Arminia Bielefeld holte in der vergangenen Saison ein 3:3 bei Bayern München. Hier jubelt Bielefelds Amos Pieper über sein 2:0. Der FC Frohlinde nimmt sich die Arminen vor dem Spiel gegen Tabellenführer Horsthausen als Vorbild. © dpa
Fußball-Landesliga

FC Frohlinde will es beim Spitzenreiter Horsthausen Arminia Bielefeld nachmachen

Es gibt Fußballspiele, bei denen man nur gewinnen kann - eine Niederlage wäre nämlich normal. Vor einer dieser „leichten Aufgaben“ steht Landesligist FC Frohlinde - so wie Bielefeld bei Bayern.

Es ist der achte Spieltag in der Landesliga 3. Wenn auf eigenem Sportplatz der Spitzenreiter Spvgg Horsthausen – sieben Spiele, sieben Siege – zum „Tanz“ bittet, steht der Gegner eigentlich vor einer leichten Aufgabe. Der FC Frohlinde kann dort am Sonntag (17. Oktober, 15 Uhr) nur gewinnen – denn verlieren würde kaum überraschen.

Arminia Bielefeld reise laut Thimm auch nicht nach München, um zu verlieren

„Stimmt – verloren haben wir in vieler Augen doch sowieso schon“, sagt Frohlindes Trainer Jimmy Thimm. Der wurde im Auto erwischt – auf der Fahrt nach Holland in den traditionellen Herbstferien-Urlaub mit der Familie. Folglich ist Trainer-Kollege Daniel Diaz in Horsthausen der Frohlinder Allein-Verantwortliche.

Jimmy Thimm wird gegen Horsthausen nicht da sein, da er im Urlaub ist.
Jimmy Thimm wird gegen Horsthausen nicht da sein, da er im Urlaub ist. © Jens Lukas © Jens Lukas

Obwohl eine Niederlage beim Tabellenführer normal wäre, gibt Thimm dieses Spiel nicht kampflos verloren: „Wir fahren nach Horsthausen, um dort mutig aufzutreten und uns nicht zu verstecken. Wir wollen die Punkte mitnehmen.“ Eine Chance gebe es in jedem Fußballspiel. Arminia Bielefeld reise auch nicht zu Bayern München, nur um zu verlieren. Und in der vergangenen Saison holten die Ostwestfalen dort sogar ein 3:3.

Vorbild SSV Buer: Frohlinde will es Horthausen schwer machen

Nach dem 4:0-Heimsieg gegen die DJK Wattenscheid mit dem Sprung auf Tabellenrang elf und in Tuchfühlung zu Platz acht, sei der Trainings-Spaßfaktor unter der Woche entspannter und fröhlicher gewesen als nach der 2:5-Niederlage bei Firtinaspor Herne, so Thimm. Dieses Hochgefühl will Frohlinde mitnehmen nach Horsthausen.

Dass der Spitzenreiter keine Übermannschaft ist, war zuletzt beim nur knappen 3:2-Sieg bei SSV Buer zu sehen. Buers Trainer Misel Zec sprach sogar davon, dass mehr drin gewesen sei für sein Team, wenn es die verpennte Anfangsphase nicht gegeben hätte. Nach weniger als einer Viertelstunde führte Horsthausen mit 2:0 nach einem SSV-Stellungsfehler plus Foulelfmeter, in Minute 46 sogar 3:0. Danach wurde es jedoch kribbelig – Buer kam aber erst in der 90. Minute zum 2:3.

Ein Spiel in der Landesliga musste schon abgesagt werden

Ganz anders sah es beim 4:0-Sieg des FC Frohlinde gegen DJK Wattenscheid aus. Frohlinde zeigte Stärke und Selbstbewusstsein. Lukas Köthe wurde mit drei Toren zum Matchwinner. Gelingt erneut eine solche Demonstration eigener Stärke, sind Frohlindes Fußballer auch in Horsthausen gewiss nicht chancenlos. Zumal der Spieler-Kader gut gefüllt ist.

Zwar hat sich Emirhan Danabas beim Training eine Leistenverletzung zugezogen und fällt wohl aus, dafür sind Jan-Luca Dykierek und Alexander Sube wieder am Ball. „Mit Sven Jubt hat Horsthausen einen überragenden Torjäger. Wir müssen also das Zentrum vor unserer Kiste dicht machen, damit Jubt überhaupt nicht zum Schuss kommt“, nennt Trainer Thimm eine taktische Maßnahme.

In der Landesliga wurde übrigens das Kellerduell zwischen der SG Welper und Viktoria Resse bereits abgesagt. Wenn man so etwas ließt, fällt spontan das böse Wort „Corona“ ein. Diese Absage hat zum Glück aber einen anderen Grund: Welpers Sportplatz ist wegen Umbaumaßnahmen nicht bespielbar.

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Freier Mitarbeiter
Über 30 Jahre als Sportredakteur aktiv, bin ich nun im "Unruhestand" seit der Saison 2018/2019 als Freier Mitarbeiter für den Castroper Sport am Ball - eine neue, spannende Erfahrung. Meine journalistischen Fachgebiete sind alle Ballsportarten, die Leichtathletik und Golf. Mit den deutschen Spitzen-Fechtern war ich in den frühen 2000er-Jahren bei Welt- und Europameisterschaften in der "halben Welt" unterwegs.
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