Luka Kösters (r., SV Heek) im Zweikampf mit Stefan Daref von der SpVgg Vreden II. Der SV Heek ist mit einem 2:1-Sieg im Derby gegen die Vredener in die Bezirksligasaison gestartet und wartet noch auf den zweiten vollen Erfolg. © Johannes Kratz
Fußball

Was sich die Bezirksligatrainer in der Region zu Weihnachten wünschen

Vor den Festtagen und dem Rutsch ins neue Jahr 2021 ziehen die Trainer der sechs heimischen Bezirksligisten eine erste Zwischenbilanz und nennen ihre Wünsche.

Acht Spieltage haben die 16 Bezirksligisten bis zur Aussetzung des Spielbetriebs in der Staffel 11 absolvieren können. Jetzt ruht der Ball auf allen Plätzen im Fußballverband Westfalen. Zeit für eine kleine Zwischenbilanz.

Wie immer gibt es Gewinner und Verlierer, weil sich nicht immer Hoffnungen und Erwartungen auf dem grünen Rasen umsetzen lassen. Zeit auch für eine erste Bestandsaufnahme durch die sechs Trainer der Mannschaften aus dem Verbreitungsgebiet. Was war ihrer Ansicht nach gut, was lässt sich in Zukunft besser machen und mit welchen Wünschen gehen die Verantwortlichen in die Weihnachtsfeiertage?

SuS Stadtlohn

Die Stadtlohner Bezirksligafußballer führen mit sechs Punkten Vorsprung auf Verfolger DJK Eintracht Coesfeld die Tabelle an. Die Elf von Trainer Stefan Rahsing ist als einzige Mannschaft der Liga noch ungeschlagen, in den acht Punktspielen gingen die Stadtlohner sieben Mal als Sieger vom Platz. Eine Begegnung endete Unentschieden.

„Es hat mir sehr gefallen, wie sich die Mannschaft in diesem Jahr präsentiert hat“, lobt der SuS-Coach. „Die Disziplin und der Teamgeist in der Truppe sind vorbildlich. Keiner will sich besonders hervorheben und jeder tritt für den anderen ein. Wir haben im gesamten Jahr 2020 in der Bezirksliga nur vier Gegentore kassiert. Nicht ganz zufrieden bin ich mit unserer Chancenverwertung. Das trifft auch auf unsere Elfmeterbilanz zu. Ich wünsche mir für meine Fußballer ein wunderschönes Weihnachtfest im Kreis ihrer Familien.“


Als zweibeste Mannschaft aus dem Verbreitungsgebiet ist die SpVgg Vreden II auf Platz sechs in die Pause gegangen. Die Mannschaft von Trainer Gustav Mauritz weist vier Siege und vier Niederlagen auf. Der Abstand auf Tabellenplatz zwei beträgt vier Zähler.

SpVgg Vreden II

Der Coach ist unter dem Strich mit seinen Schützlingen zufrieden. „Mir hat gefallen, wie sich die Mannschaft präsentiert hat. Wir haben auch einen guten Ball gespielt und 100 Prozent Einsatz gezeigt. Nicht zufrieden sein kann ich mit den Resultaten, die Ergebnisse schwanken mir zu sehr. Einen Ausrutscher haben wir uns aber nur bei der SG Coesfeld geleistet. Ich wünsche mir, dass die Spieler über Weihnachten gesund bleiben und wir bald auf den Fußballplatz können.“

VfB Alstätte


Der VfB Alstätte ist in seinem zweiten Bezirksligajahr auf Rang acht in die Pause gegangen. Zwölf Punkte weist die Statistik bei drei Siegen, zwei Unentschieden und drei Niederlagen aus.

„Ich bin stolz auf unseren Tabellenstand. Die Liga war für die VfB-Fußballer kein Neuland mehr. Die Spieler hatten mehr Spaß und haben von Beginn an im Kampf um den Klassenerhalt Vollgas gegeben“, sagt Trainer Markus Krüchting. „Gar nicht gefallen hat mir unsere 1:3-Heimniederlage im letzten Spiel gegen den VfL Billerbeck. Die war völlig unverdient. Dadurch haben wir einen großen Sprung nach vorn in der Tabelle verpasst. Ich wünsche mir, dass wir in 2021 eine Halbserie spielen können und die Liga halten. Das wäre ein schöner Abschluss.“

ASV Ellewick

Zehn Punkte hat Kreisliga-Aufsteiger ASV Ellewick in sieben Punktspielen eingefahren. Das ist in der Zahlenreihe die Position neun.

„Mit den zehn Punkten bin ich unter dem Strich zufrieden. Wir hatten keine gute Vorbereitung mit vielen Verletzten, sind aber mit viel Einsatz und Kampfbereitschaft recht gut die Saison gestartet“, sagt Trainer Jochen Kloster. „In den Derbys zu Beginn gegen Alstätte und Wüllen haben wir gezeigt, dass wir als Aufsteiger in der Spielklasse mithalten können. Nicht gefallen hat mir dagegen, dass wir manchmal zu fahrlässig geworden sind und am Ende unnötige Gegentore hinnehmen mussten. Da wäre mehr möglich gewesen. Ich wünsche mir, dass wir bald wieder normal trainieren können und die Saison dann weitergeht.“

SV Heek

Der SV Heek steht nach acht Spielen auf Rang 13, das ist der erste Abstiegsplatz. Sechs Zähler haben die Spieler um Coach Rainer Hackenfort bislang auf ihrem Konto. Der HSV ist mit einem 2:1 über die SpVgg Vreden II in seine erste Bezirksligaspielzeit gestartet. Ein zweiter Sieg ist den Heekern aber bislang nicht gelungen.

„Trotz der schlechten Resultate nach dem guten Start in die neue Liga sind die Stimmung und auch die Trainingsbeteiligung in der Mannschaft immer noch sehr gut. Alle haben gesehen, dass sie mehr machen müssen, und ziehen auch weiter voll mit“, lobt Rainer Hackenfort. „Wir haben aber nur zu Beginn unsere Aufstiegseuphorie mitnehmen können. Zu bemängeln ist auch, dass wir in den Spielen aus unseren Möglichkeiten viel zu wenig gemacht haben. Dadurch haben wir uns in etlichen Partien selbst um den Lohn für unsere Arbeit gebracht. Ich wünsche mir für Weihnachten, dass alle Spieler in der Corona-Zeit gesund bleiben. Als Fußballer will ich aber auch so schnell wie möglich wieder auf den Platz.“

TuS Wüllen

Sieben Punktspiele hat die Mannschaft des TuS Wüllen mit ihrem neuen Spielertrainer Johannes Dönnebrink ausgetragen und dabei einen Sieg, zwei Unentschieden und vier Niederlagen fünf Punkte eingefahren. Das ist im Moment Rang 14, ein Abstiegsplatz.

„Der Zusammenhalt innerhalb der Truppe und die Trainingsbeteiligung sind sehr gut. Jeder ist für den anderen da“, sagt der TuS-Trainer. „Spielerisch läuft es bei uns nicht ganz so rund, wir haben aber manchmal auch Pech gehabt. Ich hätte mir schon fünf Punkte mehr gewünscht, um etwas mehr Luft nach unten zu haben. Zu Weihnachten für und 2021 wünsche ich mir, dass wir alle gesund bleiben und wenigstens eine Halbserie spielen können.“

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