Seit der Saison 2020/21 trifft die Spvg Schwerin in der Bezirksliga auf mehrere neue Gegner. © Jens Lukas
Fußball-Bezirksliga

Corona stellte für zwei Castrop-Rauxeler Bezirksligisten einiges auf den Kopf

Castrop-Rauxeler Bezirksligisten kickten einst fast nur gegen Klubs aus dem Kreis Recklinghausen, aus Gelsenkirchen und Gladbeck. Dann war die Corona-Pandemie da - und alles wurde anders.

Ihre sportlichen Qualitäten haben Castrop-Rauxels Fußball-Bezirksligisten über viele Jahre mit Gegnern aus Recklinghausen, Herten, Marl, Waltrop, Gelsenkirchen und Gladbeck gemessen. Eine Ausnahme war der TuS Eichlinghofen. Die Corona-Pandemie ließ auch dieses Gewohnheits-Recht platzen. Aber warum?

Die Bezirksliga wurde von 12 auf 14 Staffeln erhöht

In der Corona-Abbruchs-Saison 2019/20 gab es Aufsteiger, aber keine Absteiger. Das führte dazu, dass der Fußball- und Leichtathletik Verband Westfalen (FLVW) die Bezirksliga aufstocken musste, von 12 auf 14 Staffeln.

Die SG Castrop muss sich an neue Vereine gewöhnen.
Die SG Castrop muss sich an neue Vereine gewöhnen. © Jens Lukas © Jens Lukas

Fortan kickten die Spvg Schwerin und die SG Castrop gegen Vereine aus Dortmund, dem südlichen Münsterland und mit dem TuS Stockum sogar aus Witten. Von einst blieb nur Teutonia SuS Waltrop übrig. Der Aufsteiger FC Castrop-Rauxel kennt indes nur das neue Liga-Konstrukt.

Nach acht Spieltagen wurde die vergangene Saison annulliert

Die so verordnete „Zwangsehe“ ab der Saison 2020/21 stand sofort auf wackeligen Füßen: Der Corona-Lockdown stoppte alles wieder nach nur acht Spieltagen – mit folgender Saison-Annullierung. Alles auf Anfang lautete die Devise in der aktuellen Spielzeit. Mit der Hoffnung, dass diese endlich auch zu Ende gespielt werden kann, mit Auf- und Absteigern.

Doch nun zurück zur Staffel-Konstruktion bevor Corona auftauchte. Damals feierten sogar Westfalenligist Wacker Obercastrop (Saison 2017/18) und Landesligist FC Frohlinde (Saison 2016/17) ihre Aufstiege gegen Ex-Spezies wie SF Stuckenbusch, SG Suderwich, Erler SV oder BV Rentfort.

TSG Dülmen führt die Tabelle in der Bezirksliga 14 an

Daher lohnt somit ein Blick über den Bezirksliga-Gartenzaun in die Staffel 14, um zu schauen, wie es diesen Ex-Gegnern, auch den von Schwerin und der SG, in ihrer neuen Umgebung geht.

Trainer Michael Wurst vom FC Castrop-Rauxel kennt nur die aktuelle Bezirksliga-Konstellation.
Trainer Michael Wurst vom FC Castrop-Rauxel kennt nur die aktuelle Bezirksliga-Konstellation. © Hermann Klingsieck © Hermann Klingsieck

Das Maß aller sportlichen Dinge in der Bezirksliga 14 ist aktuell der Ex-Oberligist TSG Dülmen (19 Punkte) mit sechs Siegen und einem Unentschieden. Aber auch frühere Aufstiegs-Verdächtige und gute Castrop-Rauxeler Bekannte wie BV Renfort (17 Punkte), Vestia Disteln (16), FC Marl (14) und VfB Hüls (14) mischen mit an der Tabellenspitze.

SG Suderwich wäre ohne Annullierung wohl 2019/20 abgestiegen

Überraschend gut verkauft sich auch die SG Suderwich (11 Punkte), die ohne die Corona-Saison-Annullierung 2019/20 aller Wahrscheinlichkeit nach in der Ex-Staffel 9 abgestiegen wäre.

Die Frage damals war: Müssen die SG Suderwich oder SG Castrop neben dem zurückgezogenen SV Horst-Emscher II runter in die Kreisliga A? Die einst ebenfalls häufiger zum Favoritenkreis zählenden Sportfreunde Stuckenbusch (12 Punkte) halten auch noch Tuchfühlung nach oben – mehr aber auch nicht.

Mehrere neue Gegner für die Spvg Schwerin und SG Castrop

Etwas überraschend ist in Staffel 14 der SC Hassel als Tabellen-13. schlecht in die Saison gekommen. Und auch der VfB Kirchhellen (14.) und Westfalia Gelsenkirchen (16.) suchen nach ihrer Form.

Mit den Gelsenkirchener Klubs SV Hessler 06 und Spvg Erle, sowie Genclikspor Recklinghausen hatten die Castrop-Rauxeler Klubs Schwerin und die SG indes in der früheren Staffel-Konstellation keine Berührungspunkte. Diese Vereine sind erst mit deren „Umsiedlung“ in Richtung Dortmund und südliches Münsterland aufgestiegen.

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Freier Mitarbeiter
Über 30 Jahre als Sportredakteur aktiv, bin ich nun im "Unruhestand" seit der Saison 2018/2019 als Freier Mitarbeiter für den Castroper Sport am Ball - eine neue, spannende Erfahrung. Meine journalistischen Fachgebiete sind alle Ballsportarten, die Leichtathletik und Golf. Mit den deutschen Spitzen-Fechtern war ich in den frühen 2000er-Jahren bei Welt- und Europameisterschaften in der "halben Welt" unterwegs.
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