Trafen sich nach Abpfiff des Testspiels zwischen Schwerin und Habinghorst zum freundschaftlichen Expertengespräch: Dennis Hasecke (r./Spvg) und Marc Olschewski (VfB). © Jens Lukas
Fußball-Testspiele

Nach Derby zwischen Schwerin und VfB: Trainer spricht von Hobbyfußball-Truppe

Kaum zu glauben, aber wahr: Das Testspiel zwischen der Spvg Schwerin (Bezirksliga) und dem VfB Habinghorst (Kreisliga A) am 2. Juli war das erste Derby des Jahres 2021. Und: Die Pandemie hinterließ hüben wie drüben Spuren.

Viele Abstriche mussten die Trainer beider Teams machen. Nach dem Testspiel-Derby zwischen der Spvg Schwerin und dem VfB Habinghorst verließen die Coaches Dennis Hasecke (Spvg) und Marc Olschewski (VfB) allerdings mit sehr verschiedenen Stimmungslagen den Kunstrasen am Grafweg.

Verbaler Schlagabtausch zwischen den Trainern

In den 90 Minuten zuvor hatten sich die befreundeten Trainer mit viel Humor einen verbalen Schlagabtausch geliefert. Hasecke war aber beim Blick auf den Auftritt seiner Schützlinge auf dem Platz das Lachen unzählige Male vergangen. Dabei war die 2:3 (2:2)-Niederlage seiner Bezirksliga-Kicker gegen den A-Kreisligisten nicht das Hauptthema.

Dennis Hasecke vermisste bei vielen seiner Spieler den Willen und die nötige Körpersprache, die in dieser Partie nötig war. Weshalb sich der bei der Ansprache an seinen Kader mit Kritik nicht zurückhielt – und auch betonte: „Ich habe keine Lust, der Trainer einer Hobbyfußball-Truppe zu sein.“

Dabei hatte die Partie für die Gastgeber verheißungsvoll begonnen: Lukas Muth traf zum frühen 1:0. Marius Steger glich zum 1:1 aus. Danach drehte der VfB das Spiel.

Beim Habinghorster 2:1 unterlief Youngster und Neuzugang Ilias Markan (vom VfB Waltrop) ein Eigentor. Sein Kapitän Kevin Wagener sagte dazu: „So etwas ist mir auch schon passiert. Ich denke, er wird daraus lernen – wie auch alle weiteren jungen Spielern aus ihren Fehlern von heute. Ich bin zuversichtlich, dass wir bald gut eingespielt sein werden und eine gute Mannschaft haben.“

Habinghorsts Neuzugang Luce Schneider (l./von der SG Castrop), hier im Zweikampf mit Schwerins Maik Bothe, trumpfte groß auf. © Jens Lukas © Jens Lukas

Schwerins Routinier Stefan Fels, der im Mittelfeld viele Löcher stopfen musste, glich noch vor der Pause zum 2:2 aus. Der Ausgleich fiel in eine Phase, in der die vorallem durch ihre Neuzugänge Ilias Homann (FC Frohlinde II) und Luce Schneider (SG Castrop) keck auftrumpfenden Habinghorster ihrem Anfangs-Tempo bereits Tribut zollten.

In der Halbzeitpause erklärten die VfB-Trainer Marc Olschewski und Dustin Lukat auf dem Platz an der Taktiktafel, mit welcher Ordnung ihre Mannen das Mittelfeld dominieren können. Das zahlte sich aus: Der eingewechselte Lukas Balassas markierte nach einem feinen Spielzug über Homann (mit Hackentrick) und Dennis Both den 3:2-Siegtreffer.

Habinghorsts Spieler Julian Theiler (l.) leistete einem seiner Mitspieler Hilfe bei einem Krampf – und litt im Spiel auf Schwerin zuvor ebenfalls unter einem solchen. © Jens Lukas © Jens Lukas

Ab der 70. Minute dominierten die Schweriner das Geschehen – ohne allerdings in gute Positionen im Abschluss zu kommen. Dass auch bei den Habinghorstern im Fitnessbereich sehr viel Luft nach oben ist, wurde deutlich sichtbar: Denn gleich vier VfB-Akteure plagten sich weit vor dem Schlusspfiff mit Krämpfen herum.

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Lokalsport Castrop-Rauxel
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Jens Lukas

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