Tennisvereine und E-Mobilität

Erster Aufschlag für E-Mobilität in den Castrop-Rauxeler Tennisclubs

Tennis und E-Mobilität – passt das zusammen? Mit dem Projekt „Lade-Infrastruktur im Tennisclub“ des Deutschen Tennis Bunds können auch Castrop-Rauxeler Clubs zu mehr Nachhaltigkeit beitragen. Sind sie schon dabei?
Mehr E-Mobilität für Tennisvereine. Die Einweihung der Ladesäulen am Bundesstützpunkt des Deutschen Tennis Bundes in Oberhaching mit (v.l.) Helmut Schmidbauer, Landesverbandspräsident des BTV, Ulrich Klaus , DTB-Präsident ,und Uwe Bartmann, CEO Siemens Deutschland. © Siemens

Elektrofahrzeuge auf den Straßen und Ladesäulen auf immer mehr Parkplätzen zeigen deutlich: Die Mobilitätswende verändert auch die Anforderungen an die Infrastruktur. Wer sein Fahrzeug nicht zuhause mit Energie betanken kann, ist auf Ladeangebote im öffentlichen Raum angewiesen, zum Beispiel im Tennisclub.

Nach Auffassung des Deutschen Tennis Bundes (DTB) sind Tennisvereine mit ihren oft großzügigen Parkplatzflächen und der stundenlangen Verweildauer der Mitglieder ideale Standorte für elektronische Ladesäulen. „Der Mensch powert sich auf dem Tennisplatz aus, das Fahrzeug tankt derweil auf dem Parkplatz neue Energie“, heißt es in der Vorstellung der Initiative des DTB.

Positive Reaktionen beim TC 06 und TuS Ickern

Die ersten Reaktionen der Castrop-Rauxeler Tennisclubs sind durchweg positiv. Michael Müller, Geschäftsführer des TC Castrop 06, spricht von einer „tollen Idee“: „Ich bin sicher, der Bedarf an Ladesäulen für Elektroautos besteht und wird in Zukunft noch steigen.“ Im Club am Wiedehagen wird ein technisches Expertenteam unter der Leitung des Technischen Wartes Peter Hallenberg jetzt prüfen, wie man die Installation von E-Ladesäulen umsetzen kann.

Im Juli 2017 wurde beim TC Castrop 06 am Wiedehagen die Tennishalle modernisiert. Jetzt könnte auf dem Vereinsgelände eine Ladestation aufgestellt werden. © Jens Lukas © Jens Lukas

Auch beim TuS Ickern scheint man von der DTB-Initiative angetan zu sein. Geschäftsführer Heiko Sobbe findet das Projekt „hoch interessant“ und wird die Details im Vorstand vorstellen: „Wir sind ja mit unserer Photovoltaik-Anlage im Energiebereich schon sehr weit. Es müssen jetzt die technischen und finanziellen Voraussetzungen für die Einrichtung von Ladesäulen geprüft werden.“

Ladesäulen lohnen sich finanziell für Tennisclubs

Für den DTB liegen die Vorteile der Initiative für die Tennisvereine auf der Hand. Der Club bietet seinen Mitgliedern und Gästen mit dem Angebot einer Ladesäule einen Mehrwert, nämlich eine effiziente Zeitnutzung – und wird somit selbst zum Vorreiter in Sachen nachhaltiger Mobilität.

Aber auch in finanzieller Hinsicht können die Vereine profitieren, stellen die Ladesäulen doch eine potenzielle weitere Einnahmequelle dar. Den Kosten für die Anschaffung, Installation und Wartung einer Ladesäule stehen die Bezuschussung von Bund und Ländern, die Möglichkeit der steuerlichen Abschreibung sowie die Einnahmen durch den Verkauf des Stroms an den Endkunden gegenüber.

Der TuS Ickern setzt am Kattenstätter Busch auf Stromgewinnung durch Photovoltaik. © Jens Lukas © Jens Lukas

RVR und GW Frohlinde setzen auf Rad-Ladestationen

Christian Welz, 1. Vorsitzender der Tennisabteilung des RV Rauxel, steht derartigen Initiativen grundsätzlich positiv gegenüber, muss momentan aber andere Prioritäten setzen: „Wir sind gerade dabei, uns um die Projekte zu kümmern, die im Rahmen des Förderprogramms des Landes Moderne Sportstätten 2022 zur Sanierung unserer Sportstätten in Angriff genommen werden müssen. Diese Projekte haben Vorrang. Dabei ist aber auch die Einrichtung einer Fahrrad-Ladestation im Gespräch.“

Eine Rad-Ladestation wird auch beim TC GW Frohlinde ins Auge gefasst. Vorsitzender Ulrich Viefhaus sieht die Einrichtung von Ladesäulen für Elektroautos eher als problematisch an: „Als Stellplatz käme nur der obere Parkplatz in Frage, da würde der Aufwand ziemlich groß sein. Aber der Bedarf an einer Rad-Ladestation ist auf jeden Fall da. Viele unserer Mitglieder und Gäste kommen mit ihren E-Bikes zu unserer Anlage.“ Fördermittel sind bereits bewilligt.

Siemens, der offizielle Technologie-Partner des Deutschen Tennis Bundes, bietet interessierten Clubs ab sofort eine umfassende Beratung und Betreuung von der Planung bis zur Installation, Inbetriebnahme und Wartung von E-Ladesäulen auf dem Vereinsgelände an. Zudem hilft Siemens, das für den Club passende Förderprogramm herauszusuchen. Für eine persönliche Beratung steht per E-Mail Ignacio Diaz (E-Mail: Ignacio.diaz@siemens.com) zur Verfügung.

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