Wenn hoffentlich in naher Zukunft - wie hier im August 2018 beim Derby zwischen dem SV Wacker und dem FC Frohlinde - die Erin-Kampfbahn gut gefüllt ist, möchte ein junger Castrop-Rauxeler auch wieder am Ball sein. © Jens Lukas
Fußball-Westfalenliga

Durch Corona wird ein Fußballer von Wacker Obercastrop zum Boxer

Ein kurzes Telefonat - und schon war die Vertragsverlängerung perfekt. Für einen Mittelfeldspieler des SV Wacker Obercastrop ist der Westfalenliga-Aufsteiger eine Herzensangelegenheit.

Seit Anfang Dezember führt Alexander Wagener, der Sportliche Leiter der Obercastroper, die Vertragsgespräche für die Saison 2021/22. Angesichts der Corona-Maßnahmen nicht immer ganz einfach aufgrund der Kontaktbeschränkungen. Persönliche Gespräche sind eher selten, Telefonate und Video-Chats sind in diesen schwierigen Zeiten angesagt.

Robin Franke: „Wacker ist der beste Verein in Castrop-Rauxel“

Robin Franke umschrieb das Gespräch mit Alexander Wagener als „extrem kurz“: „Ich wollte bei Wacker bleiben und Wacker wollte ebenfalls, dass ich bleibe. Außerdem ist Wacker der beste Verein in Castrop-Rauxel.“ Als Bereitschaftspolizist könne er sich zudem keine langen Fahrten zum Training erlauben, so der 24-Jährige, der in Castrop-Rauxel aufgewachsen ist und für den der SV Wacker im Jahr 2017 seine erste Station im Senioren-Bereich war.

Quasi in Rekordzeit hat Robin Franke seine Zusage gegeben, auch in der Saison 2021/22 für den aktuellen Westfalenligisten Wacker Obercastrop spielen zu wollen. © Volker Engel © Volker Engel

Mit dem bisherigen Saisonverlauf ist Franke zufrieden, man habe gute Spiele gezeigt, eine echte Grundlage geschaffen. Er persönlich wurde in fünf Partien eingesetzt und kam auf 399 Spielminuten.

„Dennoch“, so der Franke, müsse man sich erstmal in der Liga etablieren, in der Liga ankommen, ein Bild von den Stärken und Schwächen der Gegner machen: „Erst, wenn wir gegen jede Mannschaft der Liga einmal gespielt haben, wissen wir mehr. Ich denke aber, dass wir uns um den Abstieg keine Gedanken machen müssen.“

Das Stadtmeisterschaftsspiel 2017 gegen den VfB Habinghorst war eine der ersten Partien von Robin Franke (am Ball) im Trikot des SV Wacker. © Jens Lukas © Jens Lukas

Bleibt noch das Thema Corona. Die Zeit ohne Mannschaftstraining sei für ihn extrem schwierig, gibt der Mittelfeldakteur zu: „Ich vermisse das wirklich, der Kontakt mit den Teamkollegen ist mir wichtig.“

Um sich für den möglichen Re-Start im neuen Jahr fit zu halten, hat sich Franke ein äußerst straffes Trainingsprogramm auferlegt: „Ich mache täglich Sport, ich laufe, fahre Fahrrad und streue ab und zu auch mal ein Boxtraining ein. Mein Vater ist Boxtrainer. Das hilft mir weiter.“

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Freier Mitarbeiter
Ein waschechter Dortmunder, Jahrgang 1957. Vor dem Journalismus lange Jahre Radprofi, danach fast 30 Jahre lang Redakteur bei Dortmunder Tageszeitungen, seit 2015 bei den Ruhr Nachrichten, natürlich im Sport.
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Peter Kehl

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