Sportgeschichten

Ein Schweriner Fußballer ist nur als Joker geeignet

Gleich im ersten Testspiel hat ein Fußballer der Spvg Schwerin von seinem Trainer einem Stempel aufgedrückt bekommen. Der VfB Habinghorst hat den falschen Testspiel-Gast eingeladen. Diese und weitere Anekdoten vom Wochenende gibt es in unserer Rubrik „Leute im Sport“.
Bei der Spvg Schwerin, hier mit Niklas Jürgens (M.) und Timo Ballmann (r.), in der Saison 2019/20 beim Erler SV, gibt es einen Spieler, den der Trainer künftig nicht die vollen 90 Minuten einsetzen möchte. © Klingsieck

Timo Ballmann, schneller und quirliger Stürmer des Fußball-Bezirksligisten Spvg Schwerin, musste sich nach seinem zweiten Treffer beim 7:2-Testspielsieg gegen den VfB Börnig (Kreisliga A) einen wohl nicht ernst gemeinten Spruch seines Trainers Dennis Hasecke anhören. Hintergrund: Ballmann, der vor einem Jahr mit dem Coach von der SG Castrop an den Grafweg kam, wurde erst in der 54. Minute für Erdem Gönül eingewechselt. Was Trainer Hasecke veranlasste mit einem lauten Lachen seinem Torjäger zuzurufen: „Timo, demnächst lass ich Dich immer nur zehn Minuten spielen, wenn Du dann zwei Tore machst.“

Timo Ballmann von der Spvg Schwerin.
Timo Ballmann von der Spvg Schwerin. © Volker Engel © Volker Engel

Marc Olschewski, Trainer des VfB Habinghorst.
Marc Olschewski, Trainer des VfB Habinghorst. © Volker Engel © Volker Engel

Marc Olschewski, Trainer der Kreisliga-A-Fußballer im VfB Habinghorst, hatte sich am Wochenende vorgenommen, seinem Vereins-Geschäftsführer Markus Lüneberg bald „einmal aufs Dach zu steigen“. Was bei Lünebergs Körpergröße im Vergleich für Olschewski eine schwere Aufgabe wird. Der Hintergrund der kleinen Kritik, in die der Coach Olschewski den Funktionär nimmt, ist: Lüneberg hatte das VfB-Testspiel am 26. Juli im Internet bei fussball.de als ein Duell mit TS Rahm aus Duisburg eingetragen. Olschewski hatte aber den TuS Rahm aus der Dortmunder Kreisliga A eingeladen. Dieser kann am Spieltag nur im Falle einer Korrektur seine Aufstellung wirklich ausfüllen.


Thorsten Warner vom BC Schwerin.
Thorsten Warner vom BC Schwerin. © Volker Engel © Volker Engel

Thorsten Warner, Pressewart und Verwalter der Internetseite des Billardclub Schwerin (BC), bedankte sich auf der Homepage des Vereins nachdrücklich beim scheidenden Vereinswirt mit ungewohnt vollem Namen. Alfred Ernst Hilpert, den die meisten in Castrop-Rauxel nur unter seinem Spitznamen „Corny“ kennen, war über 23 Jahre lang der Wirt im Haus Oestreich (Frohlinder Straße). Thorsten Warner schrieb im Internet: „Am Samstag (27. Juni) endete nicht nur die Fußball-Bundesliga, es war auch seine letzte Schicht im Haus Oe.“ Und weiter: „Wir danken Corny für 23 Jahre mit viel Spaß, Sport und Spiel und natürlich jeder Menge gezapften und kredenzten Flüssigkeiten.


Peter Wach, Geschäftsführer der Schwerin.
Peter Wach, Geschäftsführer der Schwerin. © Volker Engel © Volker Engel

Peter Wach, Geschäftsführer der Spvg Schwerin, hatte quasi ein „waches“ Auge darauf, dass beim ersten Testspiel nach der Corona-Krise alles richtig abläuft. Der Schweriner war sogar der Meinung, dass auch das städtische Ordnungsamt vorbeischaut und prüft, ob alles nach den gesetzlichen Vorgaben auf und neben dem Platz eingehalten wird. Die Schweriner hatten jedenfalls mit einer Menge Leute alles gut vorbereitet, dass sich Wachs Ängste schließlich nicht bewahrheiten sollten. Der Funktionär hatte am Anfang des Spiels zum Reporter unserer Redaktion gesagt: „Wir wollen nämlich nicht die ersten Deppen sein, die etwas verkehrt machen.“

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