Das Vereinsheim des SV Wacker Obercastrop trägt jetzt den Namen des langjährigen Geschäftsführers Theo Schürhoff. Er starb im Sommer 2020. © Felix Vielhaber (SVWO)
Fußball

Der SV Wacker Obercastrop verneigt sich mit dem „Schürhoffs“ vor seinem Theo

Ehre, wem Ehre gebührt: Der SV Wacker Obercastrop hat für den im Juni 2020 verstorbenen Ehrenvorsitzenden Theobald Schürhoff, den alle nur Theo nannten, am Vereinshaus ein Zeichen gesetzt.

Das Vereinshaus in der Erin-Kampfbahn heißt jetzt „Schürhoffs“ und soll in Zukunft an das Ur-Gestein schlechthin der Wackeraner erinnern. Mit einer modern wirkenden Namens-Idee, die auch irgendwo eine Szene-Gastronomie zieren könnte.

Eine Gedenktafel soll folgen

Andreas Dornieden, vormals als Trainer und im Vorstand an der Karlstraße tätig, hatte den Gedanken, die Grafik dazu entworfen und auch konstruiert, erzählte Martin Janicki, der 1. Vorsitzende des SV Wacker. Der Club-Chef sagte weiter: „Eigentlich wollten wir die Namens-Enthüllung in einem größeren Rahmen feiern. Wegen der Corona-Auflagen geht das aber nicht.“

„Aufgeschoben, ist aber nicht aufgehoben“, so Janicki. Später soll auch vor dem „Schürhoffs“ eine Gedenktafel mit dem Werdegang von Theo Schürhoff angebracht werden. Janicki erklärt die Idee dahinter: „Es sollen alle über sein sportliches Lebenswerk hier bei uns lesen können. Was er für den Verein geleistet hat.“

Ein Bild aus dem Jahr 2017: Andreas Dornieden (l.), der einige Jahre im Wacker-Vorstand mitwirkte, hatte die Idee, das Lebenswerk des 2020 verstorbenen Geschäftsführers Theo Schürhoff zu würdigen. Mit der Namensgebung des Vereinsheims sowie einer Gedenktafel. Unterstützt wird er dabei vom Vorsitzenden Martin Janicki (Mitte). © Volker Engel © Volker Engel

55 Jahre gehörte Theo Schürhoff dem Verein SV Wacker Obercastrop an, der 1997 aus der Fusion des BV Wacker Castrop und mit BW Obercastrop entstanden war. Er spielte früher in der ersten Mannschaft und schlüpfte schon mit 21 Jahren in die Funktionärs-Rolle als Geschäftsführer, Jugendleiter und Trainer. Diese Funktionen machten ihn über die Stadtgrenzen von Castrop-Rauxel hinaus bekannt. Janicki sagte zum „Schürhoffs“-Denkmal: „Wenn es einer verdient hat, dann unser Theo.“

Die neuen Schriftzüge sind am Vereinshaus platziert und angebracht. Weitere Bau-Tätigkeiten sind angedacht, aber noch nicht geplant. So waren Ideen aufgekommen, die auf eine Vergrößerung zum Beispiel der Kabinen im „Schürhoffs“ abzielen. Aber das sei nicht so einfach, erklärte der Wacker-Vorsitzende: „Dem Verein gehört nur der Mittelteil des Gebäudes, der Kabinentrakt gehört der Stadt.

Und selbst eine Container-Lösung als Anbau mit zusätzlichen Kabinen würde einfach zu hohe Kosten verursachen. Der Verein hatte schon im Vorfeld einen Kostenvoranschlag eingeholt. Janicki dazu: „Diese Lösung würde alleine 200.000 Euro kosten. Und das sind alles nur Zukunftsspekulationen. Davon lassen wir erstmal die Finger.“

Auch eine Aufstockung des Hauses mit einer möglichen ersten Etage wurde durchdiskutiert. Steffen Golob, neben Aytac Uzunoglu Trainer der ersten Mannschaft, hatte schon einen Architekten involviert. Dieser habe laut Janicki festgestellt, dass eine Aufstockung aus statischen Gründen gar nicht möglich sei.

Auch für eine mögliche Tribüne sind die Gedanken noch nicht ausgereift. Einbetonierte Sitzschalen, wie etwa in der Ickerner Glückauf-Kampfbahn, wären auf dem Rasenhügel hinter den Trainerbänken eine Möglichkeit. „Aber da müsste dann aber schon ein Dach darüber die Zuschauer schützen“, meinte Janicki.

Es gibt also genug Redebedarf für Träume beim SV Wacker Obercastrop. Mit dem „Schürhoffs“ haben sie aber schon einen Traum in die Wirklichkeit umgesetzt.

Über den Autor
Sportredaktion Castrop-Rauxel
Geboren und wohnhaft in Castrop-Rauxel, bin ich über den Billardsport (Karambolage) als freier Mitarbeiter in der Castrop-Rauxeler Lokalredaktion angefangen. Da ich neben dem französischen Billard noch Fußball, Handball, Tischtennis und Tennis in Vereinen aktiv ausführte bot es sich förmlich an, darüber ebenfalls zu berichten.
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