Einen Tag vor seinem 10. Geburtstag bekam der nunmehr ehemalige Fußballprofi Marc Kruska (Foto links) den Siegerpokal für den Gewinn der E-Junioren-Stadtmeisterschaft mit dem VfR Rauxel von Hans Kley vom Stadtsportverband überreicht. Daniel Matthes (Foto rechts, am Ball) hatte mit den D-Junioren von Arminia Ickern gegen Schwerin einen schweren Stand.
Sport-Geschichte

Pokalgewinn in Castrop-Rauxel leitete die Karriere von Marc Kruska ein

Am Dienstag (29. Juni 2021) ist der Castrop-Rauxeler Ex-Profi Marc Kruska 34 Jahre alt geworden. In Archiv unserer Redaktion kündet ein Artikel davon, dass er kurz vor einem seiner Ehrentage einen großen Pokal gewann.

Ein Schwarz/Weiß-Foto aus dem Jahr 1997 zeigt, wie der damals 9-jährige Marc Kruska einen Tag vor seinem 10. Geburtstag als Kapitän der Rauxeler E-Junioren einen Siegerpokal überreicht bekam. Die Erinnerung an den Tag sei verblasst, würde aber nach dem Blick auf die Zeitungsausschnitte langsam wiederkehren, sagte Kruska jetzt – am Tag seines 34. Geburtstags. Der Castrop-Rauxeler, der im November 2004 sein Bundesliga-Debüt für Borussia Dortmund gab, sagte: „Richtig toll wäre es, wenn jemand noch Videomaterial vom Endspieltag hätte. Das würde mich brennend interessieren.“

Kruska hatte Schalkern immer abgesagt

Marc Kruska gelangen im Finale gegen den damaligen Dauerrivalen VfB Habinghorst beim 5:0 (0:0)-Sieg zwei Tore. Ebenfalls doppelt traf der großgewachsene Manuel Jakob. Ein Tor ging auf das Konto von Markus Maurer. Bei den Habinghorstern glänzte Keeper Sebastian Kristler bei einigen Paraden.

Marc Kruska, der nur wenige Meter entfernt vom VfR-Platz aufgewachsen ist, blieb noch zwei Jahre bei seinem Stammverein, bevor er nach Dortmund wechselte. Der Grund dafür sei die tolle Freundschaft mit den Kameraden wie etwa Philipp Mankner, Kasra Abrar und David Nagorsen gewesen. Kruska sagte: „Deshalb habe ich einen Wechsel auch immer weiter hinausgezögert. Der FC Schalke 04 hat jedes Jahr angeklopft, ich habe dem Verein aber stets eine Absage erteilt – auch weil ich BVB-Fan war.“

Bei den C-Junioren konnte sich am Tag der 1997er Endspiele die Spvg Schwerin dank eines 5:3-Erfolgs gegen den SuS Merklinde den Titel sichern. Torschütze damals zum 1:1-Ausgleich: Jimmy Thimm, heute Trainer des Landesligisten FC Frohlinde II, sagte dazu vor Jahren. „Ich weiß noch, wie wir uns zum Siegerfoto aufgestellt haben. An das Spiel selbst habe ich aber leider keine Erinnerungen mehr.“ Mit im Kader standen unter anderem Aytac Uzunoglu, Trainer des Westfalenligisten Wacker Obercastrop und Marc Olschewski, der jetzt Trainer beim VfB Habinghorst ist.

Marc Kruska kann auf über zehn Jahre als Fußball-Profi zurückblicken. © Jens Lukas © Jens Lukas

Auf der Gegenseite, im Trikot des SuS Merklinde, spielten die Brüder Adrian und Patrick Podwysocki, die im folgenden Jahr zum Grafweg wechselten. „Für uns war die Saison damals ein rundum gelungenes Jahr, unter anderem mit dem Bezirksliga-Aufstieg“, erinnerte sich Jimmy Thimm an eine „coole Truppe“. Der Kern der Mannschaft blieb in den folgenden Jahren zusammen und konnte Aufstiege bis in die Landesliga feiern.

Drei Günnewig-Treffer

Stadtmeister der A-Junioren im Jahr 1997 wurde der VfB Habinghorst, der im Finale gegen Wacker Obercastrop mit 8:5 (4:4) nach Elfmeterschießen die Nase vorn hatte. VfB-Dreifach-Torschütze war hier Jörg Günnewig. Bei den B-Junioren kam die SG Castrop mit Trainer Dirk Utech trotz des 1:3-Rückstandes gegen die Spvg Schwerin zu einem 5:3. Marco Rühmann, der eingewechselte Aytac Kabadayi (je 2) und Christian Greiser netzten hier ein.

Mit dem späteren Profi Baris Özbek (RW Essen, Galatasaray Istanbul, Union Berlin, MSV Duisburg) gewannen die D-Junioren der Spvg Schwerin ihr Endspiel gegen Arminia Ickern mit 2:1. Er holte den Foulelfmeter heraus, den sein Bruder Sencer zum Siegtreffer verwertete.

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Jens Lukas

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