In Castrop-Rauxel darf wieder trainiert werden. © Jens Lukas
Fußball

Kreisvorsitzender zweifelt Legalität von Training in Castrop-Rauxel an

Die Stadtverwaltung in Castrop-Rauxel hat den Vereinen grünes Licht gegeben. Nach den Lockdown-Lockerungen im Breitensport ab dem 22. Februar dürfen sie die Plätze öffnen. Und Zweier-Gruppen dürfen trainieren.

Die Westfalenliga-Fußballer des SV Wacker Obercastrop möchten es am Dienstag, 2. März, ausprobieren. Sie testen in der Erin-Kampfbahn das Training in Zweier-Gruppen nach der Novelle der NRW-Coronaschutzverordnung, (seit 22. Februar gültig).

Steffen Golob, der Coach Aytac Uzunoglu beim Training des Wacker-Teams unterstützt, betont: „Wir gehen mit den Lockerungen sehr diszipliniert um. Alle Spieler wissen, dass alle Regeln gewissenhaft eingehalten werden müssen.“

Bernd Götte (VfB Börnig), Stellvertretender Vorsitzender des Fußballkreises Herne/Castrop-Rauxel, sagte zu den Freiheiten, die es in Herne und Wanne-Eickel in dieser Form nicht gibt: „Ich halte es für sehr bedenklich, dass in Castrop-Rauxel trainiert wird. Natürlich will jede Mannschaft zurück auf den Sportplatz.“

Bernd Götte vom VfB Börnig in Herne ist Vorsitzender Kreis-Jugend-Ausschuss (VKJA) und Stellvertretender Kreisvorsitzender im Fußballkreis Herne/Castrop-Rauxel. © David Hennig © David Hennig

FLVW gibt Weisung aus

Laut Götte hätten sowohl der Landessportbund als auch der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) die Weisung ausgegeben, die genannte Lockerung für den Sport zu zweit nicht für die Durchführung von Mannschaftstrainings zu nutzen.“ Aus diesem Grund seien in Herne auch nur zwei Sportanlagen, das Stadion Wanne und der Sportplatz Stadtgarten, offen – ausschließlich für die Leichtathletik. Götte: „Zur Überwachung der Einhaltung der Coronaregeln wird bei uns auf den Plätzen ein städtischer Mitarbeiter eingesetzt. Dieser hat auch die Möglichkeit, die Anlage zu schließen, wenn die Bestimmungen nicht eingehalten werden – oder er ruft Ordnungskräfte.“

Maximal 20 Sportler dürfen in Bochum auf Platz

Eine andere Castrop-Rauxeler Nachbarstadt hat die Öffnung aller Plätze verkündet: Bochum. Dort hat das Referat für Sport und Bewegung einen Kriterienkatalog erarbeitet. Dieser erlaubt es Klubs, die Sportplätze im Rahmen der Coronaschutzverordnung zu nutzen.

Das Sportreferat weist in der Mitteilung, die im Internet unter www.bochum.de veröffentlicht wurde, ausdrücklich darauf hin, dass „kein Mannschaftstraining“, in welcher Form auch immer, zulässig sei, so Achim Paas, Amts- und Institutsleiter. Auch sind Besucher grundsätzlich auf den Sportanlagen nicht zulässig.

Einzelpersonen oder Zweiergruppe, die nun auf den Anlagen Sport treiben, müssen einen Abstand von fünf Metern einhalten. Die Stadt hat daher die Anzahl der Sportlerinnen und Sportler, die sich maximal auf einer Anlage aufhalten dürfen, begrenzt. „Auf einem klassischen Fußballplatz ohne Laufbahn sind dies 16 Personen, mit Laufbahn 20 Personen“, sagt Paas.

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Jens Lukas

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