Herne und Castrop-Rauxel haben Regeln aufgestellt. In einer Stadt sind Eltern als Begleitung der Nachwuchsfußballer gestattet - in der anderen nicht. © Leonie Sauerland/Jens Lukas
Juniorenfußball

Nachbarstadt Herne lockert kinderfreundlicher für Juniorenfußball als Castrop-Rauxel

Castrop-Rauxeler Nachwuchsfußballer (bis zu 14 Jahren) dürfen nach den März-Lockerungen wieder gemeinsam trainieren. Kurios: Für eine bestimmte Gruppe heißt es: „Wir müssen draußen bleiben“.

Der heimische Fußballkreis, in dem mit Ausnahme des TuS Henrichenburg alle Nachwuchs-Teams kicken, umfasst die Städte Castrop-Rauxel und Herne. Hier ist durch die jüngsten Lockdown-Lockerungen seit Montag (8. März) wieder Training für Kinder bis zu 14 Jahren möglich. In einem nicht unwichtigen Detail unterscheiden sich die Spielregeln in den beiden Kommunen.

Kontaktsport ist für junge Fußballer wieder erlaubt

Bislang ist man gewohnt, dass vor Geschäften hier und da ein Schild mit dem Satz „Wir müssen draußen bleiben“ steht – weil Hunde nicht hinein dürfen. Aktuell müssen die Castrop-Rauxeler Vereine darüber nachdenken, ob sie sich solche Tafeln nicht auch zulegen müssen – bezogen auf Eltern.

Denn anders als die Stadt Herne lässt die Stadtverwaltung Castrop-Rauxel nicht die Begleitung der jungen Kicker auf den Sportanlagen zu. Erziehungsberechtigte müssen vor den Eingangstoren warten.

Rüdiger Döring, der einst für den SuS Pöppinghausen spielte und in Herne Stellvertretender Leiter des Fachbereichs Sport ist, erklärte am Dienstag (9. März): „Bei der Sitzung unseres Krisenstabes habe ich mich dafür eingesetzt, dass ein Familienangehöriger mit Maske beim Training zuschauen kann. Die Sportanlagen sind überall groß genug, dass 20 Eltern ohne Problem Abstand voneinander halten können. Das ist doch im Alltagsleben wie beim Bäcker bei allen in Fleisch und Blut übergegangen.“

Es sei ja Kontaktsport erlaubt. Und da könnte es zu Unfällen und Verletzungen der kleinen Kicker kommen, die dann direkt in die Obhut von Vater oder Mutter kommen könnten.

Rüdiger Döring spielte einst Fußball für den SuS Pöppinghausen und ist stellvertretender Leiter des Fachbereichs Sport in Herne. © David Hennig © David Hennig

Uta Stevens vom Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Castrop-Rauxel erklärt: „Es ist so, dass es bezüglich der Eltern keine Vorgaben durch die Verordnung gibt. Wir haben es für uns so festgelegt, dass die Zahl der Personen auf den Sportanlagen, die durch die Kinder und die Betreuer erreicht wird, nicht weiter überschritten werden soll.“

Aus Dortmund und Schwerte war zu hören, dass die Vereine bei Minikickern und F-Junioren Eltern zulassen. In den höheren Altersklassen aber nicht. Die Vereine SC Arminia Ickern, Wacker Obercastrop und VfB Habinghorst haben angekündigt, in dieser Woche den Trainingsbetrieb der C-Junioren bis Minikicker zu starten – ohne Eltern.

Die Coronaschutzverordnung, die seit Montag (8. März) gilt, sagt aus, dass bei Sport in Gruppen von bis zu 20 Kindern bis einschließlich 14 Jahren die Kinder keinen Mindestabstand zueinander einhalten müssen.

Auch können gleichzeitig mehrere Gruppen auf einer Anlage Sport treiben, wenn ein Mindestabstand von fünf Metern zwischen den Gruppen dauerhaft eingehalten und eine Durchmischung verhindert wird. Zu jeder Gruppe dürfen zwei Ausbildungs- oder Aufsichtspersonen hinzukommen.

Die Nutzung von Club- und Verkaufsräumen sowie Umkleiden und Duschen ist nach wie vor ausnahmslos untersagt. Die WC-Anlagen dürfen unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln genutzt werden.

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Lokalsport Castrop-Rauxel
Ein Journalist macht sich aus Prinzip keine Sache zu eigen, nicht einmal eine gute (dieses Prinzip ist auch das Motto des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises).
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Jens Lukas

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