Nach einem spektakulären Auftritt im Westfalenpokal hat die SpVgg Vreden das Achtelfinale erreicht. © Sascha Keirat
Fußball

Vredener Pokalshow in neun Akten

Was für ein Abend im Westfalenpokal: Für die SpVgg Vreden hat sich die lange Fahrt zum RSV Meinerzhagen am Donnerstag gelohnt. In der Nacht kehrten die Blau-Gelben nach einer Neun-Tore-Show zurück.

Es war weit nach Mitternacht, als die Vredener Spieler aus dem westlichen Sauerland zurück nach Hause kamen. Aber ins Bett gingen sie alle glücklich: In Meinerzhagen haben sie eine Pokalshow in neun Akten als Sieger beendet und stehen somit im Achtelfinale. Wer der Gegner sein wird, erfahren die Vredener erst nach der Auslosung am Dienstag (28. September).

„Ich denke, die Zuschauer haben hier in jeder Minute gesehen, was sie von so einem Pokalabend erwartet haben. Beide Mannschaften haben eine starke Performance gezeigt“, sagte Vredens Trainer Engin Yavuzaslan nach dem 5:4-Sieg seiner Elf beim Oberliga-Konkurrenten RSV Meinerzhagen. Für seine Mannschaft ein Erfolg, der nach dem bisher sieglosen Ligastart doppelt guttut. „Eine gewisse Erleichterung war im Bus auf der Rückfahrt schon zu spüren“, so der Trainer.

Offener Schlagabtausch

Die SpVgg musste beim offenen Schlagabtausch in Meinerzhagen zunächst zweimal einem Rückstand hinterher laufen. Andreas Spais traf zum 1:0 für die Heimelf (11.), ehe Kilian Heisterkamp nach einer Ecke ausglich (13.). Nach einem Treffer von Junmyeong Oh (18.) führte wieder der RSV, erneut kam die Vredener Antwort nach einem Eckball, diesmal war Kapitän Niklas Niehuis zur Stelle (22.). Als Nico Ostenkötter dann einen Angriff zum 2:3 abschloss (26.), lief die Begegnung allmählich zugunsten der Blau-Gelben. Trotzdem ging es nach dem zweiten Tor von Andreas Spais (37.) mit einem 3:3 in die Kabinen.

Zur zweiten Hälfte nahm Yavuzaslan seine beiden Youngster Arjan Kraushaar und Henrick Resing vom Platz. „Aber das hatte auf keinen Fall mit ihrer Leistung zu tun, ich wollte ein bisschen mehr Erfahrung auf dem Platz haben. Vor dem Spiel von Arjan und Henke kann ich nur den Hut ziehen, weil beide total locker mit der Situation umgegangen sind und ihre Aufgaben super gelöst haben.“

Doppelpack von Maximilian Hinkelmann

Ein bisschen ruhiger ging es dann nach der Pause zu, zumindest was die Anzahl der Tore betrifft. Mit einem Doppelpack von Maximilian Hinkelmann, den zunächst Hendrik Brügging (63.) und dann Leon Kondring bediente (68.), setzte sich die SpVgg erstmals ein wenig ab. Für Ruhe sorgte die Zwei-Tore-Führung aber noch nicht. Denn nach dem 4:5 durch Alessandro Tomasello (77.) begann die spannende Schlussphase. Die überstanden die Münsterländer aber unbeschadet und feierten nach dem Schlusspfiff diesen spektakulären Erfolg.

„Damit haben die Jungs eine Portion Selbstvertrauen getankt“, so Engin Yavuzaslan mit Blick auf das kommende Heimspiel gegen den SC Paderborn II (Sonntag, 15 Uhr, Hamalandstadion).

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Sportredaktion Ahaus

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