Eine Castrop-Rauxeler Mannschaft hat die Lockdown-Zeit genutzt. © Volker Engel
Fußball

Castrop-Rauxeler Mannschaft füllt im Lockdown den Kader auf

Für die Castrop-Rauxeler Fußballer hat sich durch den Lockdown ab Anfang November die Winterpause 2020/21 erheblich verlängert. Ein Team konnte in der Zwischenzeit personelle Probleme lösen.

Der Lockdown im Amateur-Fußball hat nicht nur Schattenseiten. Das gilt zumindest für diejenigen Vereine, die eine lange Verletztenliste beklagen und die Zwangspause dazu benutzen, um ihren Kader wieder aufzufüllen.

So geschehen beim B-Kreisligisten Spvg Schwerin II, der beim Saisonauftakt derart vom Verletzungspech gebeutelt war, dass das erste Liga-Spiel am 6. September gegen Eintracht Ickern wohl oder übel abgesagt werden musste. Jetzt gibt Schwerins Trainer Marcel Struckmeyer Entwarnung. Die Personalnot ist überstanden. Jetzt müsste nur noch wieder gespielt werden.

Corona hat keine Schuld

Sieben Spiele haben die Schweriner bislang absolviert, davon nur zwei gewonnen. Mit sechs Punkten rangieren sie auf Rang 13 in der Kreisliga-B-Staffel 1. Keine Frage, es könnte besser laufen. Doch die Misere hat einen Grund und ausnahmsweise einmal nichts mit Corona zu tun.

„Der Personalnotstand war so groß, dass wir keine Mannschaft zusammenbekommen haben”, blickt Struckmeyer auf das Saisonauftaktspiel zurück. Hilfe von der ersten Mannschaft gab es nicht. Besser gesagt: Hilfe konnte nicht kommen. Denn auch Schwerin I litt unter einer Verletztenmisere. Anschließend wurde es besser. Die „Erste” half zweimal mit sechs Spielern aus. Unter dem Strich standen dabei zwei Siege.

Marcel Struckmeyer (l.), Trainer der Spvg Schwerin II, kann aufatmen. Die personelle Misere scheint überwunden. © Volker Engel © Volker Engel

Anfang November kam der zweite Lockdown. Eine Zwangspause, die Trainer Struckmeyer nutzte, um seinen Kader wieder zu füllen. Die Reihe der Rückkehrer ist lang: Peter Kupka hat nach fast zweijähriger Verletzungspause wieder mit dem Training begonnen. Thomas Kremer arbeitet nicht mehr in Mülheim an de Ruhr, sondern wieder in Herne und steht damit nach einjähriger Abstinenz wieder zur Verfügung. Dennis Brand hat nach fünfmonatiger Pause seine Knieverletzung überwunden. Ahmet Demiryürek ist nach seinem Bandscheibenvorfall wieder im Training und Fabian Jörgens hat sich nach erfolgreicher Uni-Prüfung wieder zurückgemeldet.

Und selbst Coach Marcel Struckmeyer, der im Notfall auch immer wieder selbst aufläuft, ist wieder fit. Struckmeyer hatte sich in der Vorbereitung verletzt und stand zum Saisonauftakt ebenfalls nicht zur Verfügung.

Struckmeyer: „Kein Re-Start vor Mitte März“

Definitiv werden die Zeiten für das abstiegsbedrohte Team wieder besser. Egal, wann der Re-Start in die Saison auch stattfinden wird.

„Gegen die meisten Teams aus der Spitzengruppe haben wir schon gespielt. Und wenn wir vollständig auflaufen können, dann wollen wir auch unten raus, uns im Mittelfeld der Liga etablieren. Hilfe aus der ersten Mannschaft haben wir dann auch sicherlich nicht mehr nötig”, verspricht Marcel Struckmeyer.

Doch wann es mit dem Re-Start was wird, kann auch der Coach nicht beantworten: „Ich denke, dass wir maximal die Hinrunde zu Ende spielen werden. Vor Mitte März werden wir sicherlich nicht mit den Meisterschaftsspielen starten.”

Ihre Autoren
Freier Mitarbeiter
Ein waschechter Dortmunder, Jahrgang 1957. Vor dem Journalismus lange Jahre Radprofi, danach fast 30 Jahre lang Redakteur bei Dortmunder Tageszeitungen, seit 2015 bei den Ruhr Nachrichten, natürlich im Sport.
Zur Autorenseite
Peter Kehl
Lokalsport Castrop-Rauxel
Ein Journalist macht sich aus Prinzip keine Sache zu eigen, nicht einmal eine gute (dieses Prinzip ist auch das Motto des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises).
Zur Autorenseite
Jens Lukas

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.