Andreas Menne (am Ball) gründete zusammen mit Dino Viotto die dritte Mannschaft des TuS Henrichenburg. © Volker Engel
Fußball

Das Projekt „TuS Henrichenburg III“ platzt aus allen Nähten

Das Projekt TuS Henrichenburg III hat vor dem ersten Spiel schon Erfolg. Schnell hatten die Spielertrainer Dino Viotto und Andreas Menne jede Menge Zusagen. Wie wird das Spieler-Überangebot verwaltet?

Personalmangel ist ein absolutes Fremdwort beim „Projekt TuS Henrichenburg III“.

Dieses nach nur wenigen Wochen der Vorbereitung bereits in der zweiten Juni-Woche mit einem ersten Training durchgestartet.

„Alle sind heiß auf Fußball nach der langen Zeit der Pause, die Trainingsbeteiligung ist sensationell“, umschreibt Dino Viotto die erste Übungseinheit der neu gegründeten dritten Mannschaft des TuS.

„Wir haben 32 Spieler, die sich uns angeschlossen haben. Das sind mehr als genug, wir wollen nur 15 oder 16 Akteure pro Begegnung einsetzen, da jeder genügend Spielzeit erhalten soll“, beschreibt Dino Viotto den aktuellen Stand. Viotto ist zusammen mit Andreas Menne Spielertrainer der „Dritten“. Menne ist zugleich Obmann und Spielführer der Altherren des TuS.

Eine wichtige Rolle spielt Altherren-Goalgetter Dino Viotto (l.) bei der Wiederbelebung der Dritten Mannschaft beim TuS Henrichenburg. © Volker Engel © Volker Engel

Der Zulauf ist in der Tat enorm. Neuzugänge von anderen Vereinen gibt es allerdings nicht, werden auch absolut nicht benötigt. „Wir haben mehr als genug Spieler, sind auf allen Positionen doppelt besetzt. Wir müssen also schon sehen, dass auch alle Akteure ausreichend zum Einsatz kommen. Wer will schon 90 Minuten lang auf der Bank sitzen?“, erklärt Viotto.

Die Aussicht auf Spielzeit war der Hauptgrund für die Gründung der Dritten beim TuS. Diese setzt sich ausschließlich aus Spielern der Altherren zusammen. Mit dabei sind auch noch A und B-Jugend-Trainer Andreas Grum und Betreuer Mark Peuten.

Der Altherren-Kader platzte in der Vergangenheit mit 60 aktiven Spielern zuletzt quasi aus allen Nähten. „Wir haben viele jüngere Spieler im Alter zwischen 32 und 45 Jahren. Die wollten einfach mehr als nur alle vier Wochen einmal aufgestellt werden. Deshalb war das Interesse an unserem Projekt einfach riesig“, blickt Viotto zurück. Und entkräftet auch das Vorurteil, dass in der „Dritten“ hauptsächlich Rentner spielen würden.

Während die Oldies immer samstags spielen, tritt die dritte Mannschaft ganz regulär sonntags in der Kreisliga C des Kreises Recklinghausen an. Trainiert wird aber zusammen mit den Altherren – montags und mittwochs. Auch das unterstreicht die Ambitionen. In der Vergangenheit wurde nur eine Trainingseinheit absolviert.

Die ersten beiden Testspiele stehen auch schon fest. Am Sonntag, 18. Juli, geht es in Ickern gegen die SG Victoria/Sportfreunde III, ein Termin für ein Duell mit der eigenen zweiten Mannschaft wird noch gesucht.

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Ein waschechter Dortmunder, Jahrgang 1957. Vor dem Journalismus lange Jahre Radprofi, danach fast 30 Jahre lang Redakteur bei Dortmunder Tageszeitungen, seit 2015 bei den Ruhr Nachrichten, natürlich im Sport.
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Peter Kehl

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