Beim FC Frohlinde wird in die Höhe gebaut. Das Foto erinnert beinahe an die Wolkenkratzer-Arbeiter, die im Jahr 1932 in luftiger Höhe abgelichtet wurden. © privat (FC Frohlinde)
Fußball

FC Frohlinde baut an – wie der FC Bayern München

Beim FC Frohlinde wird nicht nur an einem neuen Landesliga-Team gebastelt. Die Heimwerker des Vereins haben am Klubheim eine weitere Bau-Etappe geschafft. Ein Foto erinnert dabei an New York 1932.

Seit Monaten sind viele fleißige Hände des FC Frohlinde am Neubau und Umbau des Vereinshauses beschäftigt. Jetzt hat die durchweg aus FCF-Mitgliedern bestehende Heimwerker-Schar eine nächste Bau-Etappe vollbracht.

Kran hebt drei Tonnen Stahl

Rund drei Tonnen Stahlträger wurden per Kran in die Höhe gehievt und in der richtigen Position verschraubt. Das Stahlgerüst für das neue Treppenhaus und mit Aufzug steht. Ein Foto nach dem Richtfest erinnert an einen berühmten Schnappschuss aus New York (USA) von 1932.

Bauleiter Kalli Hüning zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Immerhin waren es viele Laien an seiner Seite, die sich die Arbeit mit dem harten Stahl zutrauten. Nur Ungelernte waren allerdings nicht am Werk. Wie der 2. Vorsitzende erzählte, hatte er aus seiner Stahlbaufirma Hilfe aus der eigenen Familie sowie einen Azubi dabei.

Und weil der Auszubildende auch entlohnt wurde, konnte Hüning sagen, wie lange der Aufbau an dem Samstag andauerte: Sieben Stunden. Neben seinen eigenen Leuten, hatte sich der Meister noch Unterstützung von der Nachbarfirma, Zimmerei Harald Pawlik, an Bord geholt. Von dem Nachbarn kam auch der Kran, der die schweren Stahlträger, die in der Schlosserei des Frohlinder Vorstand-Mitgliedes gefertigt wurden, in die Höhe bewegte.

Hüning berichtete: „Bei uns am Vereinshaus sind ja jede Woche Männer dabei, die in der Regel in Büros sitzen. Die können natürlich nicht wissen, wie das mit dem Umgang von Stahlträgern geht.“ Doch jede Helferhand sei wichtig, die konnten sich „so richtig austoben“ ergänzte der FCF-Funktionär.

Nach Abschluss der Arbeiten am Stahlgerüst wurden dann Fotos gemacht, die in Anlehnung an einen berühmten Schnappschuss von 1932 aus Amerika erinnerten. Damals hatten sich elf Arbeiter des Rockefellers Centers in New York in luftiger Höhe auf einem Stahlgerüst zur Pause niedergelassen. Wer kennt das Foto nicht?

Das Vereinsheim des FC Frohlinde wird aktuell weiterhin umgebaut. © Jens Lukas © Jens Lukas

In Frohlinde waren es sieben Leute auf dem Stahlträger. Hüning erzählte jetzt: „Als wir den kleinen Richtkranz gesetzt hatten, kam diese Foto-Idee gleich auf. Nur der 1. Vorsitzende Robert Janßen und er selbst, setzten sich nicht auf den Träger.

Janßen erzählte: „Ich habe es nicht so mit der Höhe“. Und er selbst, der es eigentlich von der Arbeit gewohnt sein sollte, hatte auf der Leiter Probleme mit den Knien. Ein Frohlinder Helfer, der eigentlich jede Woche mit am Bau war und für den Balance-Akt auf dem Gerüst prädestiniert gewesen wäre, fehlte urlaubsbedingt. Robert Janßen erwähnte lachend: „Jörg Matuszewski ist bei der Feuerwehr Höhenretter, der hat uns natürlich gefehlt.“

Stahlbaumeister Hüning erzählte weiter, dass mittlerweile die Treppen (auch aus Stahl) im Rohbau eingebaut sind: „Die Podeste müssen noch mit Estrich ausgegossen werden“. Wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind und die Glasfront zur Sportplatz-Seite installiert ist, kann die Castrop-Rauxeler Firma Rösner auch den Aufzug montieren. Ob die Arbeiten zum Saisonbeginn Ende August abgeschlossen sind, glaubt der FCF-Verantwortliche eher nicht. Aber er sagte zum Reporter dieser Redaktion: „Wir haben auf der anderen Seite schon einen Treppen-Aufgang zur neuen ersten Etage fertig.“

Um noch einmal auf die andere neue pompöse Hausseite mit Aufzug und Glaswand zu kommen, erwähnte Hüning: „Mit der großzügigen Glasfront wird das so aussehen, wie beim FC Bayern München an der Säbener Straße.“

Über den Autor
Sportredaktion Castrop-Rauxel
Geboren und wohnhaft in Castrop-Rauxel, bin ich über den Billardsport (Karambolage) als freier Mitarbeiter in der Castrop-Rauxeler Lokalredaktion angefangen. Da ich neben dem französischen Billard noch Fußball, Handball, Tischtennis und Tennis in Vereinen aktiv ausführte bot es sich förmlich an, darüber ebenfalls zu berichten.
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