Sportlich schenkten sich Wacker Obercastrop und der TuS Bövinghausen nichts. Der Schlagabtausch geht auch verbal weiter. © Schaper
Fußball-Westfalenliga

„In welcher Glaskugel hat er das denn gesehen?“ – Schlagabtausch zwischen Wacker und Bövinghausen

Auch in der kommenden Saison wird es das Duell zwischen Wacker Obercastrop und dem TuS Bövinghausen geben. Verbal legen beide Vereine jetzt schon vor.

Dem SV Wacker Obercastrop bleibt auch in der kommenden Saison ein heißes Duell aus der Landesliga erhalten. Überraschend spielt auch der ärgste Landesliga-Rivale der Obercastroper in der kommenden Saison in der Westfalenliga. Nicht nur sportlich ging es zwischen beiden Mannschaften heiß her, auch verbal gab es die ein oder andere Spitze. Meistens kamen sie aus der Richtung des Verfolgers Bövinghausen.

Und Bövinghausen-Boss Ajan Dzaferoski kann es auch nach dem Aufstieg nicht lassen. Zwar sagt er, er finde es gut und verdient, dass Obercastrop aufgestiegen sei. Dzaferoski ist sich aber auch sicher: „Zu 100 Prozent hätten wir sie noch bekommen.“ Zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs hatte Wacker sieben Punkte mehr als Bövinghausen. Die Dortmunder hatten jedoch noch ein Spiel weniger.

„Sie haben geschwächelt“

Zum direkten Duell beider Mannschaften ist es in der Rückrunde nicht mehr gekommen. „Hätten wir unser Nachholspiel gewonnen und dann das Spiel gegen Wacker auch noch, wäre es nur noch ein Punkt gewesen. Sie haben geschwächelt“, sagt Dzaferoski. Ob man sie wirklich eingeholt hätte, wisse natürlich nur der liebe Gott. Vom Gefühl her, hätte aber der TuS am Ende auf Platz 1 gestanden, glaubt Dzaferoski.

Ajan Dzaferoski ist nicht erfreut über das Verhalten von Türkspor. © Stephan Schuetze © Stephan Schuetze

„In welcher Glaskugel hat er das denn gesehen?“, fragt sich Wacker-Vorsitzender Martin Janicki. „Diese Hypothesen kann er sich sparen. Ich halte mich lieber an die Fakten: Wir sind Meister und nicht Bövinghausen.“ Da könne Dzaferoski so laut bellen, wie er will. „Er sollte mal lieber kleine Brötchen backen. Aber er stichelt ja gerne“, sagt Janicki. Das gehöre auch dazu, wenn man eine gewisse Rivalität habe, findet der Wacker-Vorsitzende.

Acht Minuten Autofahrt liegen zwischen den Sportplätzen

Leider habe man diesen Wettkampf sportlich nicht mehr austragen können. „Aber das können wir dann ja in der kommenden Saison nachholen. Ich bin immer für Derbys. Auf die Spiele gegen Bövinghausen freue ich mich jetzt schon.“

“Ich halte mich lieber an die Fakten: Wir sind Meister und nicht Bövinghausen”, sagt der Wacker Vorsitzender Martin Janicki. © Volker Engel © Volker Engel

Beide Vereine trennen acht Minuten Autofahrt. Wahrscheinlich wird es also voll an der Karlstraße in Obercastrop und an der Provinzialstraße in Bövinghausen, wenn die beiden Vereine gegeneinander spielen. Janicki will sich beim Staffelleiter dafür einsetzen, dass die erste Partei der Saison Wacker gegen Bövinghausen heißt. „Natürlich nur, wenn dann auch wieder Zuschauer erlaubt sind, sonst ist das ganze ja nur halb so attraktiv“, sagt der Vorsitzende von Obercastrop.

„Geld schießt auch nicht zwangsläufig Tore“

Auch Dzaferoski freut sich auf das Derby gegen Wacker: „Da war schon in der vergangenen Saison richtig Pfeffer drin. In der Westfalenliga ist es natürlich noch reizvoller. Wir freuen uns auf die Duelle.“ Die Zielsetzungen der beiden Clubs sind dabei durchaus unterschiedlich. „Es wird natürlich schwierig, aber wir wollen oben mitspielen“, sagt Dzaferoski.

Janicki sieht die Obercastroper nicht in dieser Rolle: „Wir wollen die Klasse halten und uns etablieren. Dafür sollten wir aber unsere Hausaufgaben machen“, sagt Janicki. Es nütze nichts, sich mit Bövinghausen zu vergleichen, die einen ganz anderen Etat hätten. „Die sehen sich ja schon in der Oberliga“, sagt Janicki und kann sich dann eine weitere Spitze nicht verkneifen: „Aber Geld schießt auch nicht zwangsläufig Tore, das haben wir ja zu Beginn der vergangenen Saison bei Bövinghausen gesehen.“

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Lukas Wittland

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