Elvis Shala (l.) ist seit seinem Kommen im Sommer 2017 für den SV Wacker Obercastrop der Spieler für die besonderen Momente. © Jens Lukas
Fußball-Westfalenliga

Shala schwört Wacker Obercastrop die Treue – und klärt auf, warum er Elvis heißt

Als Trainer Aytac Uzunoglu im Sommer 2017 den neuen Spieler ankündigte, nannte er ihn „Das Sahnestück“. Das war nicht zu hoch gegriffen. Der Kicker wurde wirklich das Sahnehäubchen obendrauf in Obercastrop.

Bei einem der Neuzugänge im Sommer 2017 schnalzte Aytac Uzunoglu, der Trainer des aktuellen Fußball-Westfalenligisten Wacker Obercastrop, mit der Zunge. Obwohl der Verein schon einige Coups mit Neuverpflichtungen – damals für die Bezirksliga – gelandet hatte, sollte dieser eine Akteur in der Beschreibung besonders auffallen. Es wird das „Sahnestück“ seiner Mannschaft, hatte Uzunoglu einen Akteur mit großen Vorschusslorbeeren bedacht.

Christian Rachner lotste Shala nach Obercastrop

Die Rede ist von Elvis Shala, der sich im Sommer 2017 im hiesigen Fußballkreis bekannt machte. Einer, der von den Künsten des Torjägers wusste, war der Obercastroper Christian Rachner. Der hätte ihn nämlich über Facebook angeschrieben und gefragt, ob er nicht Interesse hätte, zu Wacker zu kommen. Das erzählte Elvis Shala dem Reporter dieser Redaktion bei einem Gespräch am 3. Advent.

Seit dem Sommer 2017 spielt Elvis Shala aus Marl-Drewer beim SV Wacker Obercastrop. © Volker Engel © Volker Engel

Das ist Elvis Shala

  • Elvis Shala, Fußballer beim SV Wacker Obercastrop, ist am 11. Oktober 1993 in Marl geboren, aufgewachsen und wohnt noch heute dort im Kreis seiner Familie.
  • Der 27-Jährige bestritt seine Fußballer-Laufbahn von der F-Jugend bis zur U17 beim TSV Marl-Hüls und ging dann zu RW Essen.
  • In Essen kam er von der U19 -Junioren (Bundesliga) 2012 in den Regionalliga-Kader an der Hafenstraße.
  • Über den VfB Hüls (Oberliga), SV Zweckel (Oberliga) und TuS Sinsen (Westfalenliga), wechselte er im Juli 2017 zum SV Wacker Obercastrop, mit dem er zwei Aufstiege feierte.

Dann sei bei einem Kaffee alles ganz schnell gegangen. Der Akteur, der damals beim TuS Sinsen (Westfalenliga) kickte, war sich mit den Obercastropern schnell einig. Wie pudelwohl er sich im Umfeld der Erin-Kampfbahn fühlt, hat er jetzt wieder gezeigt. Denn er gab recht fix dem Sportlichen Leiter des SV Wacker, Alexander Wagner, seine Zusage für Zeit nach dem Sommer 2021.

Das ist eine für ihn recht lange Zeit. Denn mit Ausnahme seiner jugendlichen Anfangsjahre bei seinem Stammverein TSV Marl Hüls hielt es Elvis Shala nirgendwo so lange aus. Seine ersten Senioren-Stationen verließ er jeweils recht schnell. Anders beim SV Wacker, mit dem er von der Bezirksliga bis zur Westfalenliga aufstieg.

Die Oma war die Namensgeberin

2010 wechselte der Torjäger zu den U19-Junioren von RW Essen. Dort habe man ihm auch den Spitznamen „Elvo“ in Anlehnung an seinem Namen Elvis verpasst.

Zu seinem Vornamen hat er dann auch gleich beim Advent-Schnack eine nette Anekdote erzählt. Auf seinen Vornamen angesprochen erzählte er, dass sich die Mutter seiner Mutter diesen Namen wünschen durfte. Der Kicker sagte lachend: „Die Oma muss wohl ein Elvis-Presley-Fan gewesen sein.“

Kurzzeitig durfte Elvis in den Regionalliga-Kader an der Essener Hafenstraße hineinschnuppern. Groß glücklich ist er dort nicht geworden. „Der Trainer gab mir damals keine Chance.“ Es ging von Essen zum damaligen Oberligisten VfB Hüls. Die Marler waren wenig später Zwangsabsteiger bis in die Bezirksliga.

Im Dezember 2018 spielte Elvis Shala (blaues Trikot) sogar trotz Nasenverletzung – mit Maske. © Hermann Klingsieck © Hermann Klingsieck

Der Vater war auf dem Weg zum Profi beim 1. FC Köln

Der damals 20-jährige Shala, hatte das Talent von seinem Vater, der mal beim 1. FC Köln Profi werden wollte, in die Wiege gelegt bekommen – und musste wegen der Hülser Misere wieder wechseln. Es ging 2014 zum Oberligisten SV Zweckel. Aber auch nur für ein Jahr. 2015 folgte der Wechsel zum TuS Sinsen 05 in die Westfalenliga.

Dort spielte er zwei Jahre, ehe der Wacker-Ruf folgte. Seit 2017 begeistert Elvis nun mit seiner besonderen Art zu spielen, Verein und Fans in der Erin-Kampfbahn. Trotz aller anderen guten Spieler in den Reihen, machte Shala oft den Unterschied aus.

Entscheidende Tore wurden zu seiner Markenware. Vielen Fans sind noch die beiden Treffer im Kreispokal-Finals 2020 gegen den FC Frohlinde in Erinnerung. Vor allem das 2:0. Da hatte er FCF-Keeper Daniel Schultz mit einem Diagonalschuss von der Mittellinie aus überrascht. „Ich habe schon vorher gesehen, dass der Schulle weit vor dem Tor stand.“

Tore, die er derzeit wegen der Corana-Situation nicht schießen, geschweige denn üben kann. So muss er sich mit Joggingläufen und Übungen zufriedengeben, die ihm die Trainer Aytac Uzunoglu und Steffen Golob, aufgetragen haben.

Das alles macht er an seinem Wohnort in Marl-Drewer. Dort in der Nähe, rund 5 Kilometer entfernt, wohnt auch Teamkamerad Dirk Jasmund. Mit dem hat er zumeist eine Fahrgemeinschaft zum Training und Spiel gebildet. Allerdings ist noch unklar, wann das Duo wieder über die A43 und A42 Castrop-Rauxel ansteuern wird.

Über den Autor
Sportredaktion Castrop-Rauxel
Geboren und wohnhaft in Castrop-Rauxel, bin ich über den Billardsport (Karambolage) als freier Mitarbeiter in der Castrop-Rauxeler Lokalredaktion angefangen. Da ich neben dem französischen Billard noch Fußball, Handball, Tischtennis und Tennis in Vereinen aktiv ausführte bot es sich förmlich an, darüber ebenfalls zu berichten.
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