Ab dem 8. März dürften Kinder wieder draußen in Gruppen Sport treiben. Die Vereine sind angehalten, ihre Hygienekonzepte mit den Kommunen abzustimmen und diese konsequent umzusetzen, um weitere Öffnungsschritte nicht zu gefährden. © Michael Schley
Fußball und Corona

Zurück auf den Platz: Kinder dürfen draußen wieder in Gruppen Sport treiben

Die Coronaschutzverordnung des Landes sieht vor allem Lockerungen beim Sport für Kinder im Freien vor. Gruppenangebote werden wieder gestattet. Die Verbände appellieren an die Verantwortung.

Die Bund-Länder-Konferenz am Mittwoch hat einen Stufenplan mit schrittweisen Öffnungen und Lockerungen hervorgebracht, auch für den Sport. Und auch das Land NRW hat seine Vorgaben nun am Freitag präzisiert. Demnach ist Sport in Gruppen im Nachwuchsbereich bis 14 Jahre ab dem 8. März im Freien wieder gestattet. Sprich: Es könnte unter Auflagen bei den Kindern wieder trainiert werden, sofern es die örtlichen Ordnungsbehörden gestatten.

Horst Dastig, Vorsitzender des Kreisfußballausschusses, begrüßt diese Entwicklung ausdrücklich für den Bereich Fußball: „Das wurde auch Zeit. Erwachsene können sicher weiter Geduld aufbringen, für Kinder wird die Lage irgendwann nicht mehr erklärbar.“ Die Anliegen, die der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Fußball-Landesverbände an die Konferenz herangetragen hatten, um zeitnahe Perspektiven für die Sportvereine zu ermöglichen, haben sich ein Stück weit ausgezahlt.

Sportler ab 15 Jahre bleiben von Regelung ausgeschlossen

Manfred Schnieders, Vizepräsident des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen, sieht die Empfehlungen „erst einmal positiv“. Wenn es schrittweise Lockerungen gäbe, wäre das „der richtige Weg“. In NRW sieht die aktuelle Coronaschutzverordnung vor, dass ab kommender Woche Individualsport allein, zu zweit, mit beliebig vielen Personen aus einem Hausstand oder maximal fünf Personen aus zwei Hausständen betrieben werden darf. Ebenso ist weiter Einzeltraining mit Trainer – zum Beispiel Torwarttraining – gestattet.

Kinder bis 14 Jahre dürfen als Gruppe bis zu 20 Personen unter Anleitung Sport treiben. Sichergestellt werden muss, dass auf den Außensportanlagen zwischen den „Einheiten“ – ob Zweier-, Fünfer- oder auch 20er-Gruppe – stets die Mindestabstände von fünf Metern eingehalten werden. Grundlegend ist die Freigabe der Anlage durch die Kommune.

Weitere Optionen für Senioren frühestens ab 22. März

Laut Verordnung des Bundes sind weitere Schritte ab dem 22. März denkbar, sofern sich die Inzidenzen stabilisieren. Auch für die Senioren. Ab Anfang April wird sogar reguläres Mannschaftstraining mit Kontakt im Freien für alle bei stabilen Inzidenzwerten zwischen 50 und 100 in Aussicht gestellt. „Damit befassen wir uns, wenn es so weit ist“, blickt Horst Dastig der kommenden Sitzung des Kreisfußballausschusses ausgerechnet am 22. März entgegen.

Der Coesfelder gibt den Vereinen – wie die Sportverbände auch – folgendes mit auf den Weg: Diese sollten die Hygienekonzepte mit den Kommunen weiter abstimmen. Und: „Sie sollten sich auch streng daran halten.“ Auch und vor allem, um die weiteren Öffnungsschritte nicht zu gefährden. Im System ist bekanntlich eine Notbremse eingebaut.

Aber: Die Vorzeichen, dass es wie geplant ab Anfang Mai mit der Fortsetzung des Spielbetriebs bei den Senioren etwas werden kann, sind nicht unbedingt schlechter geworden.ms

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