Handball

Handball: Auch Bezirksliga und Kreisliga kapitulierten vor Corona

Das musste ja so kommen. Die Pandemie hat die Handball-Saison 2020/21 im Jugend- und Erwachsenenbereich in den Kreisligen und Bezirksligen auf dem Gewissen.
Abhaken muss nunmehr Ralf Utech, der Trainer des Bezirksliga-Aufsteigers TuS Ickern, die Saison 2020/21. © Volker Engel

Das sind keine guten Nachrichten für die Handballerinnen und Handballer aus Castrop-Rauxel. Die Kreisvorsitzenden im Handballverband Westfalen haben einen Beschluss gefasst, wonach die aktuell unterbrochene Saison 2020/2021 in den Bezirksligen im Erwachsenen- und Jugendbereich abgebrochen und nicht gewertet wird.

Der Vorstand des Handballkreises Industrie, dem die HSG Rauxel-Schwerin und der TuS Ickern angehören, schließt sich jetzt dieser Entscheidung an und hat auch in den Spielklassen unterhalb der Bezirksliga die noch gar nicht begonnene Saison für beendet erklärt. Überraschend kommt diese Entscheidung nicht. Denn den Handballern läuft schlicht die Zeit davon.

„Nichts geht mehr“, heißt es nunmehr also für die Männer und Frauen des TuS Ickern, die der Bezirksliga angehören. Die HSG Rauxel-Schwerin 2 ist in der Männer-Kreisliga schachmatt gesetzt. In der Frauen-Kreisliga kommt die HSG nicht zum Zuge. In den Kreisklassen sollten eigentlich die Männer der HSG 3 und von Ickern 2 sowie die Frauen des TuS 2 auflaufen.

Wiederaufnahme bis Mitte März nicht mehr möglich

Die Kreisvorstände setzen jetzt einen bereits im Jahr 2020 gefassten Beschluss um. Am 26. November nämlich hatten die Kreisvorsitzenden unter dem Eindruck der Beschlüsse der staatlichen Organe vereinbart, den Spielbetrieb am abschließenden Februar-Wochenende (27./28. Februar) wieder aufnehmen zu wollen, wenn den Vereinen vorher ausreichend Trainingszeiten – die Rede war hier von vier Wochen – zur Verfügung stehen.

Das wird nun nicht möglich sein. Gleichzeitig wurde Ende November bereits beschlossen, dass die Saison für beendet erklärt wird, wenn bis zum 13. und 14. März eine ordentliche Wiederaufnahme des Spielbetriebes mit vier Wochen Vorlaufzeit nicht möglich sei. Dieser Fall ist nun eingetreten. Zuvor angedachte Alternativen sind damit vom Tisch.

Es wird keine Auf- und Absteiger geben

Für die Vereine heißt das, dass es keine Auf- oder Absteiger geben wird. Die Saison 2021/22 soll nach den Sommerferien auf dem Stand der Vorsaison begonnen werden. „Sobald absehbar ist, dass es zu einer Wiederaufnahme des Spielbetriebes kommen kann, wird der Kreisvorstand mit den Spieltechnikern und Vereinen über mögliche Modalitäten beraten“, heißt es in der Mitteilung an die Vereine. In den Spielklassen oberhalb der Bezirksliga will der Verband nach Möglichkeit eine Aufstiegsrunde anbieten.

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