"Mister Pöppinghausen" Manfred Goerke war auch bei der Sportplatz-Sanierung 2019 dabei. © Jens Lukas
CDU-Wahl

Pöppinghauser Urgestein Manfred Goerke wird für Lebenswerk ausgezeichnet

Einen Preis für sein Lebenswerk beim SuS Pöppinghausen hat jetzt Manfred Goerke bekommen. Auf der Trophäe steht die Jahreszahl 2019. Klingt kurios. An der verspäteten Verleihung hat Corona Schuld.

Im Frühjahr 2020 wollte der CDU-Stadtverband Castrop-Rauxel wieder seinen schon traditionellen „Abend des Sports“ mit der Präsentation ihrer „Sportler des Jahres 2019“ auf die Beine stellen. Das Event fiel allerdings der Corona-Pandemie zum Opfer.

Trophäen für 2019 wurden pandemie-konform übergeben

Aufgeschoben ist allerdings nicht aufgehoben. Stadtverbandssprecher Michael Fritsch erklärt: „Leider haben sich auch in der Zwischenzeit alle Hoffnungen zerstoben, die Veranstaltung im gewohnten Rahmen nachholen zu können. Wir haben uns deshalb schweren Herzens dafür entschieden, die Ehrung pandemie-konform mit einer individuellen Pokalübergabe auf Distanz durch den CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Carsten Papp und den Fraktionsvorsitzenden Michael Breilmann vorzunehmen.“ Die Preise stiftete zum wiederholten Male der Altstadtjuwelier Max Zimmer.

Der Ehrenvorsitzende des SuS Pöppinghausen, Manfred Goerke, wurde für sein Lebenswerk mit einer Urkunde ausgezeichnet. Die Laudatio auf Goerke schrieb der CDU-Fraktionsvorsitzende Breilmann.

Michael Breilmann sagte: „Wer über Castrop-Rauxels kleinsten Stadtteil und dessen Sportverein SuS Pöppinghausen berichten möchte, kommt an einem Namen nicht vorbei: Manfred Goerke. Der heutige Ehrenvorsitzende ist mit seinen jetzt gut 80 Jahren quasi die lebende Vereinsgeschichte, hat seit der Vereinsgründung im Jahre 1955 so gut wie alle Ämter einmal inne gehabt und ist auch heute noch für seinen Verein aktiv.“

Die Laudatio auf Manfred Goerke (l.) schrieb der CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Breilmann.
Die Laudatio auf Manfred Goerke (l.) schrieb der CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Breilmann. © Michael Fritsch (CDU) © Michael Fritsch (CDU)

Goerke war auch 2019 sei bei der ersten Grundsanierung des 1961 eingeweihten Ascheplatzes dabei, ein Jahr darauf wollte er den Eintritt seines Vereins ins Rentenalter (65 Jahre SuS Pöppinghausen) mitorganisieren. Corona machte das zunichte.

„Noch heute“, so der aktuelle Vereinsvorsitzende Torsten Leder, „ist Manni der Museumswächter des Vereins“. In seinen diversen Geheimschubladen lagerten unersetzliche Erinnerungsstücke und Unikate aus den vergangenen Jahrzehnten, darunter ein schwarz-rotes Trikot aus dem Gründungsjahr.

Dass der letzte Ascheplatz in Castrop-Rauxel noch nicht in „Manni-Goerke-Kampfbahn“ umbenannt ist, wie es der Bürgermeister Rajko Kravanja (SPD) einmal feststellte, sei wohl nur eine Frage der Zeit, so Breilmann: „Doch wäre es verfehlt, Manfred Goerke auf den Fußball zu reduzieren, ohne sein soziales Engagement zu erwähnen. Manfred Goerke setzt sich aktuell insbesondere für die Integration laotischer Flüchtlingskinder ein und ist seit vielen Jahren für das Center Pöppinghausen aktiv.“ Dieses wird von seinem Sohn Michael („Sepp“) Goerke geleitet.

Breilmann: „Manfred Goerke engagiert sich im Verein zur Erhaltung von Jugend- und Kulturarbeit in Pöppinghausen und gilt als kompetenter Ansprechpartner, der stets die Bereitschaft an den Tag legt, für das Wohl der dörflichen Gemeinschaft einzustehen. Er ist Herz und Seele des Stadtteils und Vereins.“

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Lokalsport Castrop-Rauxel
Ein Journalist macht sich aus Prinzip keine Sache zu eigen, nicht einmal eine gute (dieses Prinzip ist auch das Motto des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises).
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Jens Lukas

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