SG Castrops Trainer Tino Westphal hat unter der Woche Tacheles geredet. © Volker Engel
Fußball

SG Castrop ist der „Mega-Underdog“ – Westphal erwartet nach Tacheles-Rede ein anderes Gesicht

Nach dem missglückten Saisonstart erwartet Fußball-Bezirksligist SG Castrop nun den nächsten starken Gegner: den FC Roj. Was für SG-Coach Tino Westphal bereits ein Erfolg wäre?

Der Saisonstart der SG Castrop ist mal so richtig missglückt. 1:5 hieß es am ersten Spieltag gegen Mengede 08/20, 0:7 am zweiten gegen den TuS Stockum. Unter der Woche redete Trainer Tino Westphal daher Tacheles mit seinen Spielern. So wie die Trainingswoche danach verlief, soll das was gebracht haben, meint er. Viel Optimismus, einen Punktgewinn gegen den nächsten Gegner zu holen, bringt der Coach der Bezirksliga-Fußballer aber nicht mit.

Titelanwärter hat nur zwei von sechs möglichen Punkten eingesammelt

Der nächste Gegner der SG Castrop in der Bezirksliga 9 ist der FC Roj aus Dortmund. Der Klub war als einer der Titelfavoriten gestartet, holte aber erst zwei Punkte. Durch ein 3:3 gegen Westfalia Huckarde sowie ein 1:1 gegen die Spvg Schwerin. Dennoch erwartet SG-Coach Westphal einen „richtig starken Gegner“.

Das macht er daran fest, dass sich die Mannschaft des FC im Vergleich zur vergangenen Saison nicht groß verändert habe. Und bereits im vergangenen Jahr hieß es nach dem Spiel zwischen der SG Castrop und Roj 0:4 aus Sicht der Westphal-Elf. Deshalb sagt der Trainer recht deutlich: „Wir gehen als Mega-Underdog ins Spiel rein.“ Bereits eine knappe Niederlage würde er als Erfolg verbuchen.

Was er von seiner Mannschaft trotzdem erwartet? „Ich erwarte, dass wir ein ganz anderes Gesicht zeigen als bei der 0:7-Pleite gegen Stockum.“ Während und nach der Partie war der Trainer ratlos. Mit solch einem Spiel hätte er nicht gerechnet, sagte er am Tag danach.

Castroper Marschroute bleibt ein Geheimnis

Dass seine Spieler allerdings noch einmal eine solch erschreckende Leistung („Sieben Schüsse aufs Tor – sieben Mal lag der Ball im Netz“, Westphal) auf den Platz bringen, davon geht er nach der vergangenen Trainingswoche nicht aus. „So wie die Woche bislang verlaufen ist, sieht das ordentlich aus.“ Das Tacheles-Reden soll etwas gebracht haben.

Groß verzichten auf Spieler müsse er für das Spiel gegen den FC Roj nicht. Mit welcher Taktik Westphal seine Mannschaft ins Spiel schicken möchte, wollte er noch nicht verraten. Ob sein Team denn wenigstens defensiv beginne, um Tore in erster Linie zu verhindern. „Das geben wir noch nicht preis. Das muss der Gegner noch nicht lesen.“ Die Hoffnung auf einen Punktgewinn – so scheint’s – ist also da.

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