Bei der Kaderplanung für die Saison 2021/22 des SV Wacker Obercastrop hat jetzt ein Spieler, der bereits vor zehn Jahren Verantwortung übernommen hat, sein Ja-Wort gegeben. © Jens Lukas
Fußball

Ein Spieler von Wacker Obercastrop gibt seine Zusage für sein zweites Jahrzehnt im Club

Das war eine relativ leichte Aufgabe für Alexander Wagener. Mit vier Spielern musste der Sportliche Leiter des SV Wacker Obercastrop an einem Tag für die neue Saison verhandeln. Immer ging‘s ganz schnell.

In Zeiten von Corona ist Flexibilität angesagt. Selbst in Sachen Vertragsverlängerungen müssen neue Wege beschritten werden. Das persönliche Gespräch fällt flach, dafür wird telefoniert oder per Videochat über die Formalitäten verhandelt.

Beim Abwehrorganisator Dirk Jasmund ging alles ganz schnell, beim Ex-Kapitän Bastian Fritsch war das Gespräch mit Alexander Wagener ebenfalls in Rekordzeit vorbei. Überzeugungsarbeit musste der Sportliche Leiter nicht leisten.

Kam vor zehn Jahren von der Spvg Schwerin zum SV Wacker Obercastrop: Sebastian Fritsch © Volker Engel © Volker Engel

In weniger als zehn Minuten war alles klar

„Wir haben kurz telefoniert, das waren keine zehn Minuten, und dann war alles unter Dach und Fach“, erzählt Fritsch, der seit zehn Jahren für Wacker Obercastrop aufläuft – davon allein sechs Jahre in der Rolle des Kapitän.

„Irgendwann passte es nicht mehr. Als Kapitän muss man auch Zeit für die Mannschaft haben und präsent sein. Es war auch an der Zeit, ein paar jüngere Spiele in die Verantwortung zu nehmen“, blickt Fritsch auf sein sportliches Jahrzehnt in Obercastrop zurück. Seinen Vertrag beim Westfalenliga-Aufsteiger verlängerte der Mittelfeld-Akteur für ein weiteres Jahr bis Sommer 2022.

Im Herbst wird Fritsch zum ersten Mal Vater

„Wir haben die Ziele für die Saison 2021/22 durchgesprochen, wie der Kader aufgestellt ist und über die Rahmenbedingungen gesprochen“, so Fritsch.

Für den 33-Jährigen sind es nicht nur sportlich spannende Zeiten, die vor ihm stehen, auch persönlich ändert sich etwas: „Ich werde im Herbst zum ersten Mal Vater, da muss man erstmal schauen, wie ich das alles unter einen Hut bekomme.“

Denn die Zugehörigkeit zur Westfalenliga kostet Zeit. Dreimal die Woche wird trainiert, Fritsch ist als Feuerwehrmann auch beruflich eingespannt („Ich habe regelmäßig 24-Stunden-Dienste und bin auch am Wochenende im Dienst“) und ist zudem auf seine neue Vaterrolle gespannt. „Aber ich bin ja nicht der Erste, dem das so geht“, sieht Fritsch der kommenden Saison zuversichtlich entgegen.

Im September 2018 – bei der Landesliga-Premiere des SV Wacker Obercastrop – lief Bastian Fritsch (l.) als Kapitän auf. © Jens Lukas © Jens Lukas

Ziel für die Zukunft: Mehr Einsätze als in den vergangenen beiden Jahren

Seine persönlichen Ziele steckt der Castrop-Rauxeler denn auch sehr realistisch ab. „Ich möchte die Mannschaft führen und mehr Einsätze bekommen als in den vergangenem zwei Jahren. Wegen einiger Verletzungen und aktuell wegen Corona lief es da nicht so gut für mich“, so Fritsch, der klar umrissene Ziele für den Westfalenligisten hat, der nach sieben Spielen auf Rang fünf rangiert.

Bastian Fritsch: „Wir sind ja noch frisch in der Liga, müssen uns erstmal etablieren und haben bislang noch nicht gegen die Gegner von ganz oben gespielt. Ich glaube aber, dass wir eine gute Rolle spielen werden.“

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Ein waschechter Dortmunder, Jahrgang 1957. Vor dem Journalismus lange Jahre Radprofi, danach fast 30 Jahre lang Redakteur bei Dortmunder Tageszeitungen, seit 2015 bei den Ruhr Nachrichten, natürlich im Sport.
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Peter Kehl

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