Rainer Hackenfort (r.) bestreitet mit dem SV Heek am Sonntag bereits den ersten Test. Mit dem neuen Zieltermin für den Saisonstart muss auch der Heeker Coach womöglich noch einmal die Vorbereitung umplanen. Der SuS Stadtlohn und Tobias Preckel könnten nun gar mit einem Westfalenpokalspiel starten. © Sascha Keirat
Fussball-Saison 21/22

Willy Westphal zu neuem Starttermin: „Kreis wird sich flexibel zeigen“

Die meisten Trainer hatten den 15. August als Starttermin für die Fußballsaison angepeilt. Nun bekommen sie zwei Wochen mehr Zeit zur Vorbereitung. Offen ist dagegen noch der Oberligastart.

Die Seniorenfußballer bekommen noch zwei Wochen Extrazuschlag auf ihre Vorbereitungszeit. Der Verbandsfußballausschuss (VFA) hat in seiner Sitzung am Donnerstagabend das Geheimnis um den Saisonstart gelüftet: Hatten sich die Vereine bisher noch auf den Starttermin 15. August eingeschossen, so bestätigt der Beschluss nun Gerüchte, die schon länger schwelten.

Der erste Anpfiff soll nun erst am 29. August erfolgen – in allen überkreislichen Spielklassen von der Bezirks- bis zur Westfalenliga, auch bei den Junioren. Dem wird der Fußballkreis Ahaus/Coesfeld auch folgen.

„Damit entsprechen wir den Wünschen der Vereine, nach einer so langen Trainings- und Spielpause genügend Vorbereitung zu haben“, betont Manfred Schnieders, FLVW-Vizepräsident Amateurfußball. Dass für viele Trainer damit die Vorbereitungspläne in Teilen wieder über den Haufen geworfen werden, das erkennt der Kreisvorsitzende Willy Westphal an, der der Sitzung des VFA zugeschaltet gewesen ist: „Das Programm ist natürlich auch auf eine gewisse Belastungssteuerung ausgerichtet.“

Kreis- und Westfalenpokal werden vorgeschaltet

Und somit will Westphal den Vereinen bei der Gestaltung der Vorbereitung ein hohes Maß an Flexibilität gewähren: Beispiel Kreispokal. Ursprünglich waren die ersten beiden Runden der Saison 2021/22 für den 1. und 8. August vorgesehen. Nun werde man die Vereine kontaktieren, um eine Meinung einzuholen, ob auch der 15. und 22. August nun denkbar seien. Sicher sei: „Wer am 1. und 8. August spielen will, der kann das in Abstimmung mit dem Gegner auch.“

Zu Kollisionen könnte es für die beiden Teilnehmer am Westfalenpokal, die SpVgg Vreden und den SuS Stadtlohn, kommen. Für den Zeitraum zwischen dem 15. und 22. August soll die erste, zwischen dem 23. August und 24. September die zweite Runde des Verbandspokals ausgetragen werden.

„Das wird auch auf dem kurzen Dienstweg zu lösen sein“, denkt Westphal. „Durch das Vorziehen der Pokalspiele ist es möglich, diese an den Wochenenden auszuspielen, was ‚Englische Wochen‘ gerade zu Beginn der Saison und eine Überbelastung der Spielerinnen und Spieler verhindert“, so Manfred Schnieders.

„Wir wollen natürlich keinen Testspiel-Tourismus“

Ein Schwerpunkt der Sitzung am Donnerstag sei auch das Thema Turniere gewesen. „Turniere, die sich über einen längeren Zeitraum verteilen, haben nicht den eigentlichen Turniercharakter und werden sicherlich durchgeführt werden können.“

Voraussetzung sei wir immer, dass die jeweilige Kommune ihre Zustimmung gebe. Dann werde man auch der Durchführung von Freundschaftsspielen nicht im Weg stehen. „Wobei wir natürlich keinen Testspiel-Tourismus wollen“, hofft der Kreisvorsitzende auf eine verantwortungsbewusste Planung der Vereine.

Eine Entscheidung über den Start in der Oberliga Westfalen wird nach einer Videokonferenz mit den Vereinen getroffen. Die Veröffentlichung der Rahmenterminpläne (Jugend sowie Frauen und Männer) ist für die kommenden Wochen auf der Homepage des Verbandes (www.flvw.de) vorgesehen.

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