An der Brandheide rollt derzeit der Ball nicht. Es werden im Vereinsheim die personellen Wichen für die Zukunft gestellt. © Jens Lukas
Fußball-Landesliga

Nach erster Sitzung: Der FC Frohlinde deckt eine Personalie auf

Nach wochenlanger Dunkelheit strahlte beim FC Frohlinde am Freitag vor dem dritten Advent wieder Licht im Vereinsheim. Für eine kleine Diskussions-Runde. Danach wurde eine Personalie bekannt.

Der 1. Vorsitzende des FC Frohlinde, Robert Janßen, hatte im großen Saal im ersten Stock des umgebauten Vereinshauses eine Sitzung im kleinen Rahmen abgehalten – unter den nötigen Corona-Auflagen. Janßen sagte dazu: „Unser neuer Raum ist so groß, dass wir mit der kleinen Runde genug Abstand halten konnten.“

Großes Thema war die unterbrochene Saison 2020/21, aber es ging auch um die Spielzeit 2021/22. Und vordergründig, ob die beiden Trainer der Landesliga-Mannschaft, Stefan Hoffmann und Michael Wurst, über den Sommer hinaus das Training weiterleiten werden.

Trainerfrage ist noch nicht beantwortet

Denn das scheint noch nicht sicher. Robert Janßen sagte am Morgen nach der Sitzung: „Wir würden die beiden gerne halten. Das sind bei uns die richtigen Leute am richtigen Ort.“ Im Laufe der Jahre hätte sich schon ein „richtiges Freundschaftsgefühl“ entwickelt, so der Vorsitzende. Beide würden noch ein wenig zögern und hätten um Bedenkzeit gebeten. Janßen: „Ich hoffe, dass wir auf dem Weihnachtstisch schon eine gute Nachricht erhalten.“

Eine gute Nachricht konnte Coach Stefan Hoffmann, der sich zu seiner Frohlinder Zukunft noch nicht äußern wollte, übermitteln. Justin Strahler hat zugesagt, nach Frohlinde zu kommen. Der Castrop-Rauxel wohnende Stürmer, der im Sommer von der Spvg Schwerin (Bezirksliga) zur Spvg Erkenschwick (Westfalenliga) gegangen war, fühle sich bei seinem neuen Verein nicht wohl. Obwohl er in den Testspielen vorher überzeugte, kam er bis zum Corona-bedingten Abbruch in den acht Meisterschafts-Spielen nicht zum Einsatz.

Der Ex-Schweriner Justin Strahler (l.), hier im Trikot der Spvg Erkenschwick im Spiel bei der SG Castrop, kommt zum FC Frohlinde. © Hermann Klingsieck © Hermann Klingsieck

Somit ist der erste Neue an Bord. Die Verpflichtung von weiteren sei noch gar nicht möglich. Janßen ist vorsichtig und sagt: „Wir müssen ehrlich sein, wir wissen ja noch gar nicht, wann es weitergeht – und in welcher Liga wir spielen werden.“ Nach dem ersten Saisonsieg in Resse ist sich der Vorsitzende sicher: „Hätten wir danach weiter spielen können, hätten wir die nötigen Punkte geholt. Jetzt ist alles noch offen.“ Im letzten Spiel vor Corona-Abbruch – beim Sieg bei Schlusslicht Viktoria Resse – sei die Mannschaft als richtige Einheit aufgetreten.

Wie es jetzt weiter geht, hängt von der Entscheidung der Trainer ab. Dann soll mit den Spielern aus dem eigenen Kader gesprochen werden. Das ist jetzt die Aufgabe vom Sportlichen Leiters Shpend „Siggi“ Morina. Es ist vereinbart, dass er zuerst mit den Leistungsträgern des Teams sprechen soll, so Janßen.

Den Anfang würde er natürlich mit dem Kapitän Dietrich Liskunov machen.

Und Janßen ist guter Dinge, dass die eigenen Spieler mitziehen, wenn sie auch wochenlang nicht trainieren konnten und die eine oder andere der angebotenen Online-Übungen verpasst hätten. Aber an der Auszahlung der Aufwandsentschädigung vor Weihnachten nahmen alle teil, erwähnte der Vorstands-Chef schmunzelnd.

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Sportredaktion Castrop-Rauxel
Geboren und wohnhaft in Castrop-Rauxel, bin ich über den Billardsport (Karambolage) als freier Mitarbeiter in der Castrop-Rauxeler Lokalredaktion angefangen. Da ich neben dem französischen Billard noch Fußball, Handball, Tischtennis und Tennis in Vereinen aktiv ausführte bot es sich förmlich an, darüber ebenfalls zu berichten.
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