Ingo Stadthaus mit dem Triathlon-Nachwuchs vom SV Poseidon beim ersten Training im Stadion Uferstraße. © Stadthaus
Jugendsport

Castrop-Rauxeler Klub stellt Triathlon-Team auf die Beine

Beim SV Poseidon kann nicht nur geschwommen werden. Jetzt ist auch Triathlon im Angebot. Ingo Stadthaus, der 2. Vorsitzende, hat ein Rookie Triathlon Projekt ins Leben gerufen.

Die Schwimmer und Schwimmerinnen des SV Poseidon Castrop-Rauxel erweitern ihr Angebot. Nachdem aufgrund der Corona-Maßnahmen seit Ende Oktober kein Training im Hallenbad mehr möglich war, startete Ingo Stadthaus, Schwimmtrainer und 2. Vorsitzender, ein neues Projekt: Ab sofort können sich Kinder und Jugendliche beim Triathlon betätigen. Das erste Training auf dem Sportplatz an der Uferstraße in Ickern war schon ein voller Erfolg. 14 Nachwuchs-Sportler waren trotz großer Wärme zur Übungsstunde gekommen.

Während der Corona-Pause auf der Suche nach Alternativen

Es muss wohl an der langen sportlichen Abstinenz während der Corona-Pandemie gelegen haben, dass der B-Lizenztrainer und aktive Triathlet Ingo Stadthaus dieses Rookie Triathlon Projekt ins Leben gerufen hat. „Ja, ich habe während dieser langen Pause nach Alternativen gesucht. Und da ich selbst auch Triathlon mache, habe ich mal herumgefragt. 14 Kids und Jugendliche machen mit – und alle haben richtig Bock auf Triathlon.“

Einmal hat sich die Gruppe bereits zum Training in Ickern getroffen. Dort soll bald auch offiziell das Lauf- und Athletiktraining stattfinden. Immer donnerstags von 18 bis 20 Uhr. Stadthaus unterstreicht aber, dass diese neue Triathlon-Gruppe keine neue Abteilung beim SV Poseidon sei. „Es gibt einfach nur die Möglichkeit, beim SV Poseidon auch Triathlon zu betreiben. Wir sind dem NRW-Triathlon-Verband angeschlossen und dürfen somit zu Wettkämpfen melden“, so Stadthaus. Der 41-Jährige ist seit vier Jahren Schwimmtrainer unter Chef-Coach Gert-Joseph Krause beim SV Poseidon.

Athletik- und Lauftraining stand bei der ersten Übungseinheit auf dem Programm. © Stadthaus © Stadthaus

Natürlich ist aller Anfang schwierig. Und der Weg zum ersten Wettkampf am 12. September in Ratingen noch weit. Zumal bislang kein Schwimmtraining möglich war, solange Hallenbäder noch geschlossen sind. Mit Öffnung des städtischen Freibades soll dann dienstags und freitags wieder ein ganz normales Schwimmtraining stattfinden. Athletik- und Lauftraining steht immer donnerstags im Stadion an der Uferstraße auf dem Programm.

Allein das Rad-Training bereitet Stadthaus noch etwas Kopfschmerzen. „Auf der Straße im ganz normalen Verkehr ist das sehr schwierig für die Kids, wird sind auf der Suche nach einer abgesperrten Strecke. Bis dahin verlegen wir uns auf das Training mit dem Mountainbike im Gelände“, so Stadthaus. Dem vorschwebt, statt mit dem MTB gemeinsame Trainingsfahrten in der Haardt zu unternehmen.

Radfahren im Wettkampf geht erst ab zehn Jahre

Da das Radfahren im Wettkampf erst ab einem Alter von zehn Jahren angeboten wird, steht für diese Altersgruppe das Swim & run – 50m Schwimmen und 200m Laufen – auf dem Programm. Beim Schüler-und Jugend-Triathlon stehen folgende Distanzen an: 200m Schwimmen, 10km Radfahren, 2,5km Laufen. Beim Volkstriathlon müssen 400m geschwommen, 20 km Rad gefahren und fünf Kilometer gelaufen werden.

Durch Triathlon Entwicklung der Kids voranbringen

Warum macht Ingo Stadthaus das alles, zumal jeder weiß, dass Triathlontraining durchaus zeitintensiv ist? „Mein Ziel ist es, die Entwicklung der Kids voranzubringen. Und auch Schwimmer und Schwimmerinnen anzusprechen, die anstatt sich zu spezialisieren, lieber einen Dreikampf betreiben möchten“, so Stadthaus. Der natürlich nicht seinen Verein dabei vergisst: „Wir wollen zeigen, dass hier was passiert, dass Poseidon was macht.“

Sponsor für neue Wettkampfanzüge wird noch gesucht

Einen zweiten Wunsch neben einer abgesperrten Radstrecke hat Stadthaus auch noch. „Es wäre toll, wenn einen Sponsor für neue Wettkampfanzüge finden würden.“

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Ein waschechter Dortmunder, Jahrgang 1957. Vor dem Journalismus lange Jahre Radprofi, danach fast 30 Jahre lang Redakteur bei Dortmunder Tageszeitungen, seit 2015 bei den Ruhr Nachrichten, natürlich im Sport.
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Peter Kehl

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