Die Korfballnationalspielerinnen Anna Goepfert (r.), Lea Sander (l.) und Nationalspieler David Liepold müssen für ihre EM-Vorbereitung derzeit mit einem Bolzplatz mit Schotterboden vorliebnehmen. © Jens Lukas
Korfball

Mit Video: Nationalmannschaft appelliert: „Bürgermeister Kravanja, gib uns eine Halle!“

Seit Anfang Mai möchte sich die Korfball-Nationalmannschaft auf die EM im Oktober vorbereiten. Die Castrop-Rauxeler in dem Team schauen in die Röhre, weil sie keine Trainings-Halle haben.

Aus der Not eine Tugend machen wollten Lea Sander, David Liepold (beide KV Adler Rauxel) und Anna Goepfert (vormals Schulte/Schweriner KC), die alle für die Korfballnationalmannschaft spielen. Da ihnen und ihrem Team durch die Coronaschutzbestimmung nicht wie gewohnt eine Sporthalle zur Verfügung steht, trafen sie sich auf dem Bolzplatz hinter dem Castrop-Rauxeler Hallenbad.

Training im Regen

Das Trio wollte nach einem halben Jahr ohne Ball-Training die EM-Vorbereitung starten. Die 40 Kilo schwere Korbanlage zum Bolzplatz zu schleppen, das war schon ein Kraftakt. Vor Ort erwarteten die Leistungssportler keine optimalen Bedingungen – mit Schotter als Untergrund und immer wieder einsetzenden Regenfällen.

Mehr Glück haben jene Korfballnationalspieler, die den Vereinen des Rheinischen Turner Bundes (RTB) angehören. Diese üben schon jetzt in einer Stützpunkthalle in Bergisch Gladbach. Anna Goepfert sagt: „Uns würde es schon reichen, wenn wir in kleinen Gruppen in einer Dreifach-Halle ohne Kontakt trainieren könnten. Man könnte da ja die Trennwände herunterlassen. Und wir würden die Trainingsgruppen auch nicht mischen.“

Ebenfalls ein Faktor ist laut Lea Sander, dass einige aus dem Kader wegen ihrer beruflichen Tätigkeiten bereits geimpft sind. Daher auch der Appell des Trios: „Lieber Bürgermeister Rajko Kravanja, bitte stellen Sie uns eine Halle zur Verfügung.“

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Lokalsport Castrop-Rauxel
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Jens Lukas

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