniziert worden.

„Bereitwillig haben die Zuschauer sich erst per Luca-App registriert und dann die geforderten Unterlagen vorgelegt. Einige mussten daraufhin erst von daheim ihre Impfausweise holen“, berichtet Burkhard Kiss. Das sei in den meisten Fällen kein Problem gewesen.

Der Südlohner Klubvorsitzende Andreas Bone konnte keinen der geforderten Nachweise erbringen. „Ich war davon ausgegangen, dass das nicht mehr notwendig ist. Die Landesverordnung schreibt das ja schließlich bei Veranstaltungen bis 2500 Personen an der frischen Luft nicht mehr vor“, erklärt Andreas Bone auf Nachfrage.

Burkhard Kiss: „Das Datum auf dem Testergebnis wurde geändert“

Nach einiger Diskussion habe der Südlohner ihm dann einen negativen Coronatest vorgelegt, so Burkhard Kiss weiter. Das Ergebnis sei aber gefälscht gewesen, behauptet der Oedinger. „Die ‚normalen Testergebnisse‘ sind auf dem Handy in sogenannten Wallets. Leicht zu erkennen mit einem offiziellen Ergebnis. Herr Bone zeigte mir ein Foto. Auf diesem Foto lag ein Schriftstück auf seinem Schreibtisch. Darauf handschriftlich eingetragen ein negatives Testergebnis. Bei näherer Betrachtung fiel mir auf, dass das Datum auf dem Testergebnis von 27.08. auf 29.08. geändert wurde.“

Diesen Vorwurf bestreitet der Südlohner Vorsitzende vehement und bezeichnet ihn als „Rufmord“. „Es stimmt zwar, dass ich nur einen Test dabei hatte, der zwei Tage alt war, aber das habe ich auch sofort dazu gesagt.“ Burkhard Kiss habe ihn daraufhin gefragt, ob Bone ihn „verarschen“ wolle und ihm den Zugang verwehrt.

Über den Autor
Sportredaktion Ahaus

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.