FCF-Urgestein Dirk Vierhaus (l.) ist einer von zwei Nachfolgern des Frohlinde-II-Trainer Jimmy Thimm (r.). © Volker Engel
Fußball-Kreisliga A

Neues Trainer-Duo des FC Frohlinde II muss noch einen Sachverhalt klären

In der Bundesliga gibt es eine Trainer-Rotation wie lange nicht mehr. Mit der Spitze, dass Julian Nagelsmann von Leipzig nach München wechselt. Beim FC Frohlinde dreht sich das Karussell vereinsintern.

Die Bundesliga ist kein Maßstab für den Castrop-Rauxeler Fußball, doch auch bei einem Verein der Europastadt gibt es in der neuen Saison eine Rotation des Trainer-Karussells – jedoch eine interne.

Der FC Frohlinde krempelt seinen Trainerstab um. Als die Landesliga-Trainer Stefan Hoffmann und Michael Wurst Ende 2020 ihren Abschied für Juni 2021 verkündeten, setzten sich an der Brandheide die Räder wegen der Neubesetzung der Stelle in Bewegung.

Zwei Frohlinde Urgesteine übernehmen die Reserve-Mannschaft

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah. Unter dieser Devise beförderten die FCF-Verantwortlichen kurzerhand Jimmy Thimm, der aktuell für Frohlinde II (Kreisliga A) zuständig ist, zum Landesliga-Cheftrainer. Das enstandene Vakuum bei der FCF-Reserve wurde ebenfalls intern gefüllt: Dirk Vierhaus und Sven Körholz übernehmen.

Vierhaus und Körholz sind Urgesteine beim FC Frohlinde. „Wir warten jetzt darauf, dass Jimmy Thimm uns am 30. Juni das Zepter übergibt, damit wir dann am 1. Juli loslegen können. Unser Spieler-Kader für die neue Saison steht“, sagt Dirk Vierhaus.

Durchweg für den FC Frohlinde spielte der neue FCF-II-Coach Sven Körholz – hier auf einem Archiv-Foto. © privat © privat

Vom aktuellen Kreisliga-A-Kader haben 21 Spieler zugesagt, weiterhin für Frohlinde II zu spielen. Externe Neuzugänge gibt es keine. Ins eigene Landesliga-Team hochgerückt ist Tim Kuit. Jannis Schmitz verschlägt es aus beruflichen Gründen nach Österreich. Sieben eigene A-Jugendspieler rücken auf in den Seniorenbereich.

Ob diese A-Jugendlichen sofort eine Verstärkung sind, vermag Vierhaus nicht zu sagen: „Ich habe keinen dieser Jungs jemals spielen sehen vor dem Corona-Lockdown.“ Soll heißen: Erst ab der ersten Trainings-Einheit kann sich das Trainerduo Vierhaus/Körholz ein Bild vom Leistungsstand dieser sieben Youngster machen.

„Ich hoffe, dass die Corona-Maßnahmen bald gelockert werden und wir auf dem Platz trainieren dürfen“, so Vierhaus. Eine Rangfolge gibt es innerhalb des Trainer-Duos nicht. „Sven und ich arbeiten als gleichberechtigte Trainer. Wir müssen uns jetzt nur noch einig werden, wer den Kopf hinhält, wenn es einmal nicht gut laufen sollte“, scherzt Vierhaus.

Dass er und Körholz wieder ins aktive Spielgeschehen eingreifen, schließt Vierhaus aus: „Unser Kader ist mit 28 Spielern groß. Ich werde im Sommer 47 Jahre alt – da muss ich in der Kreisliga A nicht mehr über den Platz rennen.“ Und auch Kollege Körholz wolle das als 37-Jähriger nicht mehr. Wenngleich: Körholz zählte zuletzt noch zu den Leistungsträgern im Team – und war eine gefühlte Ewigkeit auch Kapitän des FC Frohlinde II.

Vierhaus kehrte nach drei Jahren zurück zur alten Liebe

Beim Urgestein Dirk Vierhaus trifft der Spruch: Einmal Frohlinde, immer Frohlinde, indes nur bedingt zu. Ab der F-Jugend kickte er für diesen Verein. Und feierte in jeder Altersklasse einen Aufstieg oder eine Meisterschaft. Doch mit 30 Jahren gab er dem Werben der Spvg Schwerin nach. Das Warum erklärt er so: „In Frohlinde gab es damals einen personellen Umbruch mit vielen auswärtigen Spielern. Darauf hatte ich keinen Bock.“

Also sei er auf den Schweriner Berg gewechselt und habe dort drei Jahre gespielt. „Diese drei Jahre waren richtig schön – ich möchte sie auch nicht missen“, sagt Dirk Vierhaus. Dann aber ging er trotzdem wieder zurück zur alten Liebe FC Frohlinde.

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Freier Mitarbeiter
Über 30 Jahre als Sportredakteur aktiv, bin ich nun im "Unruhestand" seit der Saison 2018/2019 als Freier Mitarbeiter für den Castroper Sport am Ball - eine neue, spannende Erfahrung. Meine journalistischen Fachgebiete sind alle Ballsportarten, die Leichtathletik und Golf. Mit den deutschen Spitzen-Fechtern war ich in den frühen 2000er-Jahren bei Welt- und Europameisterschaften in der "halben Welt" unterwegs.
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