Erkan Gül, der Trainer von Eintracht Ickern, muss sich in den kommenden Wochen verstärkt Gedanken machen, wie er den Spielermangel durch drei Abgänge und mehrere rotgesperrte Spieler ausgleichen kann. © Volker Engel
Fußball-Kreisliga A

Eintracht Ickern verliert auch noch einen dritten Spieler an einen Liga-Rivalen

Kurz vor dem Ende des Kalenderjahres haben die Kreisliga-A-Fußballer von Eintracht Ickern auch noch einen dritten Spieler der Aufstiegsmannschaft verloren. Wie gleichen die Eintrachtler das aus?

Falls die Saison 2020/21 nach dem Lockdown fortgesetzt wird, möchten die Kreisliga-A-Fußballer des Aufsteigers Eintracht Ickern (13.) unter Beweis stellen, dass sie die Liga-Reife haben. Mit drei Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge drückt sich das noch nicht in Zahlen aus.

Eintracht fehlen sechs Spieler aus zwei Gründen

Das Vorhaben erschweren werden zwei Faktoren: In den ersten Partien werden Mehmet Civ (noch 4 Spiele), Kevin Tann (2) und Kapitän Marlon Klawitter (1) noch Rotsperren absitzen müssen. Und drei Kicker haben kurz vor dem Jahreswechsel bei Liga-Konkurrenten angeheuert: Timmo Kantarci und Sefa Bal haben sich Arminia Ickern angeschlossen. Und jetzt wurde bekannt, dass Julian Theiler zum VfB Habinghorst geht.

Nur gut, dass die Eintrachtler vor dem Lockdown keinen Langzeitverletzten zu beklagen hatten. Dann wäre die Not noch größer. Eintracht-Trainer Erkan Gül sucht derzeit nicht bei anderen Vereinen nach Personal für die Saisonfortsetzung. Bislang denkt er noch an vereinsinterne Lösungen. Aus der Zweiten Mannschaft (Kreisliga B) rückt Alim Coskun in den Kreisliga-A-Kader auf. Und auch noch zwei weitere Akteure sollen befördert werden, so Gül: „Die Namen kann ich aber noch nicht sagen.“

Julian Theiler (2.v.l.), hier zusammen mit (v.l.) Muhammed Basar, Fatih Kantarci und Cihangir Sahinli, tauscht das Trikot von Eintracht Ickern gegen jenes des VfB Habinghorst ein. © Marcel Witte © Marcel Witte

Unterdessen freut sich Marc Olschewski, der Trainer des VfB Habinghorst, dass Theiler in seinem Team spielen möchte. Der Coach sagt: „Julian ist ein guter Fußballer der Kategorie, aus der wir noch welche brauchen. Er ist abgebrüht, stellt mit seinem Auftreten auf dem Platz etwas dar und kann variabel eingesetzt werden.“ Denn nicht nur als Mittelfeldakteur kann er auflaufen – auch in der Innenverteidigung.

Theiler wartet bis zum Sommer – wenn nötig

Wenn sich die Spielberechtigung im ersten Halbjahr noch nicht ergeben wird, würde Theiler auch bis zur neuen Saison 2021/22 warten, bis er kicken darf. So berichtete es Marc Olschewski.

Der Trainer ist nach der schweren Verletzung von Julian Jarkulisch bemüht, einen Torwart für seinen Kader zu gewinnen. Daher hat er Kontakt aufgenommen zu Sven Westemeier, mit dem er bei der SG Castrop zusammengespielt hat. Dieser hat sich für seine Ausbildung eine Auszeit genommen, hat sich selbstständig gemacht und hat womöglich wieder Zeit für den Fußballsport.

Über den Autor
Lokalsport Castrop-Rauxel
Ein Journalist macht sich aus Prinzip keine Sache zu eigen, nicht einmal eine gute (dieses Prinzip ist auch das Motto des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises).
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Jens Lukas

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