Basketball

Der Lockdown des Castroper BC erreicht bald eine Rekord-Marke

Lang, lang ist es her, dass die Basketballer des Castroper BC spielen durften. Keine andere Castrop-Rauxeler Mannschaft hat eine solch lange Corona-Pause wie der CBC.
Es werden noch einige Monate ins Land ziehen, ehe der Castroper BC (hier mit Bruce Fabri am Ball) wieder zu einem Spiel auflaufen darf. Dann eine lange Wartezeit beendet sein. Keine andere Sportart pausierte so lang. © Volker Engel

Sollten die Basketballer des Castroper BC Anfang März 2021 tatsächlich das Feld betreten dürfen, würde sich ein Kreis schließen. Fast auf den Tag genau ein Jahr lang mussten die CBC-Korbjäger auf ihren Sport verzichten. Am 8. März 2020 hatten die Castroper ihren letzten Kreisliga-Auftritt.

Es war ein 67:52-Erfolg über die Reserve des FC Schalke 04, der dem CBC letztlich Rang drei sicherte. Anschließend ist der Spielbetrieb aufgrund der Corona-Pandemie ausgesetzt worden. Bis heute.

Einige Pläne wurden vom Verband verworfen

Planungen, wie die Saison nach den Sommerferien hätte starten sollen, mussten aufgrund der Virus-Entwicklung verworfen werden. Und auch ein Start kurz nach dem Jahreswechsel war nicht umsetzbar. Nun aber präsentierte der Westdeutsche Basketball Verband (WBV) seinen Plan, wie eine Saison 2020/21 noch ermöglicht werden könnte: und zwar mit einer Saisonhälfte ab März, ohne Absteiger.

CBC-Trainer Holger Jansen mit seinen Schützlingen. © Volker Engel © Volker Engel

Staffeln mit zehn Teams starten mit den schon festgelegten Ansetzungen für den zehnten Spieltag. Für Castrop würde die verkürzte Spielzeit also mit Heimspiel gegen Citybasket Recklinghausen 5 beginnen. „Eine Runde zu spielen, ist besser als gar nicht zu spielen“, sagt CBC-Trainer Holger Jansen. „Da es keine Absteiger geben wird, könnte ich mir vorstellen, dass diese Saison mehr den Charakter von Testspielen haben wird.“

Der WBV hat diese Maßnahme nicht zufällig gewählt. Niemand solle „aus dem Antrieb heraus, der Mannschaft im Kampf um die Punkte helfen zu wollen, mit Krankheitssymptomen – und seien sie es nur leichter Art – an einem Spiel teilnehmen müssen, heißt es in einer Mitteilung des Verbandes. Um dies zu unterstützen, habe man die Abstiegsregel ausgesetzt.

Es gibt keine Absteiger, ein Aufstieg ist aber möglich

Auf der anderen Seite aber wird es Aufsteiger geben. Die ersten vier Klubs jeder Liga sollen ab Juni Play-Offs gegeneinander mit Hin- und Rückspiel absolvieren. Es wäre ein Widerspruch zur Gefahren-Minimierung in der regulären Saison. Jansen sieht das kritisch: „Wenn man da die Chance hat, die ganze Saison zu retten, besteht die Gefahr, dass man leichte Symptome ignoriert.“

Allerdings: Im Sommer dürften die Infektionen wieder zurückgehen, die Ansteckungsgefahr wäre geringer als im Winter, außerdem werden die ersten Menschen geimpft sein.

Ein Plan ist da, doch ob es wirklich realistisch es ist, dass ab März Basketball gespielt werden kann, ist angesichts der hohen Infektionszahlen unklar. Die aktuellen Corona-Beschränkungen gelten bis 10. Januar – und es ist gut möglich, dass das Sport-Verbot Anfang Januar verlängert wird, sollten die Infektionszahlen über die Feiertage nicht sinken. Das weiß natürlich auch Jansen.

„Wenn es tatsächlich so sein sollte, dass wir Ende Januar wieder in die Halle kommen, ist ein Saisonstart für März schon knapp, aber machbar“, sagt der CBC-Trainer. Es wäre jedoch etwas, das die Basketballer auf dem Weg Richtung Normalität gerne in Kauf nehmen würden.

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